Juni 2010: Teilnehmerbericht vom C Turnier in Grabau von Kirsten Krüger
Schland, o Schland & Gewitter
Selbst der hundertjährige Kalender hatte vor dem Wochenende vor Reif und Frost gewarnt, die aktuellen Wetterberichte munkelten etwas von Gewitter und Sturmböen. Doch durch solch vage Vermutungen lassen sich die positiv denkenden Turnierreiter zum Glück von nichts abhalten.
Am Freitag ging es los gen Grabau, wir hatten gegen Mittag die Ponies auf den Anhänger gepackt und kamen bei Sonnenschein an. Die Anlage sah - wie immer – TipTop aus, die Plätze waren schon perfekt abgezogen und die Boxen waren sofort einzugsbereit und einladend eingestreut. Und was ein echtes Pony, fühlt sich hier schließlich sofort (zumindest solange es etwas zu fressen gibt) Zuhause.
Während weitere bekannte Gesichter eintrudelten und wir die Zeit zum ersten Reiten nutzen, hatte die Meldestelle schon gut zu tun. Ich muss jedoch sagen, daß ich das Gefühl habe, daß sich jedes Jahr wieder etwas in Grabau steigert. Und seien es in manchen Augen nur Kleinigkeiten, aber man merkt einfach, daß die Liebe im Detail steckt (was trotzdem jede Menge Arbeit erfordert). So bekam z.B. dieses Jahr jeder einen Hufkratzer von der Ramm-Ranch bzw. Western Enterprise – Tolle Idee, danke!
Am Freitag abend standen dann die Rinderklassen auf dem Programm oder auch – jede Menge Spaß, nicht nur für die Teilnehmer. Es kam eine beachtliche Anzahl an Team Penning- und Cutting- Reitern zusammen. Während ich selbst jedoch zuschaute und mich ärgerte. Warum hatte ich bloß nicht auch genannt?! So manches Rind hinterließ schließlich auch noch einen bleibenden Eindruck, nicht nur bei den Teilnehmern, sondern auch z.B. an der Bande..
Nächstes Mal weiß ich das definitiv besser. Denn es wird sicherlich ein nächstes Jahr in Grabau geben. Für mich – und wie ich immer wieder von anderen höre – ist Grabau eines dieser besonderen Turniere auf einer tollen Anlage mit einer Spitzen-Atmosphäre. Und auch diejenigen, die noch nicht in Grabau waren, sind neben den beiden genannten Punkten auch gerade davon angetan, daß überall Helfer sind, die nicht nur jederzeit bereit stehen sondern auch noch herausragend fröhlich bei der Sache sind – ein dickes Lob hiermit an das gesamte Helferteam.
Am Samstag (wie auch am Sonntag) begann der Morgen früh, sicherlich für die Teilnehmer, aber noch sicherer für die Helfer. Der Samstag war windig und nachdem die größte Klasse (Lk3A) den Trail geschafft hatte, bekamen wir doch noch eine morgendliche Dusche während der Siegerehrung. Danach hatten wir allerdings erstmal Ruhe, auch wenn sich hier und da noch ein kleiner Schauer blicken ließ, blieben wir vor dem angekündigten Regen und dem Unwetter verschont – wenn Engel eben reiten.
Vor allem sollte erwähnt werden, daß alle maßgeblich und aktiv am guten Wetter mitarbeiteten, wir hatten ja auch jeden Grund dazu. Nicht nur der ausladende Western-Barbeque Grill, der neben dem herausragenden Angebot einfach sehr leckere Sachen anzubieten hatte, sondern natürlich auch das oft gerühmte Kuchen-Buffet. So mussten wir uns erst eines der begehrten Kuchen-Stücke sichern (die besten sind schnell weg!), um dann noch beim Grill etwas einzusammeln und uns danach zu überlegen, ob nicht doch noch Platz für ein weiteres Stück Kuchen sei...oder doch eine frische (unglaublich lecker-lockere) Waffel? Zum Glück läuft oder reitet man sich die meisten Kalorien auf einem Turnier wieder schnell ab.
Oder man nutzte den Verdauungsspaziergang für einen Bummel durch die Stände. Auch dieses Jahr waren vielfältige Angebote zu sehen wie selten auf einem anderen Turnier, von Zubehör und Sätteln (Western Enterprise) über Maßsättel (Sattlerei Gieseke), handgefertigten Lederwaren (Stefan Breywisch) und den inzwischen bekannt-/begehrten Holzarbeiten von Dettmer Deko hin zu Schmuck und sogar einem Anhängerhersteller (Böckmann).
Zu den Partynächten in Grabau braucht man eigentlich nicht viel sagen (wer dabei war – weiß bescheid. Wer nicht dabei war – selbst schuld ;-). Nur, daß immer viel zu wenig Zeit dafür ist, da der Morgen immer sehr früh beginnt und auch am Sonntag gleich um 7.00 Uhr wieder eine Showmanship auf dem Programm stand.
Und irgendwann ist immer das erste Mal, aber auch hier zeigt sich, wie freundschaftlich und toll die Atmosphäre ist. Wer seine Nummer vergessen hat, ist raus. Dachte ich. Zum Glück war laut Zeitplan genau eine Minute Zeit, die Richterin super-tolerant, die Ansage lautete nur – „Lauf!“. Das Pony wurde kurzerhand jemandem in die Hand gedrückt, im Sprint war die Nummer an der richtigen Stelle, die Helfer wiesen grinsend den Weg. Danke & dickes Sorry an dieser Stelle an die Mitstreiter, diese Lektion ist noch nie vorgekommen, war erstrecht nicht beabsichtigt, ist dafür jetzt aber definitiv gelernt ;-)
Das wichtigste am Schluss – es hat Spaß gemacht. Und das auch gerade wegen des Richterteams. Auf Turnieren ist es oftmals schwierig für Teilnehmer nachzuvollziehen, wie bewertet wird oder wie man etwas besser machen kann. Doch nicht hier – Andrea Scheper hat Spaß an ihrem Job, das sieht und vor allem merkt man, da sie jederzeit ein offenes Ohr hat, Fragen gerne beantwortet und von sich aus nach jedem Ritt noch kleine Tipps gibt. Und ganz nebenbei schafft sie es auch noch jedem Teilnehmer ein positives Gefühl und eine große Portion Motivation mit auf den Weg zu geben und trotzdem klar, fair und nachvollziehbar für alle zu richten. Danke an Andrea Scheper und ihre Tochter!
Aber zurück zur Überschrift – was war denn nun mit „Schland o Schland“ und dem Gewitter? Kein Gewitter weit und breit, Petrus sei dank. Und auch wenn es tatsächlich sehr frostig war, so ließen wir uns die überragend gute Laune davon nicht vermiesen. Und ‘Schland? Auch wenn sie am Freitag gespielt haben (und auch wenn nicht so besonders gut), so war unsere Aufmerksamkeit ganz woanders, denn wir hatten Abseits des Fußballrummels ganz einfach ein tolles Wochenende.
