November 2009: Basis-Kurs mit Andrea Angeli vom 21./22.11.09
Ein klares Konzept, Logik und Konsequenz. Ich habe schon an einer ganzen Reihe von Western-Reitkursen teilgenommen aber dieser war anders. Na ja, der Trainer ist ja auch...anders.
Auf der wunderschönen Reitanlage Hof Rützenhagen in Negernbötel bei Bad Segeberg waren am Wochenende 10 Reiter/-innen auf unterschiedlichstem Niveau zusammen gekommen: von der EWU-Trainerin über den Geländereiter bis zum Gelegentlich-Reiter mit geliehenem Schulpferd war alles vertreten. Andrea teilte die Teilnehmer/-innen in zwei Gruppen. Um es gleich zu sagen: wir haben keine fliegenden Galoppwechsel geübt und keine Spins. Für mich stand der Kurs unter der Überschift: Reiten mit Hirn. Wir haben gelernt, nachzudenken über das, was wir tun, warum wir es tun und welche Folgen es hat. Es wurde beim Blick in die Runde schnell deutlich, dass das nicht nur für mich neu war. Andrea stellt eine Menge Fragen, sammelt Antworten und zwingt einen dadurch, sich Gefühltes oder reflexhaft Ausgeführtes bewusst zu machen.
Ich war sehr beeindruckt von der Anschaulichkeit seiner Vorgehensweise. Das Bild von Claudia im Vierfüßlerstand im Reithallensand zur Klärung der Frage, welche Auswirkung auf den Rippenkasten das Fallenlassen der linken Schulter hat... Nun, das hat Eindruck gemacht, auf die Frage kann ich zukünftig antworten. Und natürlich gab es auch genug Gelegenheit, alle durchdachten Elemente ausreichend zu üben.
Andrea gehört zu den Trainern, die sich auch mit ihrem eigenen Reiten von vor X Jahren kritisch auseinandersetzen. Er hat uns oft genug daran erinnert, wie wichtig lange Zügel für das moderne Showen von Pferden sind. Die Klarheit seines Konzepts hat den Vorteil, dass alle Reiter/-innen mit ihren Pferden die Schritte nachvollziehen und selbst erreichen konnten. So kapierten alle Pferde z.B. das Rückwärtsgehen ohne Zügelziehen. Andrea hat während des Kurses alle Pferde selbst geritten und dadurch immer wieder unter Beweis gestellt, dass auch Pferde, die sonst völlig anders geritten werden, mit seiner Methode gut klar kommen und bald das Gewünschte zeigen.
Für mich persönlich war das Thema "Kopf und Halshaltung" immer ein Dauerbrenner. Ich gehöre zu den Dauer-Zügel-Zupplern, damit bloß die Rübe meines Pferdes unten bleibt. Ich habe im Rahmen dieses Wochenendes fühlen gelernt, dass eine sinnvolle Kopf-Hals-Haltung das Ergebnis ist, wenn ich endlich lerne, Schultern, Rippkasten und Hüfte meines Pferdes zu kontrollieren.
Es war mir ein Bedürfnis, meine Erlebnisse mit Euch zu teilen. Ich bin Andrea für seine geduldige, humorvolle und freundliche Haltung, mit der er uns durch dieses Wochenende geführt hat, sehr dankbar.
Ein weiterer Kurs ist bereits geplant für den 30./31.1.2010!
Oktober 2009: Julia Nölting mit Heidi beim Europachampionat in Meran
1200 km und 17 Stunden Fahrt haben sich gelohnt....
....am 21.10. machten wir uns auf den weiten Weg nach Italien zum Europachampionat der Haflinger und wie man jetzt sagen kann mit Erfolg.
Zum dritten Mal fand das große Event vom 23. - 25. Oktober in diesem Jahr in Meran statt. Eine der schönsten und größten Pferderennbahn des Landes stand den rund 300 Haflingern aus 10 verschiedenen Nationen zu Verfügung.
Die Teilnehmer aus Deutschland, Italien, Österreich, Schweiz, Niederlande, Luxemburg, Ungarn, Frankreich, Dänemark und Tschechien stellten ihre blonden Pferde in Ein- und Zweispänner, Trab- und Galopprennen, Dressur, Springen, Vielseitigkeit und auch im Westernreiten vor.
Die sich zuvor in ihren Heimatländern qualifizierten Westernreiten aus ganz Europa traten in den Disziplinen Western Pleasure, Reining und Trail gegeneinander an und sammelten so die nötigen Punkte für die All- around Wertung und den Championtitel.
In der längsten Western Pleasure meines Lebens; drei Gorounds a 25 Minuten plus zwei Finale ebenfalls a 25 Minuten; belegten wir aufgrund mangelnder Italienischkenntnisse „nur“ den zweiten Platz und holten so den Vizeeuropachampion Titel in dieser Klasse.
In der Reining reichte es dann bei einem starken Starterfeld voller Reining-Italienern zu einem guten 11. Platz.
Sonntag, der letzte und entscheidende Tag: Der Trail stand auf der Liste. Die All- around Champion Wertung war noch offen, alles noch möglich...bis dato lagen wir auf dem sechsten Platz. Der Trail sollte also alles entscheiden. Mit über 35 Stangen, Lope over, kombiniert mit Jog over etc. war es eine spannende Entscheidung voller Hindernissen. Im wahrsten Sinne des Wortes ;-)
Wir gingen als letzte, nachdem wir schon einige gute Ritte beobachten konnten, an den Start.
Nach dem uns auch eine kleine Zwischenstörung aus dem Tonraum, dem mein Pferd nur mit einem kräftigen Wiehern begegnete, nicht aus der Ruhe bringen konnte, verließen wir die Bahn unter tobenden Applaus mit einem Score von 144 und nicht einem Penalty. Die Zuschauer klatschten und jubelten bereits vor dem letzten Hindernis, sie schienen ebenso begeistert wie ich; ohne Frage war das unser schönster Trail. Kommentar einer Mitstreiterin: So sollte das also aussehen...
Das ergab dann auch den vom italienischen Richter mit vielen Küsschen überreichten ersten Platz und den Titel Europachampion Trail.
Dann kam die Auswertung für den All- around Champion Titel...Punktgleichheit für vier Reiter...jetzt kam es auf die Platzierungen an....und der Titel geht an......114; Heidi mit Julia-Maria Nölting.
Nach der großen und sehr emotionalen Siegerehrung mit allen Champions und Platzierten, ging es dann mit der Goldmedaille, Siegerschärpe, Schleifen, Pokalen, Siegertrophäe, der Decke für das Siegerpferd und der Deutschen Nationalhymne zu Ehren des Champions im Ohr Richtung Heimat.
Eine weite Reise, die sich definitiv gelohnt hat.
Julia-Maria Nölting
Am Sonntag, den 25.10.2009 war wieder mal Prüfungstag für die o.g. Abzeichen auf der Reitanlage der Familie Sell. (Kursleiterinnen: Martina Sell und Kristin Schlüter). Die Prüfer Dietmar Boyks und Rolf Siebenmark freuten sich wiedermal über gute Organisation, durchgängig gutes Niveau und freundschaftliche Stimmung unter allen Teilnehmern.
Folgende Reiterinnen können sich über neuerworbene Abzeichen freuen:
- Nadja Borchardt mit "Frostys Coke Olena" (BP und WRA III)
- Kerstin Meusel mit "Enrico" (WRA III)
- Sandra Schippmann mit "Picasso" (WRA III)
- Sabine Grebe mit "Codys Fancy April" (WRA III und DLA IV)
- Sandra Krohn mit "Turbo Okie Quixote" (BP, WRA III und DLA IV)
- Nadine Chamier mit "Funtastic Summerdream" (BP und WRA III)
- Bettine Lassen mit "Sonny dee Bird" (BP und WRA III)
- Elke Lux mit "CCS No Angel" (BP, WRA III und DLA IV)
- Anika Mehring mit "Codys Paintet Beaver" (BP und WRA III)
Herzlichen Glückwunsch zu Euren Leistungen!!!
www.Martina-Sell.de
August 2009: Der 5 Tage-Intensivkurs beim WHTT… oder wie ein Team entsteht!
1.Tag
Am Mittwoch den 19.08.2009 starteten wir zu fünft den 5 Tages-Kurs bei Thomas und Fenja mit der Frage: „Was wollen wir an diesen Tagen für uns erreichen?“ und super wichtig „ Wer bekommt welches Pferd?“ Schnell waren wir uns einig, so dass jeder am 1.Tag auf seinem bevorzugten Pferd loslegte. Nach der üblichen Aufwärmphase zeigte uns Thomas sehr anschaulich auf seinem Cody, wie man die Hinterhand des Pferdes aktiviert und immer wieder den Kontakt zum Pferd aufnimmt. Wir übten vormittags, sowie am Nachmittag je zwei Stunden korrekt zu stoppen, Seitengänge und langsame Drehungen, aus denen zum Ende des Tages, bei dem Einen oder Anderen kurze Spins wurden.