Danke!
Sagt Kirsten Krüger
Juni 2010: Luhmühlen oder: Ein sehr vielseitiges Turnier
Vom 11. bis zum 13.06.2010 fand, nach einer Pause von immerhin 10 Jahren, wieder ein Turnier im Ausbildungszentrum Lühmühlen statt. 160 Pferd-Reiter Kombinationen aus 3 Landesverbänden traten in diesem AQ & C Turnier an, um neben Schleifen und Pokalen auch Qualifikationen für die German Open zu erreiten.
Aus meiner Sicht war es ein Turnier, dass unter dem Motto: „Noch ist nicht alles perfekt, aber das Potential ist klar ersichtlich“ stand.
Bereits am Donnerstag reisten die ersten Teilnehmer und natürlich der harte Kern des Organisationsteams nach Luhmühlen und nahmen die Anlage in Augenschein. Viel war im Vorfeld über die „Baustelle Luhmühlen“ gesprochen und diskutiert worden, endlich war der Zeitpunkt gekommen um Klarheit zu schaffen.
Bei der Einfahrt auf das Gelände des Ausbildungszentrums sah ich als erstes eine kleine Reithalle mit angrenzendem Stallgebäude. Als nächstes erblickte ich eine zur Hälfte abgerissene Reithalle die von einem Bauzaun umgeben war. Nur der Anhänger unseres lieben Pucki, sowie die anderen Verkaufswagen deckten den Blick ein wenig ab. Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße, standen auf einer großen Koppel schon die ersten Paddocks, Zelte, Wohnmobile und natürlich Pferde, die sich das Luhmühlener Gras schmecken ließen.
Der Beschilderung in Richtung Meldesetelle folgend, kam ich in Rosis Paradise. Neben der Meldestelle gab es hier eine Bar, einen Verkaufsstand der EWU, einen Verpflegungsraum für die fleißigen Helfer, den Richter, die Ringstewardess und natürlich eine Menge Tische und Stühle die einen perfekten Blick über die 25m x 65 m Reithalle mit Tribüne für 400 Zuschauer ermöglichten. Neben der Reithalle befand sich die 2. Baustelle. Hier konnte man lesen und auch sehen, dass eine Menge geplant ist. Neben Modernisierungen an den vorhandenen Gebäuden, Neubau von Stallgebäuden und Seminarräumen soll eine 30m x 60m Halle mit einem, für Reining geeigneten Boden sowie eine 16m x 32m Halle entstehen.
Nach einer recht kurzen Nacht, begannen am Freitag um 8 Uhr die Prüfungen. Diesmal wurden wir allerdings nicht durch den berühmten Weckruf von Laberbärchen Stefan in den Tag geführt, sondern durch das ohrenbetäubende hämmern eines Baggers mit Presslufthammer begrüßt. Noch bevor irgendjemand von uns wirklich reagieren konnte, war auch schon der Anlagenbetreiber vor Ort und ordnete an, die Bauarbeiten für die Dauer des Turniers auf geräuschlose Arbeiten zu beschränken. So kam es, dass die ersten Zuschauer bei den Prüfungen am Freitag ein paar ziemlich interessierte Bauarbeiter waren.
Bei Sonneschein fanden alle Prüfungen, mit Ausnahme der Reining, in der Reithalle statt. Der Boden der Reithalle besteht aus einem Sand-Vlies-Gemisch welches eine Reining unmöglich macht. Daher hieß es für die Reining ab nach draußen zu den Reitplätzen.
Dank des Richters Rolf Diekwisch, der Ringstewardess Regina Jentsch und des gesamten Helferteams konnte der gesamte Zeitplan das ganze Wochenende beinahe minutiös eingehalten werden. An dieser Stelle geht mein spezieller Dank an Martin Otremba, der nicht auf den Fahrer des Treckers warten wollte, sondern sich frei nach dem Motto „Cowboys do it better“ auf den Trecker schwang und den Platz für die Reining abzog.
An diesem Wochenende gab es die Möglichkeit viele schöne Ritte zu sehen. Ich hatte die Möglichkeit viele Schleifen und Pokale an die glücklichen Platzierten zu verteilen.
Mein persönliches Highlight an diesem Wochenende war die Qualifikationsklasse Senior Reining von Felix Taubenheim auf A General. Allen Kommentaren über die Qualität und Reitbarkeit des Außenplatzes zum Trotz, zeigte Felix eine Reining die allen zeigte, wie reitbar dieser Boden ist. Ein Score von 73 die blaue Schleife sowie ein Pokal waren sie Belohnung für diesen Ritt.
Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr, wenn die neuen Hallen und Plätze fertig gestellt sind. Ich hoffe, dass wir im Jahr 2011 ein weiteres Turnier im Ausbildungszentrum Lühmühlen veranstalten werden. Egal ob es nun ein C, B, AQ oder gar eine GO sein sollte.
Eurer Turnierwart
Michael Schiewe
Hier noch ein paar Eindrücke aus dem Winsener-Anzeiger. Leider wurden die Disziplinen ein wenig vertauscht!
Westernreiter erobern das AZL
wa Luhmühlen.
Loubega war nicht ganz bei der Sache. Deshalb musste sich Hauke Christoph Themer in der Trail-Prüfung mit dem vierten Platz begnügen. „Bei Pferden kann man halt nie planen, das ist von der Tagesform abhängig“, nahm der Pönitzer es sportlich und blickte zuversichtlich auf die folgenden Prüfungen. Immerhin war das Westernriding nur eine von insgesamt 62 Prüfungen, die jetzt im Ausbildungszentrum Luhmühlen (AZL) im Rahmen eines großen Turniers im Westernreiten absolviert wurden.
Die Erste Westernreiter Union (EWU) Hamburg-Schleswig-Holstein hatte zu einem Turnier der Klassen A/Q und C eingeladen. Es war das dritte Mal, dass die EWU Hamburg-Schleswig-Holstein zu einem Turnier nach Luhmühlen eingeladen hatte. 1998 und 1999 fanden in Luhmühlen bereits die Landesmeisterschaften statt. Wo sonst die Vielseitigkeit zuhause ist, stellten sich diesmal insgesamt 169 Westernreiter aus fünf verschiedenen Bundesländern dem Urteil von Richter Rolf Diekwisch. Neben einer Demonstration der breiten Vielfalt an Westernreitdisziplinen, die sich auch in Deutschland einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreuen, hatten die Starter der Leistungsklassen eins und zwei die Gelegenheit, erforderliche Qualifikationspunkte für die Deutsche Meisterschaft zu erwerben.
„Das Tor muss eng durchritten werden, da sonst die Kühe weg sind“, erklärt Turnierwart Michael Schiewe zur Disziplin Trail. Der Trail ähnelt dem Geländeritt der Cowboys. Dabei wird auf einem Hindernisparcours die Arbeit der Cowboys simuliert. „Ähnliche Anforderungen also wie im offenen Gelände“, so Schiewe weiter. Das Westernreiten hat seine Wurzeln in der Arbeit der Cowboys und wird heute als Turniersport europaweit durchgeführt. Das Reining soll demnächst olympische Disziplin werden. „Es ist die Dressur im Westernsport und wird ausschließlich im Galopp durchgeführt“, erläutert der Turnierwart. Besonders beeindruckend seien sogenannte Spins, die Drehungen auf der Hinterhand im Kreis.
Bei der Horsemanship-Prüfung galt es zwischen Pylonen im Abstand von zehn Metern jeweils einen Galoppwechsel zu schaffen. Mit der Startnummer 135 siegte Christin Hansen aus Lathendorf. Auch dabei mit der Startnummer 13: Katharina Dahm und ihre zwölfjährige Painthorse-Stute Midnight Serenade aus Holm-Seppensen. In verschiedenen Disziplinen wurden sie 2009 deutsche Meister, zwei Mal Vizemeister und sind zweifache Landesmeister. Diesmal lief es trotz der Startnummer 13 für die beiden nicht ganz rund. Beim Trail am Morgen erreichten sie den dritten Platz. „Das war okay, aber wir können es besser“, motivierte Dahm ihr Pferd.
Doch nicht nur beim Zuschauen bekamen die Besucher eine Menge geboten. Zahlreiche Aussteller in und um die Kurt-Günter-Jagau-Halle, die künftig häufiger derartige Veranstaltungen zu Gast haben soll, boten Nützliches und Schönes rund ums Thema Westernreiten.
Juni 2010: Trailkurs am 6. Juni 2010 mit Olaf Illner auf der Reitanlage Schliecker in Emsen
Am Sonntag, den 6. Juni 2010 fanden sich 10 motivierte buntgemixte Reiter (8 Westernreiter und 2 Klassischreiter - darunter Freizeitreiter sowie Turnierreiter) zu früher Stunde um 9:00 Uhr in der Reithalle ein. Nach einer ausführlichen Vorbesprechung wurden 2 Gruppen mit jeweils 5 Reitern eingeteilt und es konnte endlich losgehen.
Olaf baute zu Anfang nur wenige Trailhindernisse (Brücke, Tor und Stangen) auf, damit auch die Einsteiger unter den Kursteilnehmern sich und die Pferde an die Hindernisse gewöhnen konnten. Jedes Hindernis wurde genau erklärt und dann ging es erst mal an das „Lösen“ der Pferde. Auch in dieser Phase war Olaf nie müde, Tipps und Anregungen zu geben um die Pferde (und auch so manchen Reiter) lockerer zu bekommen.
Jede Gruppe ritt 1 1/2 Stunden und somit war der Vormittag schnell rum. Da der Tag sehr heiß und sonnig war, freuten sich die Reiter auf ein schattiges Plätzchen und die Pferde auf eine erfrischende Dusche.
Das leckere Mittagessen (Chilli sowie Backkartoffeln mit Sourcreme) wurde von Anja Becker liebvoll gekocht und zubereitet.
Nachdem wir uns alle den Bauch vollgeschlagen hatten ging es auch schon weiter mit der ersten Gruppe. Wieder wurden bei nun tropischen Temperaturen 1 1/2 Stunden zugehört und geritten.
Am Ende jeder Gruppe durfte jeder Teilnehmer einen ganzen Trailparcours durchreiten und wurde von Olaf – nach Richteraspekt – bewertet. Schwachpunkte wurden nochmals sehr anschaulich besprochen und Trainingstipps gegeben.
Olaf war nie müde, jedes noch so kleine Detail genau zu erklären und setzte sich auch auf das ein oder andere Pferd, um zu korrigieren und Hilfestellungen zu geben.
Nachdem beide Gruppen erfolgreich den Trailkurs absolviert hatten, traf man sich noch bei leckerem Kuchen zu einem Abschlussklönschnack.
Allen Kursteilnehmern hat dieser Tag gut gefallen und so einige sind mit einem „Aha-Erlebnis“ aus der Halle geschwebt.
Der Dank gilt ganz besonders Familie Becker, die diesen Kurs organisiert hatten und auch für das leibliche Wohl der Reiter zuständig war (Frühstück, Mittag, Kuchen und Getränke). Vielen Dank auch an den Hausherren der Anlage, Peter Schliecker, der flugs für die Teilnehmer noch eine tolle Trailbrücke baute und die Reithalle zur Verfügung stellte.
Vielen Dank lieber Olaf, für diesen interessanten Kurs !
Angela Stein & Socke (SR Refundosox)
www.reitanlageschliecker.de
Juni 2010: Neue Inhaber der Abzeichen Basispass Pferdekunde, WRA Kl. IV, WRA Kl. III und DLA Kl. IV
Herzlichen Glückwunsch!
Neue Inhaber der Abzeichen Basispass Pferdekunde, Westernreitabzeichen
Kl. IV, Westernreitabzeichen Kl. III und Deutsches Longierabzeichen Kl. IV
Kombinierter Lehrgang mit Prüfung am 06. Juni 2010
Unter der Leitung der Trainerinnen Martina Sell und Fenja Knispel fand über drei Wochenenden ein kombinierter Abzeichen-Lehrgang in Schiphorst statt. Bei mir (Martina) hatten sich so viele Interessenten angemeldet, dass ich mal wieder eine Co-Trainerin suchte. Da bot es sich geradezu an, meinen Kurs mit dem von Fenja zusammenzulegen, der fast zeitgleich laufen sollte.
Aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen verteilten wir das Training auf 3 Wochenenden und es wurde wie verrückt geritten, longiert und Theorie geübt.
Für ihren Fleiß wurden folgende Reiterinnen belohnt:
Basispass Pferdekunde
Daniela Hien
Svenja Hirsch
Clarissa Stamer
Kathrin Gunkel
Ruth Oetjen
Westernreitabzeichen Kl. IV
Daniela Hien
Miriam Stege
Svenja Hirsch
Merlina Eder
Westernreitabzeichen Kl. III
Karen Strehlow
Deutsches Longierabzeichen Kl. IV
Anja Marquardt
Kerstin Meusel
Laura Sülejmanova
Xezal Cosman
Karen Strehlow
Miriam Stege
Karin Werner
Nadine Chamier
Dominique Altmann
Tanja Wollenstein
Übrigens sind davon 10 (!) Teilnehmerinnen mit Schulpferden erfolgreich angetreten.
Richter/Prüfer: Dietmar Boyks und Rolf Siebenmark
Eure Martina Sell im Juni 2010
www.Martina-Sell.de
Mai 2010: Bericht über das EWU C-Turnier am 15. und 16. Mai 10 in Boklund bei Roger`s Area
Mein erster Besuch auf der Ranch-Anlage und wir wurden auch gleich von einem gut gelaunten Roger auf dem ATV am Freitagabend, herzlich empfangen.