2.Tag
Die Pferde wurden auf eignen Wunsch getauscht und dann ging es am noch nicht ganz so heißen Vormittag auf den schönen Außenreitplatz. An diesem Tag sollten alle die feinen Grenzen ausprobieren. Wie tickt das Pferd unter mir eigentlich? Wie viel Druck muss man machen, um die Geschwindigkeit zu erhöhen oder zu bremsen? Fenja und Thomas zogen sich einwenig zurück und gaben nur noch Tipps oder halfen, wenn etwas so nun gar nicht funktionieren wollte. So hatte jedes Pferd- Reiter-Team die Möglichkeit, sich genau kennen zulernen, seine Grenzen heraus zufinden und mal in Ruhe alle Möglichkeiten auszuprobieren. Am heißesten Nachmittag des Jahres, gefühlte 40°C in der Halle, bildeten sich die ersten echten Teams und so endete der 2.Tag mit großer Erschöpfung, aber bei allen Beteiligten in Zufriedenheit über die Ergebnisse des Tages.
3.Tag
Zur allgemeinen Erleichterung, jedem tat irgendwo etwas weh, stand am dritten Tag Akupressur auf dem Lehrplan. Die Pferde waren durch die letzten zwei Tage gut gearbeitet und ausgeglichen. Jeder bekam sein Pferd zugewiesen und Thomas zeigte uns an Cody, wie man Blockaden im Bewegungsapparat des Pferdes ertasten kann. Wir bekamen verschiedene Möglichkeiten gezeigt, wie man diese dann wieder lösen könnte. Somit ist jeder die erste Hälfte des Tages damit beschäftigt gewesen, „sein Pferd“ zulockern und ganz nebenbei durch die ungewohnte Berührung Vertrauen aufzubauen und die Beziehung zwischen Pferd und Reiter zu vertiefen. In der zweiten Hälfte des Kurstages wurden wir alle für die doch auch körperlich anstrengende Arbeit belohnt. Jeder arbeitet mit einem tiefenentspannten, jedoch total aufmerksamen Pferd. Die Teams bekommen alle je zwei Bodenstangen in die Halle gelegt und mit genial tiefen Köpfen üben wir das langsame und exakte Seitwärts- und Rückwärtsrichten. Ein sehr intensiver und kaum zuglauben, sehr anstrengender Arbeitstag liegt hinter uns.
4.Tag
Die idealen Pferde-Reiter-Teams stehen nun fest: Britta auf dem Ponybär Freak, Jan auf seiner Spin-Maus Sydney, Asja auf Mister-Cool Cody, Anke und Muscle-Man Diamond, Christina mit Mega-Reiner Pauli und natürlich Michi auf ihrer hübschen Pretty ! Und genau in diesen Konstellationen ging es in den Trail. Die Pferde waren immer noch super entspannt und sensibilisiert auf die reiterlichen Hilfen. Zuerst wurde gründlich draußen auf dem tiefen Boden abgeritten und in der Zwischenzeit haben Fenja und Thomas dann den Trail gesteckt. Wow, der war cool! Es gab fünf Aufgaben zureiten, so dass jedes Team am Vormittag die Chance hatte alles genau zu üben. Thomas und Fenja halfen dem Einem dort und dem Anderen da. So dass alle hoch konzentriert arbeiten konnten. Nach einer schönen Mittagspause, ging es frisch ans Werk und jeder musste den Trail einzelnd absolvieren. Dabei wurden wir von Thomas gefilmt und kommentiert.
Es kam richtig Tunierstimmung auf!
5.Tag
Zuerst ritten wir uns mit unseren Pferden draußen warm und dann ging es wieder in die Halle. Dort mussten dann alle zeigen, was sie an den 5 Tagen so alles gelernt hatten. Thomas hatte sich eine ganz einfache Horsemanship-Aufgabe ausgedacht. So sah es zumindest am Anfang aus. Trab über Bodenstangen, exakte Zirkel im schnellen Galopp, kleinerer Zirkel im langsamen Galopp, also Speedcontroll. Punktgenauer Tempowechsel zum Trab, Stopp und Spins, Schritt und eine Pferdelänge exakt gerade rückwärts. Puh! Zum Glück hatten alle wirklich viel an diesem Kurstagen gelernt und somit konnten wir alle super zufrieden mit uns und unseren Partner den Tag bei einem gemütlichen Abschluss Gläschen Sekt beenden.
Was mir das Ganze gebracht hat? Ich kenne jetzt meine Schwachpunkte und vor allen Dingen ist mir bewusst geworden, dass Diamond, nach diesen wundervollen 5 Tagen Die jetzt auch kennt…
Und es hat mir riesig viel Spaß gemacht, mit dieser super Truppe den Kurs
zu machen !
Howdy an alle, die sich für den nächsten 5-Tages-Kurs schon angemeldet haben, es lohnt sich wirklich!
Anke Inert
August 2009: Kurs „Westernreiten – Einsteiger“ beim WHTT (Fenja Knispel & Thomas Hoppe)
Am 15. und 16. August war es endlich so weit: Der lang erwartete Einsteiger-Kurs stand an!
Jo, Alex, Katharina, Meike und ich trafen uns mit Fenja und Thomas im Reiterstübchen, um zunächst einmal etwas über die Grundsätze des Reitens zu hören und das Programm der kommenden Tage zu besprechen.
Schnell wurden danach die Pferde gesattelt und es ging los. Thomas ritt uns alle Lektionen zunächst auf Cody vor und erklärte uns, worauf es ankäme. Zunächt lernten wir Übungen zum An-die-Hilfen-stellen des Pferdes. Nachdem die Hälse unserer Pferde mehr oder weniger weit unten waren, mussten wir „schwören“, diese Übungen nun am Anfang jeder Reitstunde zu praktizieren. Danach wurde das Geradeaus-Reiten geübt. Garnicht so einfach, wie man immer glaubt, aber nach vielen Stopps, Korrekturen und Rückwärtsrichten entwickelten wir langsam ein Gefühl dafür, was denn nun wirklich „gerade“ ist. Vor dem Mittagessen wurden wir dann noch mit einer schönen, langen Galopphase belohnt, wobei ich vor Hunger schon fast aus Justys Sattel kippte.
Nach dem Mittagessen im Kartoffelhaus (meine Empfehlung: Kartoffelpizza!) ging es gestärkt weiter. Thomas zeigte uns drei verschiedene Arten, einen Slalom zu reiten. Uns rauchten die Köpfe, als wir versuchten, den Slalom auf die eine oder andere Art zu bewältigen. Kaum zu glauben, vor welche Probleme einen fünf blöde Hütchen stellen können!
Später ging es mit Pleasure weiter. Es war sehr anspruchsvoll, die Pferde mit lockeren Zügeln langsam in allen drei Gangarten zu reiten, machte mir aber viel Spaß.
Am nächsten Tag fingen wir mit den frisch gelernten Aufwärmübungen an. Danach ging es richtig zur Sache: erst im Schritt, dann im Trab, später im Galopp ritten wir die Pferde vor die Wand. Nicht mal Danger war so „dösig“, sich vor lauter Vorwärtsdrang den Kopf zu stoßen, alle stoppten brav vor den Planken oder bogen geschickt ab, wenn wir nicht in der Lage waren, sie gerade zu halten.
Das war aber nur der Anfang: Alex musst ein Rind spielen, das an der Hallenwand entlang lief, Cody überholte ihn, zwang ihn durch einen Rollback zum Umdrehen und so weiter. Sah ganz einfach aus, war es aber nicht. Wir übten erst im Trab, dann im Galopp in einem Abschnitt der Halle. Später ritten wir durch die ganze Halle und absolvierten auf Zuruf alle gleichzeitig die Rollbacks. Gar nicht so übel für einen Einsteigerkurs!
Nachdem die Pferde und wir naß geschwitzt waren, übten wir cutten. Dabei war einer von uns das Cowgirl, der andere das Rind. Als wir diese rasante Übung unfallfrei überstanden hatten, winkte ein leckeres Mittagessen mit vielen, vielen Ouzos beim Griechen.
Entsprechend beschwingt ging es nach der Pause weiter, ich stellte bei mir und Pauli einen großen Fortschritt in der Kurventechnik fest! Der aufgebaute Trail war nicht so sein Ding, aber mit viel Geduld und Fenjas Hilfe bekam ich ihn auch mal langsam durch das „L“ oder durch das Tor. Nach fast drei Stunden „Frickelarbeit“ stiegen wir zufrieden ab.
Als Fazit kann ich sagen, dass ich viel mehr gelernt habe, als ich es in zehn Einzelstunden getan hätte und dabei auch noch viel Spaß hatte. Nur werde ich mich jetzt in Zukunft noch schwerer entscheiden können, welches der tollen
Pferde ich reiten soll!
Christina Behle
August 2009: Drei Landesmeistertitel an Familie Jeske...
Gleich dreimal ging der Landesmeistertitel nach Nienborstel. Lina Jeske wurde mit Svannah Wind Landesmeisterin in der Jugendreining. Ihre Schwester Mia Maria Jeske auf Miss Delight konnte sich in der Jugend Western Horsemanship und in der Superhorse an die Spitze setzten.
Maike Schütt mit Adlon Hazzard ging auch mit zwei Landesmeistertiteln (Jugendtrail und in der Westernpleasure) nach Hause. Die Showmanship in der Jugendklasse entschied Marisa-Sophia Bartusch mit Tom B Cody für sich.