Eine gepflegte Weide lud ein zum Paddock bauen und der Wettergott meinte es auch noch gut mit uns. Unsere Anhänger und Wagenburg konnte den doch sehr kalten Wind ein wenig abhalten. Dann ging es auch erst einmal mit den Pferden in die Reitarena. Tiefer Sand stand in der Ausschreibung. „Man, da habt Ihr noch nicht meinen Reitplatz Zuhause gesehen“. Also angenehm überrascht ging es dann weiter auf den Trailplatz. Wie alles bei Roger ist auch dieser kreativ, nett, rustikal angelegt und überzeugte uns optisch nicht gleich davon, dass die Brücke und die Treppen auch wirklich hielten. Aber keine Sorge, der Schein trug.
Am Abend gab es noch bei Roger vor dem Saloon ein gemütliches Lagerfeuer, an dem sich alle ihren kalten Ars……. wärmen durften.
Samstagmorgen erschallte dann auch wieder unser allseits geliebter Weckruf des Laberbärchens, mit „ Guten Morgen Boklund!“ und AC/DC`s „Hell`s bells“.
Windig aber trocken ging es dann auch ab 9:00 Uhr an den Start. Gut gelaunt und mit einem Lächeln empfingen uns die Richterin Carmen Voigtland und Ringstuart Regina Jentsch.
Mit einem super genauem Zeitplan begann dann als letzte Prüfung des Tages die Sonderprüfung: Super Ranch Trail. Bunt gewürfelt gingen 6 3er-Teams an den Start um den von Roger`s Team ausgefeilten Trail zu bestreiten. Über Fragebogen beantworten, Reining reiten, Holzbündel hinterher ziehen, Fahne hissen, Zäune ziehen, Wassergräben durchqueren, einsame Cowboys einsammeln und Kühe Ropen, kämpften alle Teams mit viel Ehrgeiz und noch mehr Spaß um diese Prüfung. Mit Carmen Voigtland hatten wir eine ganz tolle Richterin, die auch diesen Trail mit viel Humor und Gedult bis zum Ende richtete, obwohl uns allen der kalte Wind das Ende dieses Tages lang erscheinen ließ.
Am Abend gab es dann die „berühmt-berüchtigte“ Ranch Party mit Livemucke. Es war eine tolle Party mit gutgelaunten Leuten in einer super „Western Atmosphäre“ und fairen Getränkepreisen, sodass wir mit gutem Verzehr bis zum Ende durchhielten und uns Roger mit dem Besen raus kehren musste.
Aber dann hatten wir den Salat. Am späten Abend fing es an zu Regnen und hörte die ganze Nacht nicht wieder auf. In Orkan-Böen drückte das Wasser wirklich überall hin und die Pferde standen, trotz dicker Decken, bibernd in den Paddocks. Am Morgen fing sich das Wetter zwar ein bisschen und es Regnete nur noch zwischen durch, aber für den Reitplatz war es dennoch zu viel. Das Wasser stand und vermischte sich mit dem Sand zu einer totalen Matsch-Schluppe.
Einige packten ein und fuhren mit Ihren durchgekühlten Pferden lieber nach Hause um deren Muskeln und Sehnen für die noch anstehende Turniersaison lieber zu schonen.
Aber wieder wurden wir von einer lächelnden Carmen Voigtland in der Showarena empfangen. Beherzt stiefelte Sie durch den Matsch, stellte Pylonen auf, richtete im Regen und ermutigte Reiter.
Überhaupt habe ich mich sehr über die Carmen Voigtland gefreut. Immer die Ruhe bewahrend und mit einem Lächeln, half Sie Reitern, deren Pferde nicht durch den Matschgraben zum Trailplatz wollten, in dem Sie eine längere Umgehung vorschlug. Das alle die Matscharena noch einmal abreiten durften, um sich mit den Bodenverhältnissen vertraut zu machen und richtete die Sonderprüfungen mit großer Genauigkeit und viel Humor. Dafür noch einen Großen Dank !!!!
Einen Großen Dank auch an das Roger-Team, die dann auch noch halfen Pferdeanhänger von der aufgeweichten Weide zu ziehen und Autos zu bergen.
Alles in allem ein sehr gelungenes Wochenende, das auch das besch…. Wetter nicht richtig schlecht machen konnte.
Maike Kühne
Mai 2010: Bericht über das EWU-C-Turnier am 1. und 2. Mai 2010 in Giekau
Guten Morgen Giiiiekau!
Da war er wieder, der langezogene Weckruf unseres Laberbärchens. Dazu ließ Stefan AC/DCs ‚Hell’s bells’ dröhnen. Spätestens jetzt mußte jeder Eingeweihte wissen: die Turniersaison hat wieder begonnen. Endlich!!!
Und so trafen sich am vergangenen Wochenende 125 Pferd/Reiter-Kombinationen und Ihre treue Fangemeinde auf der Galloway Star Ranch von Karl Ludwig (KaLu) von Hollen und seiner Josefine (Fine) in Gottesgabe bei Giekau, eingebettet in schöner Natur, nahe des Selenter Sees in der Holsteinischen Schweiz.
Das meiste auf der Ranch wirkt neu. Die große helle Reithalle, der fest umzäunte Abreiteplatz, der gräumige Slide In – Saloon mit der überdachten Terasse. KaLu und Fine hatten sich einiges für ihre Gäste einfallen lassen. Für das leibliche Wohl war mehr als ausreichend gesorgt. Die kleinen Zuschauer konnten Ponyreiten und die großen Helden durften sich abends beim Bullenreiten messen. Zehn Interssierte hatten sich dazu angemeldet, nur wenige haben es probiert.
Auf großen Pferden wurde zwischendurch auch geritten. Aufgrund eines (noch?) fehlenden Außenplatzes fand alles in der Halle statt. Die Starterliste war lang und die Zeit knapp. Die Führzügelklasse fiel dem Streichstift zum Opfer. Weil wir den Trail-Parcours immer wieder um- und zurückbauen mußten, der Boden für die Reining-Klassen mehrmals abgezogen werden mußte, gerieten wir bald in Zeitverzug. So konnten wir am Samstag das erste Feierabendbier erst nach 21:00 Uhr genießen.
Am Sonntag rief Stefan dann schon um 7:00 Uhr zum Start. Der Wettergott hatte es gut mit uns gemeint. Anders als angekündigt, fielen in Gottesgabe nur wenige Regentropfen vom Himmel. Dafür war es ssssaukalt und beim Frühstück am Sonntagmorgen berichteten einige von Nachtfrost und verkühlten Nasen. Dennoch hat das Turnier allen wieder Freude bereitet. Es gab hübsche Pokale mit dem Ranchlogo und Extrapreise, gestiftet von den Ausstellern, zu gewinnen. Bei den Reining-Klassen überwog sogar mal die Anzahl der männlichen Reiter. Und Zuschauer waren auch sehr viele anwesend. Manche drängten sich dann sogar vor dem Einreitetor zur Halle und wir mußten sie höflich aber bestimmt von dort verweisen.
KaLu und Fine hatten ein super Team zusammengestellt. Und nach leichten Anfangsschwierigkeiten haben der Parcourdienst bzw. die Schleifenmädchen Kira, Anna, Johanna und Amber einen tollen Job gemacht. KaLu, selbst ein alter Reiner, war immer sofort zur Stelle, wenn die Halle abgezogen werden sollte. Auch Richter Ingo Hirschkorn und seine linke Hand, Andrea Schütte, sei Dank für die gute Zusammenarbeit.
Kritik gab es am Ende auch. Die Anwohner haben beklagt, dass Stefans Weckruf nicht korrekt gewesen sei. Wir wären doch in Gottesgabe und nicht Giekau! Ich denke, Stefan wird es beim nächsten mal berücksichtigen. Denn KaLu hat schon signalisiert, dass es ein nächstes mal geben wird.
Nochmals vielen Dank an KaLu, Fine und das tolle Team der Galloway Star Ranch.
Es hat wirklich viel Spaß gemacht bei Euch.
Rolf Taube
Mai 2010: Richtig Angaloppieren – Grundlage für jede weitere Ausbildung, im Reiterzentrum Hanstedt
Obwohl ich überzeugte Westernreiterin bin, schaue ich gerne über den Tellerrand und folge gerne auch den Einladungen des „Klassischen Lagers“.
Also führen meine Freundin Petra und ich voller Vorfreude zu der og. Veranstaltung. Da ich vorher mal wieder einen turbulenten Tag hatte, hab ich gar nicht in den Plan geschaut, einfach mein Navi angeschaltet und gedacht, „Henstedt wird ja irgendwo nördlich von Hamburg liegen, Nähe Henstedt-Ulzburg“.
Dementsprechend überhörte ich zunächst die ständigen Proteste meines Navis, doch endlich kehrt zu machen, weil ich meinte, einen besseren Weg, am Berufsverkehr vorbei, zu wissen…
Tja, dann ging uns doch irgendwann auf, dass Hanstedt weit weg ist von Henstedt….
Dann noch Stau auf der Autobahn und gesperrte Ausfahrt und so kamen wir auf den absolut letzten Drücker vor Ort an. Schade, denn man konnte auch im Vorbeirennen sehen, dass es eine großartige, hochwertige Reitanlage ist, am Waldrand gelegen und top gepflegt.
Aber für einen Rundgang war definitiv keine Zeit mehr. Mist.
Auf der mit Teppichboden ausgelegten Tribüne hatten sich reichlich Zuhörer eingefunden und schon begann die Vorstellung. Zunächst stellte sich Herr Hinnemann vor, ein international erfolgreicher Reiter, Trainer und Züchter, vom Krüsterhof am Niederrhein. www.johann-hinnemann.de
Insgesamt wurden nacheinander 6 Dressurpferde vorgestellt, von professionellen Bereitern.
Der Ausbildungsstand steigerte sich von 4-jährig in der Grundausbildung bis zu Pferden die bereits auf Kandare auf S-Niveau vorgestellt wurden. Das letzte Pferd war in Vorbereitung für den Grand Prix.
Wer nun aufgrund des Themas „Richtig Angaloppieren“ auf Tipps zur Hilfengebung oder auf Tipps zur Problemkorrektur gehofft hatte (wie wir beispielsweise, wir wollten einfach wissen, ob die „Engländer“ vielleicht noch andere Lösungswege kennen als wir), der wurde zum einen enttäuscht, zum anderen dennoch fasziniert.
Leider wurde nicht einmal die Hilfe zum Angaloppieren definiert und keines der Pferde machte Fehler…
Es wurden viele Übungen rund ums Angaloppieren demonstriert, aber immer fehlte das „indem Du…“. Der Kursleiter ging offensichtlich davon aus, dass sämtliche Anwesenden nicht nur sicher den Kontergalopp sondern natürlich auch Traversalen, sowie Seriengaloppwechsel beherrschen.
So bekamen die Anwesenden tolle, anspruchsvolle Übungen vorgestellt. Schritt-Galopp-Übergänge, Handgalopp- Kontergalopp-Wechsel über einfache Galoppwechsel, Galopp-Traversalen, Dreier-Wechsel auf der Diagonalen und auf der Mittellinie und Entwicklung der Pirouette („einfach immer wieder Angaloppieren…“ – „aha, also gaaanz einfach…“)
Der Unterricht von Herrn Hinnemann war großartig, für mich verständlich und nachvollziehbar. Die Reiter, die von ihm „bearbeitet“ wurden, verbesserten sich durch seine Anweisungen deutlich. Sehr angenehm fand ich, dass seine Anweisungen nicht einfach heruntergespulte FN-Richtlinien-Zitate waren, sondern dass er mit ganz eigenen Worten und Beschreibungen verständlich machte, was er erreichen wollte. Auch seine ruhige, besonnene Art, mit der er auch viel Lob ausgab, war sehr sympathisch.
Ich glaube dennoch, dass nicht jeder Anwesende alles verstehen konnte, da man schon einige Erfahrung mit diesen Lektionen haben musste, um zu wissen, worauf er hinaus wollte.
Ich kann ja nur für mich sprechen und muss sagen, dass ich vielleicht nie nach Alternativen zum Dressurreiten gesucht hätte, wenn ich vor 25 Jahren solchen Unterricht auf solchen Pferden bekommen hätte. Meine reiterlichen Anfänge auf Klassischen Schulpferden waren mit viel Gebrüll, Tränen, Muskelkrämpfen und Blasen an den Händen verbunden. Erfolgserlebnisse oder Lob fehlten völlig, ein Erfolg war, wenn man nicht angebrüllt worden war und nicht runtergefallen war…
Mir hat dieser Vortrag viel Spaß gemacht, auch wenn ich mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt hatte.
Eure Martina Sell
www.Martina-Sell.de
Trainerin-A-Westernreiten
April 2010: Western Allround-Kurs Negernbötel 24./25.4.2010
Wenn Dressurreiter ausziehen, das Westernreiten zu lernen…
…Und ohne Trainer ihre Ponys selber „umgestellt“ haben, dann sollten sie vielleicht irgendwann Nägel mit Köpfen machen.
So kam es, dass wir am Freitagabend die Pferde (ein Haflinger, ein Knabstrupper) in den Anhänger luden und los fuhren. Die Boxen standen schon auf der riesigen und topgepflegten Anlage bereit. Die Pferde fühlten sich auf Anhieb wohl und waren Samstag früh zum Kursbeginn mit Sicherheit ausgeschlafener als wir.