Die Teilnehmer aus MV waren alle recht erfolgreich platziert, aber leider gab es dieses Jahr nur einen Landesmeister:
Lisa Wilke (Rügen) mit Ihrer QH-Stute Luisa Skipzan Bar wurde Landesmeisterin im Jugend Trail. Man musste sich unter den ersten Drei in den Meisterschaftsklassen platzieren, um Landesmeister zu werden.
Drei Tage lang wurde in Fischbek auf der Anlage von Tom Klein um Punkte und Landesmeistertitel geritten. Über 200 Pferde-Reiterkombinationen gingen dort an den Start. Große Flächen für Paddocks, genügend Möglichkeiten zum Abreiten und ein großes Angebot an Ausstellern stimmten die Reiter und Zuschauer auf das tolle Turnier ein.
Am Samstag traten auch 4 Mannschaften gegeneinander an. Sonntag ging es nur noch um die Meisterschaftsklassen.
Bei den Erwachsenen gab es folgende Landesmeister von Hamburg / Schleswig-Holstein:
| Westenhorsemanship | Magda Engelke - Abay |
| Super Horse | Katrin Langenbeck - Doc Patchex Son |
| Senior Westernpleasure | Anna Kiersch mit Fritzi |
| Junior Westernpleasure | Taina Doert mit Undeniably Deluxe |
| Senior Reining | Sonja Marie Adomat auf Camary |
| Junior Reining | Gorden Dubau auf Chexikid |
| Senior Trail | Anke Moltkau mit Amount of Snow |
| Junior Trail | Andrea Duckstein-Otten mit CL Ima Spanish Zippo |
| Senior Westernriding | Nikka Schmidt auf Smooth Missy |
Rundherum gesehnen hatten die beiden nördlichsten Bundesländer hier im Fischbek eine schöne gelungene Landesmeisterschaft. Dank der Turnierorganisation von Peter Raabe lief der Zeitplan gut ab.
Vielen Dank an die Helfer und das Team des Amerikan Trainings Stables.
Regina Jentsch
August 2009: Lehrgang Trainer-C-Westernreiten in Sachsen-Anhalt
Am 02. August 09 haben in Dabrun (bei Lutherstadt Wittenberg) folgende Teilnehmer die Prüfung zum Trainer-C-Westernreiten bestanden:
Kristin Schlüter, Dänischenhagen bei Kiel
Susanne Schwirner, Altenholz bei Kiel
Catharina Frey
Antje Krüger, Dabrun
Sascha Klinkenberg, Reibitz, Reitanlage Seehof
Peter Erber, Taucha
Vivien Plep, Wiesenburg
Nancy Großer, Schieritz, Reitanlage Zehren
Prüfer waren Heinrich Hinterthan und Brenda Esfeld für die EWU und Petra Gans für die FN.
Zum ersten mal habe ich - zusammen mit meiner Co-Trainerin Ilka Schlüter aus Dänischenhagen bei Kiel - in zwei Kursblöcken gearbeitet, weil ich selbst gerne zwischendurch mal nach Hause wollte. 18 Tage von zu Hause fort zu sein ist ja nicht nur für die Teilnehmer anstrengend...
Dadurch hatten meine Schützlinge viel mehr Zeit zum Schreiben, Reiten und Lernen, was sich in den Noten wiederspiegelte. Die Gruppe war großartig, wir hatten alle viel Spaß und für das nächste Jahr ist bereits ein Trainer-B-Lehrgang in Vorbereitung.
Vielen Dank an die tolle Truppe, daß ich als Kursleiter auch Spaß habe, kommt ja nicht soooo oft vor...
Eure Martina Sell
August 2009: Wirbelstern von der Wittmoor-Ranch: Nachwuchstalente reiten besser als Erwachsene!
Hallo, mein Name ist Wirbelstern. Ich bin ein zwölf Jahre alter Haflinger-Wallach und wohne auf der Wittmoor-Ranch am Stadtrand von Hamburg. Letztens ist mir etwas Aufregendes passiert, von dem ich berichten möchte. Normalerweise holt mich einer meiner drei Menschen von der Weide ab, aber am 12. Juni war alles anders.
Meine Besitzerin, Ann-Christin, und zwei Kinder kommen. Auf dem Weg zum Stall begegne ich Holly. Mit der weißen Trakehner-Quarterhorse-Stute reite ich sonst oft aus im Tangstedter Forst. Manchmal zicken wir uns gegenseitig an, aber heute bin ich froh, sie zu sehen. Auch Holly schaut ganz schön verwirrt, denn nicht nur ihre kleine, aber sehr mutige Besitzerin Mailin (8), sondern auch zwei andere Kinder haben sie mit Mareike, der immer gut aufgelegten Stallbesitzerin, von der Stutenweide geholt.
Am Anbinder wartet noch ein Mädchen. Die vier Mädchen und zwei Jungs machen sich daran, Holly und mich zu putzen. Normalerweise zapple ich gerne mal am Anbinder, aber bei Kindern mach‘ ich so einen Quatsch nicht - schließlich muss man auf die aufpassen. In der Halle führen uns die Kinder und machen lustige Übungen auf unseren Rücken: Zum Beispiel so etwas Verrücktes wie Äpfelpfücken - dabei sind doch gar keine in der Halle. Dafür bekommen wir zum Abschied auf der Weide einen.
Am nächsten Morgen höre ich die Kinder schon von der Weide und freue mich auf sie, denn mit ihnen ist es wirklich lustig und sie sind viel leichter als erwachsene Reiter. Allerdings holen sie Laski und Holly und nicht mich. Aber dass finde ich nicht schlimm, schließlich ist es auch nicht schlecht, mit seinen Kumpels auf der Weide zu bleiben und zu spielen.
Laski, ein schwarz glänzender Isländer-Mix (Typ Fury), erzählte mir dann am Nachmittag, dass die Kinder ohne Sattel und mit Augenbinde auf ihm geritten wären. Sie hätten seine Bewegung gefühlt und gar nicht so steif wie manche Erwachsenen auf ihm draufgesessen. Laski und ich sind uns einig: Mit den vier Cowgirls und zwei Cowboys macht das Reiten richtig Spaß. So bin ich auch gar nicht böse, dass Zino (10) und Feline (8) am Nachmittag mich abholen kommen.
Mittlerweile kenne ich die Namen und Gesichter der Kinder und komme über die Weide angaloppiert, als sie mich riefen. So begeistert ist sonst keiner, wenn ich galoppiere - und ich war riesig Stolz auf meinen Fanclub. Auch Holly und Lasky hatten ihren eigenen Fanclub, bestehend aus Stella (11) und Mailin (8) sowie Paula (10) und Marlon (8).
Diesmal ist in der Halle ein Trailparcour aufgebaut, den wir gemeinsam üben. Paula findet das am besten. Denn endlich kann sie ganz allein reiten, ohne dass jemand anderes sie bzw. uns Pferde führt. Auch zur Weide führen uns diesmal unsere Fanclubs fast allein (nur wenn ich unterwegs schnell ein bisschen Gras knabbern will, greift meine Besitzerin ein - so ein Mist!) Dafür gefällt mir das anschließende Foto-Shooting mit den Sechs auf der Weide umso besser. Endlich stehe mal ich im Mittelpunkt!
Nach einer ganzen Menge Grass und einem kleinen Nickerchen üben wir am nächsten Tag in der Halle erneut den Trail. Die Kinder sind irgendwie ganz aufgeregt. Ich wundere mich nur kurz darüber und dann höre ich das Wort „Prüfung“ …Eierkram, das kenn‘ ich schon von meinen Besitzern. Wenn die Menschen Prüfung sagen, sind sie immer ganz aufgeregt.
Ich wundere mich daher auch nicht, als Feline und Zino mir am Nachmittag Zöpfe flechten. Laski und Holly bekommen auch welche, und die Menschen streiten sich darüber, wer am hübschesten aussieht: so ein Quatsch! Ich natürlich, aber das bleibt unter uns!
Auf jeden Fall haben wir drei Pferde die Prüfung ziemlich gut gemacht, ist doch Ehrensache. Stella fand denn auch, dass die Prüfung am meisten Spaß gemacht hat. Auch alle anderen waren glücklich, sie bekamen Schleifen und schönes Papier – „Urkunden“ sagen die Menschen dazu. Holly, Laski und ich bekamen sowas nicht (wir können ja nicht lesen), dafür aber ganz viele Umarmung und Leckerlies, dass fanden wir auch viel besser. Falls die Sechs noch mal vorbeischauen, komme ich gleich angaloppiert, versprochen!
Euer Wirbelstern
Weitere Infos über mich, meine Freunde und nächste Kurse findet ihr unter: www.westernreiten-hoenig.npage.de
Juli 2009: Auenwald Tour Schleswig Holstein
Am 25./26.07.09 lud Silke Jaworofski (Trainer C) zu einem Wanderritt durch den Schleswig Holsteinischen Auenwald ein.