Und dann kam es dicke: Hilfe, Herr Angeli meint „allround“ ernst: Alles einmal rundum – wir lernten, ein für uns völlig neues System zu reiten – und zu denken. Hier war Köpfchen gefragt. Nachdenken, fühlen, was das Roß bewegt und logisch reagieren. Den Reitern qualmten Kopf und Po. Die Pferde lernten erheblich schneller als wir. Mein nach französischem System Dressur gerittenes Pferd hatte es deutlich leichter als das „deutsch“ vorgebildete Pony meiner Freundin, völlig auf „Anlehnung“ zu verzichten. Die beiden haben sich am Samstag vor allem mental ziemlich gequält. Dafür musste nach über 30 Jahren „Nun sei mal energischer!“ und „Setz Dich durch!“ ich mir sagen lassen: „You are not very nice to your horse.“ Und Herr Angeli hatte Recht damit: Wenn ich denke und tue, wie ich sollte, muss ich gar nicht „energisch“ werden, um zum Ziel zu kommen. Allerdings hatte mein Pferd ihn auch stehenden Fußes ins Herz geschlossen und hätte wahrscheinlich Kopfstand für ihn gemacht…
Am Sonntag fingen meine Freundin und ihr Pony an, sich in dem für sie neuen System komfortabeler zu fühlen und mein sonst eher mal stoffeliges Pferd hatte sich in ein mit Feuereifer arbeitendes verwandelt.
Auf der Heimfahrt erst fiel uns auf, dass wir die einzigen Nicht-Westernpferde zum Kurs geschleppt hatten und zudem noch die einzigen Nicht-Turnier-Reiter-/ Pferde waren. – Damit von allen Teilnehmern und vom Trainer so nett aufgenommen zu werden, wäre vice versa in einem entsprechend hochkarätigen Dressurkurs wohl nicht geschehen…
Unser Fazit: Meine Freundin wird wohl eher bei einem Trainer, dessen System dem deutschen Dressurreiten ähnlicher ist, glücklich werden. Ich habe mit dem jetzt gelernten einen hervorragenden Leitfaden zum Weiterarbeiten und werde definitiv beim nächsten Angeli-Kurs in Negernbötel wieder das Niveau durch meine Anwesenheit runterziehen.
Monika Neumann
April 2010: Ein perfektes Wochenende auf der Hansepferd
Am Donnerstag haben Britta und Evelyn unseren neuen Messestand aufgebaut und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein neuer Blickfang der EWU. Vielen Dank an Andrea Jacob! Die ganze Atmosphäre in der Halle A2 war schön. Der Westernzirkel war größer als sonst und mit Holz eingezäunt. Die ganze Deco war super, der Saloon war auch ein Highlight, obwohl manchmal ein bisschen laut…aber der Jim Beam war lecker…!
An den Messetagen ging es dann los. Der Messestand wurde von Britta Peters ,Evelyn Martens, Andrea Duckstein-Otten, Ayala Behrman, Janine Helling und Magda Engelke betreut. Es gab an den Tagen viel zu tun für unser Messepersonal!
Das es so viel zu tun gab haben wir auch unseren Reitakteuren zu verdanken. Morgens und gegen Abend waren wir auf dem Rassenring vertreten. Silke Lahann mit(QH) Matthews Tivio, Britta Kühl-Bohnee mit (PH) Blue Bird Hancock und Vanessa Pomp mit( App) Surprise. Die typischen 3 Westernpferderassen wurden dort vorgestellt und es wurde auch gezeigt was Westernpferde so drauf haben .(Sorry an Vanessa, das ich schon wieder Appi-Witze erzählt habe)Viele Besucher dort am Rassenring hatten noch viele Fragen zum Westernreiten.
Am Nachmittag waren wir in der Showarena mit einer buntgemischten Gruppe. Es wurden verschiedene Pferderassen und verschiedene Reitdisziplinen vorgestellt. Silke Lahann, Britta Kühl-Bohnee, Gisela Karbe-Grabowski mit Tomte zeigten Trail. Vanessa Pomp und Rena Valett mit Yukon zeigten Horsemanship. Patricia Roth mit Jack the Flash Sparrow zeigte Reining. Alle Reiterinnen haben eine tolle Show abgeliefert!!! Die ganze Vorführung wurde in einem Interview moderiert, auch nach diesem EWU - Aufritt war die Nachfrage am EWU-Messestand groß.
Etwas später gab es in der Westernshowarena noch eine Horse and Dog Vorführung von Silke und Kai Lahann. Es kamen noch ihre Hunde Jana und Teddy mit ins Spiel. Kai moderierte sehr anschaulich diese Showvorführung während Silke Pferd und Hunde im Griff hatte. Es war eine super Show und wurde auch dort vom Publikum sehr gut angenommen!
Alles in allem war es ein perfektes Hansepferd-Wochenende. Am Ende der Messe konnten wir 30(!) neue Mitglieder begrüßen.
Ich kann nur allen Reiterinnen meinen Dank aussprechen! Es war super mit Euch zusammen zu Arbeiten!
Danke auch an das Messepersonal, ihr seit ein tolles Team!
Danke auch an Britta Peters, die alles organisiert hat und wie eine „Mutter“ für uns da war!
Danke auch an die Mitarbeiter von der Hamburg- Messe, tolle Zusammenarbeit!
Ich hoffe das die nächste Hansepferd wieder so ein Erfolg wird.
So long Euer Laberbärchen Stefan
März 2010: Hausturnier mit Workshops am 27. – 28.3.2010 auf dem Hof Wüstenkate
Gut, wollen wir beginnen, ich berichte über ein fabelhaftes Wochenende mit Workshop und tags darauf ein kleines Hausturnier auf dem Hof Wüstenkate bei Britta Kühl-Bohnee. Es begann am Samstag mit dem Workshop. Zwei Stunden Horsemanship- & Pleasuretraining mit 16(!!!) Pferden in der Bahn. Das war schon mal richtiges Turnierfeeling. Das Chaos, mit dem man schon manchmal konfrontiert wurde, blieb aber aus.
Britta ließ zum aufwärmen sicherheitshalber zwei Go-rounds reiten. Die Schecken im ersten, die einfarbigen im zweiten. Danach übten wir fleißig die Horsemanshippattern und im Line-up warten. Letzteres erwies sich für mein Pferd Whisper als das allerschwerste. Um 11:00 Uhr begann dann der Trail. Nachdem jeder einmal seinen Stand mit einer Pattern gezeigt hatte, wurde an den einzelnen Problemen gearbeitet. Britta begleitete alles mit ruhiger, konstruktiver Kritik, lobte auch und übermittelte nützliche Tricks fürs Turnier. Nach vier Stunden im Sattel durften alle, Pferd und Reiter, sich einer kleinen Pause erfreuen. Bei den Menschen sorgten Crêpes, Bratwürste und Hotdogs fürs Überleben.
Das Showmanshiptraining im Anschluss wurde von uns geschwänzt, aber bei der Reining fehlten wir nicht. Diese wurde nun von Annabella van Afferden geleitet. Hier wurden erstmal die persönlichen Problemchen angeschnitten und danach ritt jeder die Pattern. Annabella spielte dabei äußerst authentisch einen Richter, der den Ritt aber hilfreich kommentierte. Ein anstrengender aber gelungener Tag endete.