Sieben tapfere Reiterinnen fanden sich mit ihren Pferden trotz des verregneten Morgens auf der Winterberg Ranch bei Wasbek ein. Als Achter im Bunde stieß dann noch Kurt Lehnert hinzu, der zum Winterberg Clan gehört und es sich nicht nehmen ließ mitzureiten. Praktischerweise konnten wir so auch unsere Wanderreiterkarten wegpacken und uns ganz entspannt von Kurt den Weg weisen lassen.
Auch das Wetter war schließlich doch noch gnädig, vermutlich, weil trotz des Regens am Morgen niemand kurzfristig abgesagt hatte.
So konnten wir gegen 11 Uhr vormittags bei Sonnenschein den 26 km langen Ritt antreten.
Der erste Abschnitt der Tour führte uns auf huffreundlichen Wirtschaftswegen an weitläufigen Wiesen und Feldern entlang. Nach 2,5 Stunden hatten wir dann auch schon unseren Rastplatz erreicht, wo Frau Lehnert mit Kaffee und Kuchen auf uns wartete. An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank für den leckeren Kuchen und den stärkenden Kaffee.
Natürlich gingen auch die Pferde nicht leer aus und es wurden reichlich Leckerchen verteilt.
Als sich allerdings mein Pony Prinz auch noch auf eine Packung Prinzenrolle stürzen wollte (Es stand ja schließlich sein Name auf der Verpackung.), musste ich ihm diese dann doch gewaltsam entreißen. Verhungern musste er dennoch nicht, es stand ja genügend pferdegerechte Nahrung zur Verfügung.
Nachdem sich Pferde wie Reiter gut erholt hatten (zumindest die Reiter, die sich nicht mit einem frechen, verfressenen Pony herumschlagen mussten) ging es dann los, um auch den zweiten Tourabschnitt zu bewältigen. Hier hat uns nach einem sehr schönen Vormittag doch ein Regenguss erwischt, was zu hektischem Abknoten, Auspacken, und Anziehen des regentauglichen Equipments führte. Kurt beobachtete uns dabei müde lächelnd mit den Worten:“… hört doch eh gleich wieder auf…“, jaja, diese Greenhorns. Mit seinen 71 Jahren hat er uns doch einiges an Erfahrung voraus. Natürlich hörte es auf zu regnen, als der Letzte sich in seine Regenjacke gezwängt hatte. Zumindest hatten wir so das ganze Equipment nicht völlig umsonst mitgeschleppt.
Der zweite Tourabschnitt führte uns dann bald durch den schönen Auenwald, wo wir nicht einer Menschen- oder Pferdeseele begegneten. Neben wunderschönen Waldwegen und Natur pur, wartete auch noch ein See als kleines Abenteuer auf uns.
Alle Pferde mit ausreichendem Stockmaß, um dem Reiter nasse Füße zu ersparen, haben sich auch mutig hindurch getraut.
Weitere 2,5 Stunden und gefühlte 2,5 Mio. erschlagene Bremsen später erreichten alle müde aber glücklich die Winterberg Ranch, wo wir den Abend mit einem gemütlichen Grillen ausklingen ließen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wanderritt ein tolles Erlebnis ohne Pleiten, Pech oder Pannen war, was sicherlich unter anderem auch der guten Organisation von Silke zu verdanken war.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal im Namen aller Mitreiter für deine Organisation und die viele Mühe bedanken. Dank auch an die Winterberger, die uns so freundlich in familiärer Atmosphäre aufgenommen haben.
Annika Mannes
Juli 2009: EWU-C-Turnier Fahrenkrug
Fahrenkrug, das größte Westernturnier in Schleswig–Holstein
Am 18.+19. Juli 2009 drehte sich auf dem Reiterhof der Familie Mohr wieder alles um das Westernreiten. Über 200 Pferde–Reiterkombinationen traten bei dem EWU-C Turnier an den Start. Gestartet wurde in verschiedenen Disziplinen. Neben den Regulären Klassen wurden auch wieder Klassen für Reiter über 40 angeboten, Führzügelklassen für die ganz Kleinen, Walk –Trot für die Kinder 6-14, die noch nicht Galoppieren können und ganz neu eine Green Horse Klasse für Pferde mit keiner oder wenig Turniererfahrung.
Durch die 517 Starts, wurde am Samstag mit 2 Richtern gerichtet. Samstagabend gab es vor dem aufspielen der Country-Band Nashville noch Mannschaftswettbewerbe. Neun Mannschaften, das heißt 36 Pferd-Reiter-Kombinationen gingen an den Start und holten in den vier verschiedenen Disziplinen Western Horsemanship, Western Pleasure, Reining und Trail Punkte für ihre Mannschaft. Gewonnen hat die Mannschaft mit den 4 Haflingern der DHHA.
1. DHHA Deutsche Haflinger Horse Association
2. 4 Alina
3. Ein guter Name macht das Team auch nicht besser
4. Der Wolf und die drei Geißlein
4. Die unbekannten 4
6. Four Cowgirls
7. Fair Play
8. LAMBYS
9. Villa Kunterbunt
Folgende Reiter wurden in ihren Klassen All-Around- Champion:
LK 1A Inga Rühmann, Rio Leo N Array
LK 1B Marisa-Sophia Bartusch, Tom B Cody
LK 2A Magdalena Engelke, Abay
LK 2B Alina Ahrens, Rapunzel
LK 3A Michaela Gralher, Special Sunday Morning
LK 3B Katharina Ramm, BG`s Tyran
Bester Reiter:
LK 4A Sünne Langenbeck, Bucks No Chex
LK 4B Anna-Lena Bröer, Sharan
LK 5A Sophie Bodem, Hakim
LK 5B Inga Abel, Jasira und Melissa Volland, Cheyenne
Neben der Gastronomie, den Ausstellern und einem Indianerlager, gab es für die Kinder ein Zelt zum malen und eine Möglichkeit Gold zu waschen und es am Ende gegen Naschereien zu tauschen.
Am Sonntag Mittag gab es wieder die FreestyleReining, wo die Reiter sich selber eine K ür ausdenken und sich und das Pferd kostümieren. In fast jeder Prüfung gab es Sachpreise zu gewinnen. Ein sehr nettes Event rund um den Westernsport.
Juli 2009: Tageskurs mit Karsten Jordt in Grabau
Pünktlich um 8:30 Uhr rollte der erste Anhänger in Grabau auf den Hof. In passendem Abstand kamen dann auch die nächsten Teilnehmer und so entspannt ging es eigentlich den ganzen Tag über. Bei 4 Teilnehmern und einem Buddy Horse, für die Jungpferde, konnten wir es auch entspannt angehen lassen.
Nach einem kurzen Frühstück, das bei Nicole und mir eher schmal ausfiel aufgrund des doch kleinen Magens, trug jeder sein Anliegen vor und die Reihenfolge der Teilnehmer wurde festgelegt.
Jeder bekam von Karsten Einzelunterricht, abgestimmt auf Pferd, Reiter, Sorgen und Nöte. Zu Anfang ritt er jedes Pferd um sich ein Bild vom Leistungszustand zu machen. Das trug natürlich bei den Jungpferdebesitzerinnen zu großer Freude bei. Trotzdem wurden auch wir nicht verschont. Ob erster Trab, erster Galopp, Probleme beim Wechsel oder in der Pleasure - Jeder hatte seine Aufgabe zu erfüllen.
Nach einem leckeren Mittagessen und Katharina's vorzüglichem Kuchen als Nachtisch, ging
die Runde wieder von vorne los. Jeder ist im Anschluss mit entsprechenden Hausaufgaben entlassen worden und nach einem Entspannungsprosecco haben wir beschlossen in ca. 5 Wochen geht es weiter.
Die Anlage in Grabau bietet optimale Bedingungen für Pferd und Reiter. Die Gastpferde waren in großzügigen Boxen untergebracht und die Halle bot kühlen Schatten. Vielen Dank an meine Miteinsteller, die ihre Boxen zur Verfügung gestellt haben und auf das Reiten in der Halle verzichtet.
Birgit Hencke
Juli 2009: Kurs „Einhändige Zügelführung“ beim Western-Horse-Trainer-Team in HH-Neuenfelde!
Howdy Cowgirls und Cowboys! Ich muss Euch unbedingt eine Geschichte erzählen.
Wer von uns kennt nicht Thomas’ Vorführung mit Cody, wenn er die Trense abnimmt und mal eben schnell nen Spin oder Sliding Stopp hinlegt? Leute, warum sollten wir ihm nicht ein wenig Konkurrenz machen, hm? :-)
Als Thomas dann von einem Kurs mit dem Thema „Einhändig Reiten“ sprach, der zum Ziel haben sollte, am Ende dieses Tages ohne Zügel nur mit Halsring reiten zu können, war ich sofort begeistert. Allerdings vorstellen, das an nur einem Tag zu lernen, konnte ich mir nicht!!!
Am Sonntag (19.07.) war es dann soweit. Sechs verrückte Westernreiter, nämlich Annette, Claudia, Britta, Steffi, Thomas und Michi haben sich um 9:00 Uhr bei Fenja und Thomas zu einem super leckeren Frühstück getroffen. Vielen lieben Dank Euch beiden noch mal dafür!!! Dort gab es dann eine kleine Einführung, unter anderem mit einem Reining-Video als Demo, wie das Endergebnis eigentlich mal aussehen sollte. :-)
Dann kam die Praxis, aber natürlich nicht ohne vorher alle Details noch mal von Thomas auf Cody gezeigt und genau erklärt zu bekommen, worauf’s ankommt. Nämlich in der Balance zu sitzen, für das Pferd konsequent wie ein offenes Buch zu sein und reiten wie ein Dirigent.
Tja und da waren sie wieder, die drei Probleme, ach nee die Herausforderungen! Also ran an die Arbeit und fleißig am langen Zügel üben und immer schön konsequent sein. :-) Aber wie ihr Thomas kennt, haben seine wachsamen Augen alles gesehen und er hat uns mit ganz vielen guten Tips und Tricks geholfen das hinzubekommen.
Nach den Mittagessen beim Griechen war Bit-Kunde an der Reihe. Fazit: was böse aussieht muß nicht unbedingt böse sein, aber letzten Endes fügt jede harte Hand dem Pferd Schmerzen zu. Also immer so sanft wie möglich, aber so konsequent wie nötig. Is ja nix neues, denn das gilt ja generell fürs Reiten. :-)
Da wir das ja auch alles ausprobieren wollten, haben wir dann die verschiedene Trensen einem Praxistest unterzogen. Das war zum Teil eine ganz neue Erfahrung, die viel Feingefühl erforderte. Ich habe ein Bosal ausprobiert. Aber auch mit einer gebisslosen Zäumung kann man einem Pferd ganz schön Schmerzen zufügen.
Und dann kam der Moment, in dem wir die Trensen abgenommen und nur noch mit einem Zügel um den Hals als „Nothilfe“ geritten sind. Und wisst Ihr was, das hat bei allen total super geklappt! Ich war so begeistert, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte. Allerdings, das mit der Konkurrenz zu Thomas wird nix, daran arbeiten wir dann noch…;-)
Wir hatten jedenfalls viel Spass, Erfolg und sind um viele Erfahrungen reicher.
Michaela Wiesenbacher
Juli 2009: Bürsten, waschen, sprayen, schmieren… Halter- und Grooming-Kurs bei Detlef Wenck
Nachdem wir alle unseren leckeren Morgenkaffee genossen hatten ging es gleich los mit der Theorie über das richtige Grooming eines Pferdes. Da glaubt man gar nicht was es alles gibt: Von Puder über Hufblack und Mähnengummis bis zu verschiedenen Sprays, Schminken und Halftern in allen Farben und Formen hatte Andrea alles besorgt und erklärt.

Endlich konnten wir unsere Pferde holen und nach dem ausgiebigen Putzen alle möglichen Produkte an unseren Vierbeinern ausprobieren.
So wunderschön wie nun unsere Pferde waren, nachdem wir sämtliche Haare gebändigt, in Form und auch in Farbe gebracht hatten, durften wir nun zum Fotoshooting.
…traumhafte Bilder von Pferden, die wir kaum wieder erkannt haben!!!
Nun waren wir alle super aufgehübscht und konnten an die Halter-Arbeit gehen. Wie stelle ich denn nun eigentlich mein Pferd richtig vor? Und wie stelle ich mein Pferd um alles in der Welt richtig auf?!? Diese Themen und einige Kniffs und Tricks hat uns Detlef näher gebracht, bis alle unsere Pferde geschlossen standen, ihre Halsungen zeigten und sogar die Ohren aufmerksam spitzten als hätten sie nie etwas anderes gemacht.
s war wieder mal ein Super Kurs, von dem man eine ganze Menge mitnehmen konnte, vielen Dank an Detlef und seine Rechte Hand, ihr seid Spitze!
Stefanie Raspel

v.l.n.r: Rosa- Lee Wenck mit Freckles is mine, Julia Wrobel mit Skipsters Red Sandro, Detlef Wenck, Nancy Biesterfeldt mit Angie, Stefanie Raspel mit Kiara Lynn Sunshine, Aileen Terlinden mit Pretty Sunrise Goer.
Juli 2009: Basis-Kurs bei Amrei Groth
Nachdem sich schon ein paar der Teilnehmer am 22. März bei Amrei zu einem Bodenkurs getroffen hatten, kamen jetzt wieder acht unerschrockene Reiter mit ihren "Ponys" nach Alt-Horst (bei Mölln). Diesmal hatte Amrei zu einem Basiskurs eingeladen.
Es war ein sehr heißes Wochenende, aber alle waren hochmotiviert. Geritten wurde in zwei Gruppen zu vier Reitern.
Am Samstag haben wir grundlegende Gymnastizierungsarbeiten und Seitengänge geübt. Nachdem wir unsere Pferde versorgt hatten, ging es in Amrei`s Küche, wo Gaby schon das warme Essen zubereitet hatte. Trotz der hohen Temperaturen hatten wir doch alle gesunden Appetit. Ich war so `genudelt`, dass ich froh war erst in der zweiten Gruppe zu starten.
Nachmittags wurde dann Trab-und Galopparbeit geübt. Das sollten die Vorübungen für den nächsten Tag sein.
Am Sonntag war es anfangs noch angenehm kühl. Wir begannen mit Amrei`s Lieblingsübung: dem Kleeblatt.Nun hieß es Volten in Innen-und Außenstellung zu reiten. Erst im Schritt und dann im Trab. In der Mitte lag ein Stangenquadrat, welches die Pferde dabei auch überqueren mussten. Mein junger `Billy`stolperte darüber, sodass Amrei lachend meinte "der wird wohl kein Trailpferd".
Mittags waren die Pferde froh im kühlen frisch gestrichenen Stall zu stehen. Für uns hieß es wieder "Essen fassen". Bei Frikadellen und Kartoffelsalat wurden die Übungen nochmal durchgesprochen. Alle waren sich einig: Amrei hat die Aufgaben super erklärt - wie muss ich sitzen, wie sind die Hilfen von Beinen und Zügeln. Gerade für junge Pferde, die alles noch lernen müssen und für uns Reiter war es dadurch leicht verständlich und gut nachzuvollziehen. Dass Amrei dabei alle Übungen im Schritt für uns "vorgelaufen"ist, ist ihr an diesem heißen Tag hoch anzurechnen. Sonntagnachmittag kam die Sonne wieder hervor und wir beschlossen, nur ein kleines Stündchen noch zu arbeiten. Dieses hatte es aber auch in sich. Antraben und Angaloppieren üben in eine Stangengasse hinein. Mein junges Pferd " Billy" gab sich sehr viel Mühe. Auch wenn es nicht immer klappte, haben wir aber jedesmal mit einem Erfolgserlebnis aufgehört. Wir haben alle sehr viel gelernt und nehmen die Übungen als Hausaufgaben mit bis zum nächsten Kurs.
Vielen lieben Dank von uns allen an Amrei (es hat viel Spaß gemacht), an Gaby für das leckere Mittagessen plus Nachtisch und an Svenja, die unsere Pferde super versorgt hat.
Regina Peetz

v.l.n.r.Monika mit ihrem Hannov., Tanja auf Shogun, Tina und Minna, Gesa mit Hazzard, Inky und Socke Regina mit Billy, Doris auf Lilly, Klaus mit Svenja und knieend davor Amrei.
Juli 2009: Westernreitkurs mit Annett Lemaire auf der Reitanlage Schliecker in Emsen
Nachdem der 1. Kurs im letzten Jahr (27.09-28.09.08) von Annett so super toll und erfolgreich war, konnten wir kurzerhand einen Anschluss-Kurs auf die Beine stellen.
Bei tropischen Temperaturen fanden sich 6 hoch motivierte Reiter am Samstag um 9:00 Uhr zum Training ein.
Die erste Gruppe bestand aus 3 Reitern (Marion, Frauke & Ich) und war auf 1½ Stunden angesetzt.
Frauke war mal wieder sehr aufgeregt, obwohl ihre Stute Maggy wie gewohnt super lief. Annett knetete uns und die Hotties richtig durch und es wurden viele Biegeübungen zur Nachlässigkeit trainiert (was meine Socke auch echt immer nötig hat – puh). Wie schon beim letzten Kurs war Annett super fröhlich und nicht müde, uns und die Hotties immer wieder zu korrigieren und zu motivieren. Marion hatte während der gesamten Zeit ein großes Lächeln im Gesicht – sogar bei der Galopp-Arbeit. Die Zeit verging wie im Flug und klatschnass geschwitzt aber fröhlich verließen wir die Halle um den Hotties eine Dusche und uns kühle Getränke zu gönnen.
Tja, langsam wurde es heiß in der Halle (nicht nur, weil nun auch der einzige Kerl den Kursus bestritt… !) und schwups war die zweite Gruppe (Daniel, Jana -Tochter von Daniel- & Janine) für 1½ Stunden zum kneten an der Reihe.
Auch dieser Trupp kam fröhlich schwitzend nach getaner Arbeit aus der Halle. Janine mit ihrer Haflinger-Stute Kathinka konnte sogar schon zwei Blasen an den Fingern vorweisen (huch – handelte es sich hier etwa um einen S/M-Kursus ??).
Nun ging es zum Mittagessen nach Sieversen zum Grill-Imbiss. Fröhlich schwatzend mampften wir unser Essen und hatten dabei tiefgründige Gespräche (kleiner Themenauszug: „die orakelnde Annett und der Mars-Einfluss“, „Blasen an den Fingern – und wer weiss wo noch“ …).