Über das Turnier am Sonntag kann ich nur sagen: wie alle Turniere begann es wieder in aller Frühe mit der Showmanship at Halter. Die Teilnehmer striegelten ihre sowieso schon wunderschönen und sauberen Pferdchen. Es begann mit den Erwachsenen, bei denen Whisper und ich noch hoffnungsfroh zusahen. Gerichtet wurde vom allseits bekannten Peter Raabe, der am Ende der Prüfung noch einmal auf ein paar zu verbessernde Mängel hinwies. Bei mir und Whisper verlief die Showmanship dann zwar nicht ganz nach Plan, aber ich war trotzdem stolz auf sie. Auch durch die anderen Prüfungen wurden die insgesamt 36 Teilnehmer durchkatapultiert. Der Zeitplan wurde ausnahmsweise ohne Probleme eingehalten, was die ganze Situation entspannt machte und nur wenige huschten plötzlich hektisch von einem zum andern Fleck. Zwischendurch hatte man immer noch die eine oder andere kleine Esspause. Insgesamt ein wundervolles Wochenende…
Pferdezeitschriften verleihen des öfteren Sternchen, Pferdchen oder ähnliches an Reitschulen und Wanderreitstationen. Wir vergeben gaaaaaaaaanz viele an Brittas Workshop + Turnier für:
die freundliche Begrüßung und gute Unterbringung,
informative Workshops in ruhiger Atmosphäre,
konstruktive Kritik,
Eingehen auf besondere, individuelle Probleme (bei uns Klatschen und Lautsprecher :-) )
Heike, Merle, Gabi & Joana
April 2010: Kurs „Turniervorbereitung“
Endlich können nach dem langen Winter die Trainingsdefizite wieder aufgeholt werden und einige Reiter bereiten sich so langsam auf die ersten Turnierstarts vor.
So traf sich ein Grüppchen motivierter Teilnehmer auf dem Hof der Familie Sell in Schiphorst, um am Ostersonntag und Ostermontag gemeinsam zu trainieren.
Es wurde, wie gewohnt, sehr zielorientiert gearbeitet. So gab es Reiter, die schon Turniererfahrung hatten, sich nun aber auf ihren ersten Turnierstart in der Disziplin Reining vorbereiteten, Reiter die überhaupt zum ersten mal auf Turnieren antreten wollten und sich für den ersten Versuch für die Disziplin Western Pleasure entschieden hatten.
Außerdem bereitete sich eine Teilnehmerin auf ihre Prüfung zum Trainer-C-Westernreiten vor. Für die praktische Prüfung im Trail sind seit diesem Jahr feste Pattern vorgegeben und so wurden die verschiedenen Trails auf einem Schulpferd ausprobiert.
Auch ein 4-jähriges Jungpferd war dabei, dessen Tauglichkeit für die Jungpferde Basis beurteilt werden sollte.
Nach individuellem Training für jeden überprüfte Dietmar Boyks am Ostermontag unsere Arbeit und gab noch einige Tipps zur Verbesserung mit auf den Weg. Außerdem konnten bei Kaffee, Kuchen und Ostereiern einige offene Fragen zum Bewertungssystem geklärt werden.
Wenn die Teilnehmer es nun noch schaffen, die Tipps von der Theorie in die Praxis umzusetzen und zu festigen, steht der Turnier-Saison nichts mehr im Wege!
Eure Martina Sell
Im April 2010
Februar 2010: Westernsattel-Seminar in Schnakenbek
Viele kennen die „Kaqu-Ranch“ von Kathi Holmlund durch ihre kleine, aber feine Quarter-Horse-Zucht und ihren jährlichen „Ranch-Day“ (www.Kaqu-Ranch.de). Irgendwann entstand dann die Idee, doch mal ein Sattelseminar abzuhalten, weil sich früher oder später jeder Reiter mit diesem Thema befassen muss. Sei es beim Kauf eines neuen Pferdes, durch die körperliche Entwicklung von jungen Pferden oder die Veränderungen, die sich durch vermehrtes Training oder auch durch Krankheit ergeben.
Also wurde Harry Meins, vielen eher bekannt als „Pucki“ von Western Enterprise
aus Schönberg eingeladen. Nachdem der Termin aufgrund der Wetterlage schon
einmal verschoben werden musste, war es am 21. Februar 2010 endlich soweit.
Man traf sich um 14 Uhr und 25 Reiter fanden sich ein, um ihr Wissen zu
erweitern.
Kathi hatte ihren Saloon vorbereitet, Getränke und Gebäck serviert. Auch Pucki
war sehr gut vorbereitet, schleppte nicht nur Sättel sondern auch viele
unbezogene Bäume in den Raum.
Die Gruppe der Anwesenden setzte sich zusammen aus Reitern, Trainern,
Hufschmied und Züchtern und zu unserer großen Überraschung erklärte Pucki
zunächst, dass es sein Debüt sei, solch ein Seminar abzuhalten.
Wenn man selbst einen neuen/anderen Sattel benötigt und Pucki Anproben im
heimatlichen Stall macht, bekommt man natürlich eher Situationsbezogene
Informationen. Daher war es sehr interessant, mal allgemeines Wissen zu
erhalten um den Horizont zu erweitern. Ein wichtiges Thema waren die flexiblen
Sattelbäume, die eher kritisch zu betrachten sind. Viele Passformen wurden
gezeigt und Materialien und Verarbeitungsmöglichkeiten vorgestellt. Interessant
war auch, dass Pucki einige rechtliche Fragen anschnitt, in Sachen
Gewährleistung und auch wirtschaftliche Einblicke gab. Sehr sympatisch fand ich,
dass Pucki nicht nur seine eigenen Interessen, sondern auch die wirtschaftlichen
Interessen seiner Kunden im Visier hat. Das sollte zwar selbstverständlich sein,
aber manch einer kann da ja durchaus auch unschöne Beispiele liefern…
Nach einer kleinen Pause ging es raus in die Sonne, ans Pferd. Kathi stellte ihren
3-jährigen, grauen Flashy zur Verfügung, so dass auch noch auf das Thema
eingegangen werden konnte, welche Veränderungen durch Wachstum und
Training zu erwarten sind. Umringt von den Teilnehmer stand er brav da, ließ
sich auf- und absatteln, rührte sich nicht und nagte nur gelangweilt ein wenig an
seinem Führstrick herum. Eben eine richtig coole Socke.
Mir persönlich hat es auch Spaß gemacht, viele bekannte Gesichter wieder zu
treffen, hier und da einen kleinen Klönschnack abzuhalten und Neuigkeiten
auszutauschen.
Wenn wir uns das nächste Mal treffen, ist der Winter hoffentlich vorbei! Kathi
freut sich immer über Besucher und Pucki wird wie gewohnt mit seinem mobilen
Shop auf den meisten unserer EWU-Turniere und einigen Messen anzutreffen
sein.