Nach der 2-stündigen Pause ging es an den Einzelunterricht und Frauke musste als erste mit voll gefuttertem Bauch dran glauben (noch immer war sie sichtlich aufgeregt). Beim Einzelunterricht konnte jeder Teilnehmer seine Trainingswünsche äußern und somit vergingen auch diese Stunden wie im Flug. Trotz der jetzt sehr heißen Temperaturen waren alle hoch motiviert und mit Eifer bei der Sache. Wir alle gingen erschöpft aber mit einem grinsen aus der Halle. Bei Kaffee, Kuchen (Dank an Helga, Anja und Karin) und kalten Getränken ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Die Pferde wurden auf die Weiden entlassen und Marion fuhr Ihre Stute Josie für die Nacht nach Hause.
Der zweite Tag begann für mich wieder mit früh aufstehen, da ich die Organisation des Kurses übernommen hatte und natürlich frischen Kaffee, Brötchen (3 fielen leider den stibitzenden Hunden zum Opfer) und allerlei Leckereien und kalte Getränke bereithalten wollte – schließlich sollte den Teilnehmern und Annett ja an nichts fehlen).
Ab 9:00 Uhr begann der Einzelunterricht und auch hier machte Frauke wieder den Anfang. Lächelnd verließen alle Teilnehmer nach dem anstrengenden Training die Halle. Auch mein Pferd Socke „Mr. 2000-Volt“ war heute (im Gegensatz zum 1. Tag) sehr kooperativ und ich hatte viele AHA-Erlebnisse.
Janine verließ die Halle mit neuen Blasen an den Fingern – nun hatte sie ganze vier (!) trotz Handschuhen. Kommentar vom grinsenden Daniel: Du und Dein Pferd habt ganze Arbeit geleistet (hier kamen wieder die S/M-Praktiken ins Spiel …) ! Dabei konnte ich allerdings jetzt auch mit einer Blase am Finger mithalten (hihi).
Danach stand ein leckeres Grill-Mittagessen, organisiert von Fraukes Mann, (vielen lieben Dank Andreas -Schlachterei Blanck- ) auf dem Plan. Wieder gab es fröhliche Gespräche und Anekdoten und einige von uns genehmigten sich sogar eine Dose Prosecco (wer, wird an dieser Stelle nicht verraten).
Am Nachmittag gab es wieder Gruppenunterricht in der Konstellation von Samstag. Diesmal wurden Pattern in Horsemanship und Trail geritten und jeder wurde bei seiner Aufgabe gefilmt (vielen Dank an meinen Dad). Annett lief - sehr vorbildlich in allen Gangarten - bei mega heißen Temperaturen die Aufgaben vor. Die Horsemanship lief bei uns drei Mädels (Frauke, Marion und mir) sehr gut. Beim Trail hatten Mensch und Pferd allerdings schon Konzentrationsschwierigkeiten (lag wohl an der Hitze oder dem Prosecco) und die Hütchen wurden leider ordentlich geknautscht.
Die zweite Gruppe (Jana, Daniel und Janine) begannen mit dem Trail und alle meisterten diesen vorbildlich. Sollte dies etwa die neue Disziplin von unserem Reiner Daniel werden ? Er war ja erst sehr skeptisch was den Trail anging, aber auch hier lotste und motivierte unsere Annett ihn ganz gekonnt durch den Parcour. Danach war die Horsemanship für Jana (unsere einzige Jugendliche in diesem Kurs) und Janine an der Reihe. Auch diese Aufgabe schafften Pferd und Reiterrinnen mit Bravour (und ohne neue Blasen). Daniel – als letzter im Bunde - ritt dann eine Reinig anstatt der Horsemanship. Auch hier machte er eine gute Figur trotz des nun schon späten Nachmittags und der brüllenden Hitze in der Halle.
Zum Ende gab es noch einen netten Plausch mit Kuchen, Kaffee und massenweise kalten Getränken.
Wir alle (samt Pferde) waren erschöpft aber glücklich und hatten ein super schönes Wochenende und einen sehr lehrreichen erfolgreichen Kurs !
Zum Abschluss kann ich nur sagen: Liebe Annett, DANKE DANKE DANKE für diesen – wieder einmal - tollen Kurs ! Wir haben alle etwas dazugelernt und warten hoffnungsvoll auf den nächsten Kurs. Der Dank gilt natürlich auch Familie Schliecker, die eine ihre Reithallen zur Verfügung gestellt hatte und auch für Marions Stute ein schattiges Paddock parat hatte. Vielen Dank auch an Frauke, die mich bei der Organisation tatkräftig unterstützt hat.
Angela Stein & Socke
Die Kursteilnehmer bestanden aus 5 Einstellern vor Ort und 1 auswärtigen Teilnehmerin:
Marion Schliecker mit Josie (Quarter-Horse)
Janine Ostermeyer mit Kathinka (Haflinger)
Daniel Becker mit Alida (Quarter-Horse)
Jana Becker mit Boy (Quarter-Horse)
Frauke Blanck mit Maggy (Paint-Horse)
Angela Stein mit Socke (Paint-Horse)
Juni 2009: EWU-C-Turnier Grabau
2. EWU C-Turnier Grabau – was für ein tolles Wochenende!
Monatelange Vorbereitungen und unzählige Festausschusssitzungen waren nötig, um ein
Turnier dieser Größenordnung und dieser Klasse (der Anspruch an uns selbst ist/war hoch!)
auf die Beine zu stellen und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. In der Woche vor
dem Turnier haben zahlreiche Helfer bis spät in die Nacht gearbeitet, damit Teilnehmer,
Richter und Zuschauer optimale Bedingungen vorfinden. Und das Ganze unter
Berücksichtigung von eventuell noch kommenden schlecht bis gar nicht zu kalkulierenden
besonderen Ereignissen. Erster Knackpunkt war schon im Vorwege die hohe Starterzahl. Wir
haben erst noch überlegt, ob wir versuchen, einen 2. Richter zu bekommen. Doch so
kurzfristig war das nicht möglich, daher war es unumgänglich, dass am Sonntag die erste
Prüfung schon um 7 Uhr beginnen musste und an beiden Tagen die Prüfungen erst gegen 19
Uhr enden sollten. Die Erstellung des Zeitplans hat mich das ein oder andere graue Haar
gekostet. Meine größte Sorge war: kann er eingehalten werden?
Mit viel Stolz können wir vermelden: es ist uns super gelungen! Dieses Turnier war noch um
Längen besser als das im letzten Jahr:
173 Starter in 55 Prüfungen - fast 500 Starts -, mehr als 1500 Zuschauern an 2 Tagen, ca. 40
Helfer, die teilweise rund um die Uhr im Einsatz waren, sowie Richterin Antje Holtappel, die
in erster Linie die herausragende Leistung der Doormen/-women und des Parcoursdienstes
hervorhob, Ringstewardess Ina Dransfeld und Sprecher Stefan Janssen waren hochzufrieden.
Selbst der Wettergott spielte mit: bis auf wenigekurzweilige, aber kräftige Schauer hatten wir
Sonnenschein und blauen Himmel.
Ich kann nur sagen: die Meldestelle „brannte“ teilweise, aber meine beiden Mädels Biggi
(„Herrin“ der knapp 250 Schleifen und 65 Pokale) und Caro („Zustell- und Abholservice“)
behielten mit mir zusammen jederzeit den Überblick, besonders als es um das Austeilen der
Sachpreise im Wert von über 3000,- € ging. Auch hier können wir mit Stolz sagen, dass in
JEDER Prüfung mindestens die ersten 3 Plätze, meistens auch die weiteren, wertvolle
Sachpreise bekamen. Das ist hier in Schleswig-Holstein schon einzigartig!
Highlight der Prüfungen war wie im letzten Jahr das Barrel Race am Samstagabend sowie die
offen gerichtete Western Pleasure, die vor absolut vollbesetzten Zuschauerrängen und
strahlendem Sonnenschein am Sonntagnachmittag stattfand. Antje gab sich in den
Erklärungen für die Zuschauer sehr viel Mühe und auch viele Teilnehmer konnten noch das
ein oder andere dazulernen.
Neu in diesem Jahr war ein weiterer Abreiteplatz, der sehr gut bereitbar war und sich damit
bewährt hat. Außerdem haben wir erstmals den Grillstand „abgegeben“. Der Koch Jörg
Rehders nutzte diese Möglichkeit, ein Original American Barbeque anzubieten: T-Bone-Steaks, Rumpsteaks, 8 verschiedene Salate, Kartoffeln, Sour Creme aber auch als Ergänzung
die klassischen Pommes: das Essen war spitze! Auch spitze war die neugegründete„Arbeitsgemeinschaft“ um Berith, die für Frühstück und Kuchenbüffet zuständig war.
Aprospos Frühstück: wo gibt es denn noch so was: Negerkuß im Brötchen! Das hab ich
zuletzt in meiner Schulzeit gegessen! Offensichtlich erinnerten sich auch andere an den
berühmten Gang in den Schulpausen zum Bäcker: die Nachfrage nach Negerkußbrötchen war
riesig. Aber auch die selbstgemachten Fladenbrote in 3 Variationen, die liebevoll belegten
Brötchenhälften, die oberleckeren Waffeln und das Tortenbüffet zur Kaffeezeit fanden
reißenden Absatz.
Noch am Vortag des Turniers erhielt ich Anfragen von Ausstellern, die unbedingt zu unserem
Turnier kommen wollten. So vielseitig war das Angebot zum Gucken noch nie: Holzarbeiten,
Westernreitsportzubehör, Hundefutter, Bestickungsservice, hand-gearbeitete Gürtel und
Schnallen, eine Tierheilpraktikerin war vor Ort, doch das Highlight war eindeutig Jenny mit
ihrem handgefertigten Glasschmuck. Sie dekoriert z.B. Mähnenhaar in einem kleinen
Glaskugelanhänger. Im nächsten Jahr wird sie uns vielleicht direkt vor Ort zeigen, wie sie
diese Schmuckstücke herstellt.Außerdem wird es dann evtl. ein Schauschmieden unseres
Hufschmiedes geben.
Vielen, vielen Dank an alle Helfer (ich möchte keinen herausstellen, denn ALLE haben einen
klasse Job gemacht!), an alle Sponsoren (ohne diese tollen Sachpreise wäre unser Turnier nur
halb so attraktiv) und an alle Teilnehmer, die immer tolerant und flexibel waren, wenn es
denn doch mal nicht so lief. Wie besonders Samstag um Mitternacht, als auf dem Sportplatz
direkt neben unserem Betrieb ein großes Feuerwerk gezündet wurde. Die dort feiernde
Geburtstagsgesellschaft hatte sich leider überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, dass
Pferde Fluchtiere sind und leicht in Panik geraten können. Obwohl Henning sofort vor Ort
war, ließ sich das Feuerwerk nicht mehr stoppen. Zum Glück waren alle 100 Gastpferde
weiter weg untergebracht, so dass „nur“ unsere Wallachgruppe in Aufruhr geriet.
In diesem Sinne: nach dem Turnier ist vor dem Turnier! Auch diesmal wird es eine große
Nachbesprechung geben, um den Ablauf noch mehr zu optimieren und damit wir alle auch im
nächsten Jahr sagen können: das war spitze!
stellvertretend für das Team des Pferdehof Ramm:
Iris Ramm 23.06.2009
Juni 2009: Pleasurekurs mit Matteo Sala
Am 6. – 7. Juni war Matteo Sala (www.matteo-sala.com) zu Gast bei Andrea Angeli auf Hof Rützenhagen, wo er den angekündigten Pleasure-Kurs mit internationalen Teilnehmern durchführte.
Zuerst haben die Teilnehmer ihre Pferde in allen Gangarten vorgestellt und Ihre Wünsche und Probleme geäußert. Matteo Sala gab jedem Einzelnen entsprechende Anweisungen und hat diese dann genau verfolgt. Zwischendrin gab es auch gemeinsame Übungen, um auftretende Problem noch besser zu beseitigen und um voneinander zu lernen. Eine Verbesserung war schon nach kurzer Zeit bei allen Teilnehmern sichtbar.
Am Ende des Kurses sind dann alle müde aber sehr zufrieden und mit viel neuem Wissen wieder nach Hause gefahren.
Da dieser Kurs sehr großen Zuspruch fand und nicht alle Interessierten teilnehmen konnten, wird es voraussichtlich noch in diesem Jahr einen 2. Termin geben, nähere Infos in Kürze unter: www.andrea-angeli.com
EWU-AQ- und C-Turnier Negernbötel Mai 2009
190 Reiter aus sechs Bundesländern traten beim Westernreitturnier in Negernbötel an. Ihr großes Ziel war die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. 67 Prüfungen mussten abgelegt werden.
Die jungen Reiter zeigten schon in der Walk-Trot Klasse ihr Potenzial. Der anderen Reiter, aufgeteilt in fünf Leistungsklassen, sogar bis zum Alter von 65 Jahren, aus Norddeutschland wollten sich vom 15.-17. Mai für die Deutsche Meisterschaft der Ersten Westernreiter Union (EWU) auf dem Hof Rützenhagen qualifizieren.
Mit 2 Richterinnen wurden die Reiter auf zwei Plätzen / Hallen gerichtet. Die Qualifikationsklassen fanden überwiegend am Sonntag statt .Susanne Haug , Richterobfrau der EWU nahm hier die Prüfungen ab.
Die einzelnen Disziplinen haben Bezeichnungen wie „Showmanship at Halter", „Trail ", „Western Pleasure", „ Reining”,” Superhorse”,“ Western Riding“ oder „Western-Horsemanship" und beinhalten festgelegte Reitfiguren, die auf Englisch angesagt wurden. Fliegende Galoppwechsel wurden hierbei ebenso gefordert wie Geschicklichkeitsprüfungen, die ein Westernpferd beim Ritt durch das Gelände oder beim Treiben großer Rinderherden nun mal beherrschen muss.
„Es waren die höchsten Leistungsklassen vorhanden. Das Niveau ist sehr hoch", erklärte Annett Lemaire, Kaderchefin des Landesverbandes. Sie lobte die Anlage des Hofes Rützenhagen, der bereits das 2. Mal Austragungsort des Qualifikationsturniers war. „Für ein A/Q-Turnier sind hier ideale Bedingungen für Pferde und Reiter", sagte die Kaderchefin.
All-Around-Champion wird der Reiter, der mit ein und demselben Pferd in mehr als drei Disziplinen die meisten Punkte erritten hat.
Folgende Reiter wurden All -Around-Champion in ihren Leistungsklassen (A: Erwachsene, B: Jugendliche):
LK 1A Nili Siebler mit Zippa Flash
LK 1B Katharina Dahm, Midnight Serenade
LK 2A Christiane Mönnich-Rönck, Lisa Superstar Bar
LK 2B Wencke Rohwedder mit No one else
LK 3A Henrike-Fee Kleine CL Skip Like Trance
LK 3B Hauke Themer mit Loubega
Für die Besucher gab es auch eine Menge an Ausstellern rund um das Equipment für das Westernreiten, Lederpflege, Bestickservice und Gastronomie.
Pressewartin Regina Jentsch
März 2009: Erste Tauschbörse für Showbekleidung fand großen Anklang
Die Trainergemeinschaft Storman, bestehend aus: Claudia Gutschmidt, Birgit Rickers und Susanne Teegen hatten erstmalig die Idee, gebrauchtes und neues Show Outfit in einer Tauschbörse anzubieten.
So trafen sich am 22. März 2009 in Elmenhorst ca. 50 interessierte Westernreiter im Reiterstübchen der Reitanlage Arndt. Das Angebot reichte vom Cowboyhut, Hutkoffer, Blusen, Blazer, Slinkys, Kopfstücke, Gebisse, Chaps, Stiefel, Showblankets bis zur Gürtelschnalle. Zahlreiche Teile fanden neue Besitzer.
Als Standgebühr wurde ein Kuchen gebacken, den es nachher mit Kaffee und anderen Getränken als Angebot gab.
Die Westernreiter hatten so auch viel Gelegenheit sich untereinander auszutauschen und der kommenden Turniersaison entgegen zu fiebern.
Auch im kommenden Jahr ist eine Tauschbörse geplant, die voraussichtlich in Fahrenkrug stattfinden wird.
Februar 2009: Gesponserter EWU-Kurs Turniervorbereitung bei Britta Kühl-Bohnee
Wir haben uns am 28.02. auf dem Hof Wüstenkate in Kaltenkirchen
um 10 Uhr getroffen und wurden sehr lieb und hilfsbereit
aufgenommen. Die Pferde, die mitgebracht wurden, wurden in die
jeweiligen Boxen gebracht. Danach hatten wir einige Minuten Zeit um
uns den Hof anzuschauen und unsere Sachen zu verstauen.
Als alle fertig waren, gingen wir in das vorgewärmte Stübchen wo uns
sämtliche Getränke zur Verfügung standen. Wir begannen mit einem
kleinen Teil Theorie wo Britta uns erklärt hatte, worauf in den
einzelnen Prüfungen speziell geachtet wird. Nach der Theorie gingen
wir zu den Pferden und Britta zeigte uns, was alles in einem
Turnierputzkasten vorhanden sein sollte.
Nun gingen wir mit den Pferden in die Halle. Dort wärmten wir uns
kurz für die Showmanship auf und danach gingen wir in die einzelnen
Details der Prüfung. Nachdem wir die Showmanship mit den tollen
Tipps vollendet haben, bekamen wir ein sehr gut gelungenes
Mittagessen von Brittas Mann ! GROßES LOB! : )
Als wir unser Essen verdaut hatten, sattelten wir die Pferde und ritten
sie für den Trail warm. In der Zeit bauten Britta, unsere Eltern und
Helfer die Trail-Pattern auf. Britta ging auf die einzelnen Probleme
ein und meisterte sie mit guten Tipps und Tricks. Jeder beschäftigte
sich mit den einzelnen Hindernissen und fand seine kleinen Probleme.