Eure Martina Sell
www.Martina-Sell.de
Februar 2010: Eckart Meyners in Ammersbek
Vielen ist der Name Eckart Meyners mittlerweile bekannt durch sein Buch „Das Bewegungsgefühl des Reiters“ (Kosmos Verlag) und seine DVD „Bewegungsgefühl für Reiter“ (pferdia TV).
Ich selbst habe zum ersten Mal auf meinem Trainer-A-Lehrgang in Warendorf in
2006 von ihm gehört, uns wurden dort durch die Kursleiter einige seiner Ideen
vorgestellt und es hieß: „Wenn ihr mal die Gelegenheit habt, ihn live zu erleben,
solltet Ihr das nicht verpassen“. Das alles hatte ich noch im Ohr, als ich eine
Einladung erhielt für einen Lehrgang am 18.02.2010 nach Ammersbek in den
Reitstall Timmermann. Dort konnten wir Eckart Meyners in relativ kleinem
Rahmen persönlich erleben.
Eigentlich, so berichtete er, hält er diese Vorträge in kleinem Rahmen für Reiter,
nur noch sehr selten ab. Da er für alle Sparten des Sports tätig ist, dort mit
Spitzensportlern arbeitet und ansonsten Bücher und Abhandlungen schreibt,
bleibt für so etwas wenig Zeit. Insgesamt hat er bereits 32 Bücher zum Thema
Bewegungslehre / Bewegungsgefühl und ähnliches geschrieben. Er bezeichnet
sich als „Bewegungswissenschaftler“.
Auch für persönliche Trainingseinheiten kann man ihn normalerweise nicht
buchen. Wer nach seinen Ideen unterrichtet (bzw. bearbeitet) werden möchte,
kann sich an einige wenige Reitlehrer wenden, die sich entsprechende Lizenzen
erworben haben.
Also war es wirklich interessant, ihn persönlich bei seiner Arbeit erleben zu
können.
Die Veranstaltung fand in der großen Reithalle der Anlage statt, vorbereitet mit
Sitzmöglichkeiten für die über 100 Teilnehmer, Speis und Trank und Info-Stand,
Organisiert von Astrid Corzillius.
Eingemummelt in Abschwitzdecken hörten wir uns die Theorie an, zu der z.B.
auch die „Ausbildungsskala des Reiters“ gehörte. Immer wieder wurden wir
durch kleine Bewegungs-Übungen einbezogen und konnten am eigenen Körper
erstaunliche Veränderungen beobachten. Die Erklärungen von Herrn Meyners
waren nicht nur witzig und charmant verpackt, sondern auch gut verständlich.
Etwas, das er – wie er erläuterte – insbesondere durch die Reiter gelernt hatte.
Manche Zusammenhänge wären, mit Fachsprache vorgetragen, von kaum
jemandem verstanden worden.
Nach einer Pause kamen wir zum praktischen Teil. Einige Reiter und Pferde
hatten sich als „Aktive Teilnehmer“ angemeldet. Allesamt auf M-Niveau, sehr
schöne, rittige Pferde, die von ihren Reitern so gut vorgestellt wurden, dass wir
wohl von „Jammern auf hohem Niveau“ reden konnten. Die Reiter wurden
zunächst in den Grundgangarten auf ihren Sitz hin beobachtet und eingeschätzt.
Dann mussten sie mehrfach absteigen, auf der Bodenmatte bestimmte
Gymnastikübungen machen, wieder rauf auf die geduldigen Pferde und uns das
veränderte Bewegungsgefühl beschreiben. Auch uns Betrachtern fielen nicht nur
Verbesserungen in der Beweglichkeit und Geschmeidigkeit der Reiter auf,
sondern auch die damit verbundenen Verbesserungen an den Pferden. Herr
Meyners betonte, dass er kein Reitlehrer sei, und doch verbesserte er die
Leistungen der Pferd-Reiter-Kombinationen deutlich.
Also wirklich interessant für jeden, der seine Reiterei verfeinern möchte. Was
aber auch klar wurde: Der Wissensschatz von Herrn Meyners ist riesig. Es ist
sicher nicht ratsam, ohne Anleitung an Gelenken zu drehen und Bändern und
Sehnen zu ziehen. Wer dieses Wissen an sich selbst anwenden möchte, sollte
sich an autorisierte Lehrer wenden. Was bei M. so einfach aussah, basiert auf
umfangreichem Fachwissen.
Leider hat Eckart Meyners keine Homepage, auf der man sich seine
Abhandlungen durchsehen oder bestellen kann. Auch gibt es keinen Verlag, der
auf Werke von M. ausgerichtet ist. Daher ist googlen angesagt, wenn man mehr
erfahren möchte. Auch die Ausbildung zum Lizenz-Trainer steht nicht jedem
offen. Nur Pferdewirtschaftsmeister können sich um einen Studienplatz bei ihm
bewerben.
Wie bereits oben erwähnt:
„Wenn ihr mal die Gelegenheit habt, ihn live zu erleben, solltet Ihr das nicht
verpassen“.
Eure Martina Sell
Trainerin-A-Westernreiten
www.Martina-Sell.de
Januar 2010: Kurs Trail für Jungpferde am 23.01.2010 bei Helga Hommel
Das Thermometer zeigte –11 Grad Celsius an, dick eingepackt trafen sich 8 Teilnehmer in
der Reithalle von Helga Hommel, um in ihre Spezialdisziplin „Trail“ eingeweiht zu werden.
Es nutzen Reiter mit Jungpferden, wie auch Einsteiger auf super ausgebildeten Schulpferden
die Möglichkeit einen Tag das 1 x 1 in dieser Disziplin zu erlernen.
Helga verstand es, alle so zu beschäftigen, das Reiter und Pferd bei den Temperaturen kaum zum Stillstand kamen, aber auch keiner in Schweiß ausbrach, was alle dankbar umsetzten.
Ein großer Teil der heutigen Trails besteht ja ausschließlich aus „Stangensalat“, so war das auch Hauptthema am morgen.
Dabei stellten alle fest, das es nicht nur hieß, keine Stangen zu berühren, sondern vor allem die Lenkung klappen musste.
Hierfür hatte Helga genug Aufgaben und wertvolle Tipps.
Der Vormittag wurde dann mit einem erfrischenden Galopp beendet, wo auch hier wieder
der Schwerpunkt Trail lag, im Parcours von A nach B zu kommen.
Nach dem Mittag ging es weiter mit einem kurzen Theorieteil.
Anschließend wurde unter dem Sattel an der Hinterhandkontrolle gearbeitet, die Stangenarbeit
verfeinert und die Pferde an das Tor gewöhnt.
Helga ging auf jede Reiter und Pferde-Kombination ein und überblickte sofort die Stärken und Schwächen der Paare, um individuell Anregungen mitzugeben, wie man ggf. zu Hause
weiterarbeiten kann.
Vielen Dank im Namen aller Teilnehmer für den trotz Rekord Temperaturen tollen und lustigen Kursus.
Britta Peters