Nachdem Britta auf alle einging, ritten wir mehrere Pattern. Als es uns
allen gelungen war, sattelten wir unsere Pferde ab und
verabschiedeten uns für diesen Tag.
Tag 2
Als wir uns alle erholt hatten, ging es am nächsten Morgen schon um
9 Uhr los. Wir begrüßten unsere Pferde, die gut versorgt wurden
waren, putzten und sattelten sie. Wir gingen in die Halle und ritten die
Pferde warm, während Britta, unsere Eltern und Helfer noch einmal
einen Trail aufbauten. Bevor wir anfingen, durfte jeder noch mal die
Hindernisse üben, die ihm am Tag zuvor Schwierigkeiten bereitet
haben. Britta dachte sich noch einige Pattern aus, die bewältigen
sollten. Nachdem wir die Disziplin Trail beendet hatten, bauten die
Helfer den Pacour ab. Nun begannen wir mit den einzelnen Details der
Pleasure wie z.B. das korrekte Einreiten in die Arena und das
Warmreiten. Als wir mit den einzelnen Details fertig waren, hatten
sich die Pferde als auch die Reiter eine kleine Mittagspause verdient
wo uns zum zweiten Mal ein sehr leckeres Essen zur Verfügung stand.
Während wir eine kleine Wiederholung der Theorie machten, hörten
unsere Eltern gespannt zu.
Nachdem sich die Pferde ein wenig erholt hatten, gingen wir wieder
zu den Pferden und sattelten sie ein letztes Mal.
Als wir in der Halle waren zeigte uns Britta wie wir unsere Pferde am
besten dehnen und biegen können. Als jedes Pferd durchlässig war,
begannen wir mit der eigentlichen Pleasure. Sie zeigte uns wie man
eine Pleasure am besten meistert. Als wir die Pleasure erfolgreich
abgeschlossen hatten, begannen wir mit der Disziplin Horsemanship.
Britta stellte dafür ein paar Pylonen auf und wir begannen mit der
ersten Aufgabe die noch ziemlich easy war, doch das Training zahlte
sich aus, denn am Schluss meisterten wir alle eine LK2 Prüfung, das
uns sehr gefreut hatte.
Unsere Pferde waren dann auch schon ziemlich müde, doch sie
mussten noch einmal stramm stehen und nett gucken für ein
Gruppenfoto. Dann machten wir sie für den Transport fertig, gaben
Britta noch ein positives Feetback und verabschiedeten uns. Dies war
ein sehr nettes und lehrreiches Wochenende. Wir bedankten uns
besonders bei Britta, ihrem Mann und an der guten Pferdeverpflegung.
Unsere Pferde haben sich sehr wohl gefühlt. !!!!!Großes Lob!!!!!
Vielen Dank an die EWU, die diesen Kurs bezuschusst hat.
Bericht von Denise Jöhnk und Natascha Fink
Februar 2009: EWU Jahreshauptversammlung 2009
Der Landesverband HH-Schleswig Holstein hatte am 6.Februar 2009 in Bönningstedt zu seiner JHV eingeladen. Es kamen 54 Mitglieder und 11 Gäste, um den Vorstand neu zu wählen.
Nach den Tätigkeitsberichten der verschiedenen Vorstandsmitgliederstanden nun die Wahlen an.
Bestätigt in ihren Posten wurden:
Peter Raabe als 1. Vorsitzender
Neu besetzt wurden folgende Posten:
Turnierwart ist der 26jährige Michael Schiewe, der sich durch seine beruflichen Erfahrungen in der Organisation, Statistik und Auswertung von Daten sehr gut auskennt und schon einige Zeit hinter den Kulissen Erfahrungen bei uns im Landesverband als Helfer auf den Turnieren und Messen sammeln konnte.
Breitensportwartin ist Britta Peters, die jahrelang als Turnierwartin im Vorstand tätig war.
Pressewartin ist Regina Jentsch, ehemals Breitensportwartin.
Taina Doert hat das Amt als Kaderchefin abgegeben und Peter Raabe bedankt sich nochmals für die geleistete Arbeit im Vorstand. Als Dank erhält sie ein Painted Pony, das von Peter Raabe überreicht wurde.
Neue Kaderchefin ist Annett Lemaire, sie ist seit 6 Jahren Trainerin B und reitet seit vielen Jahren erfolgreich im Turniersport unter anderem als Kaderreiterin auf der German Open.
Martin Woller ist auch weiterhin unserer Internet-Beauftragter. Er weist darauf hin, dass er nur für die Technik zuständig ist und die Artikel aus Reihen der Mitglieder kommen müssen.
Alle wurden einstimmig gewählt.
Folgende Turniertermine stehen hier im Norden fest:
9./10. Mai Boklund C
15.-17. Mai Negernbötel AQ/C
20./21. Juni GrabauC
18/.19. Juli Fahrenkrug C
15./16. August Bad Segeberg C
21-23. August Landesmeisterschaft/C Höckel
29./30. August DahlenburgC
5./6. September Norderstedt C
Folgende Anträge an die Delegiertenversammlung, die Ende März in Mannheim stattfindet, wurden formuliert:
1. Antrag: Termin und Ort für die German Open müssen im Dezember des Vorjahres feststehen.
Einstimmig von den Anwesenden angenommen.
2. Antrag: German Open sollte nicht rotierend von den Landesverbänden ausgerichtet werden.
Einstimmig von den Anwesenden angenommen.
3. Antrag: Der Länderrat soll ein Gremium wählen, z.B. aus Turnierreitern,Trainern usw. außerhalb des Bundesvorstandes, welches die Organisation und Durchführung der German Open erarbeitet.
Einstimmig von den Anwesenden angenommen.
4. Antrag: Das neue Jungpferde-Förderungsprogamm soll mit sofortiger Wirkung wieder abgeschafft werden. Weil die EWU ein rasseoffener Reitsportverband ist und es Pferde- bzw. Ponyrassen gibt, die diskriminiert wären, weil sie in dem Alter noch nicht mithalten können, wegen langsamerer, körperlicher Entwicklung.
Bereits eingezahlte Beträge sind zurückzuerstatten.
Einstimmig von den Anwesenden angenommen.
5. Antrag: 3-jährige Pferde sollen wieder für EWU-Turniere zugelassen werden. Unter besonderen Bedingungen, wie z.B. keine Showpoints in Reitklassen anderer Verbände, max. 3 Prüfungen pro Tag und begrenzte Turnierzahl im Jahr, nur 3-jährige unter sich, nur obere Leistungsklassen.
Abstimmung: Dagegen: 16, Enthaltungen: 16, Dafür: 20
Antrag angenommen.
6. Antrag: Wenn weiterhin keine 3-jährigen Pferde auf EWU Turnieren vorgestellt werden dürfen, dürfen Reiter/innen der Leistungsklassen 4 und 5 nur Pferde vorstellen, die mindestens 5-jährig und älter sind.
Abstimmung: Dafür: 10, Enthaltungen: 28, Dagegen: 16
Antrag abgelehnt.
Die Weihnachtsfeier findet dieses Jahr am 19. Dezember wieder in Oering statt.
Um 23 Uhr wurde die Versammlung geschlossen.
Regina Jentsch
Januar 2009: Basiskurs bei Britta Kühl-Bohnee auf dem Hof “Wüstenkate“
Am letzten Januarwochenende habe ich mit meiner 5 jährigen Quarterhorse Stute zum ersten Mal an einem Reitkurs teilgenommen.
Der Kurs war gut organisiert und die Inhalte des Kurses waren klar strukturiert. Wir begannen
mit einfachen Übungen zur Schulterkontrolle und Britta erkannte mit geschultem Blick, wo es
gut klappte und wo es haperte. In der Mittagspause einigten wir uns darauf den Kurs zu teilen,
so daß wir in zwei Gruppen reiten konnten. Das leckere Mittagessen und die kleinen „theoretischen Bissen“ die danach gereicht wurden, machten neugierig auf den Nachmittag.
Aufbauende Elemente zur Schulterkontrolle forderten alles von Reiter und Pferd. Danach gab
es für die Pferde den wohl verdienten Feierabend. Die Unterbringung der Vierbeiner war sehr
liebevoll und gut organisiert.
Am Sonntag Morgen vertrieb Britta uns den Muskelkater mit
etwas Gymnastik auf dem Pferd. Es tat gut sich zu lockern und wieder entspannt an die Arbeit
gehen zu können. Sie vermittelte uns Übungen zur Hinterhandkontrolle. Nach dem
Mittagessen ging es an das Travers und in den Kontergalopp. Meine Stute hatte noch viele
Schwierigkeiten mit dem Galopp und so bekamen wir von Britta eine andere Aufgabe, die zur
Vorbereitung für die korrekte Galopphilfe diente.
Mir hat der Kurs sehr geholfen, die richtigen Hilfen gezielt und dosiert einzusetzen. Auch die
unterschiedlichen Ausbildungsstände von Pferd und Reiter wurden berücksichtigt und gut
aufgefangen, so daß alle mit viel Motivation zur Weiterarbeit nach Hause gefahren sind. Für
meine Stute und mich war es ein sehr erfolgreicher Kurs und ich hoffe, daß es auch allen
anderen Teilnehmerinnen gefallen hat.
Angelina Kreter (HH)