Berichte 2012

Zwei Mütter- ein Plan!

Geniale Idee! Ja, genau so machen wir es!
Wir schenken unseren beiden Jungen zu Weihnachten einen Westernreitkurs!
Zu dieser Überlegung kamen meine Reitstallfreundin Annette (40) und ich (Heike 41) auf unserer abendlichen Hundegassirunde um die Koppeln des Reitstalles in Sülldorf, wo wir seit eh und je unsere Pferde (Deutsches Reitpony 18 Jahre und Hosteiner 5 Jahre) untergestellt hatten. Seit einiger Zeit schon waren wir nämlich am überlegen, was wir tun können damit wir unseren beiden Söhnen (Jim 12 Jahre und Nikolas 11 Jahre), die gerade auf die Phase der Pubertät zusteuern, auch weiterhin den Reitsport schmackhaft machen konnten. In englischen Reitstiefelchen und mit figurbetonter Hose, das schien nicht so deren Ding zu sein. Ziemlich uncool, so als Junge. Da fanden wir nun die Idee, sie in die Westernreitweise einführen zu lassen, richtig gut.

Noch am selben Abend suchten wir nach einem geeigneten Lehrstall im Umkreis von Hamburg und stießen im Internet auf die Homepage von Martina Sell. Die Homepage war so schön und übersichtlich gestaltet, dass Annette und ich sofort Lust bekamen ebenfalls einen Kurs zu belegen und so fragten wir uns, ob es die Jungen wohl stören würde, wenn wir auch mitmachen. So eine Art "Mutter-Kind-Kurs", hi hi!
Ob die Jungen das wohl cool finden? Egal, wir wollten auch mit! Wir mailten Martina an und sie organisierte Ende Januar ein Kurswochenende, nur für uns vier.
Die Jungen freuten sich über ihr Weihnachtsgeschenk und es war ihnen auch egal, dass wir Mamis mit wollten. Annette und ich waren auch schon sehr gespannt und voller Vorfreude. Als wir dann im Januar bei Martina auf den Hof fuhren, hatten wir das erste bitterkalte Wochenende erwischt. Das erste was uns auffiel waren das total gepflegte Stallgelände. Auch die Reithalle war frisch geharkt. Die Pferde wurden noch vor dem Kurs auf die Weide gebracht. "Auch wenn es nur für eine halbe Stunde ist", sagte Martina. "Das brauchen die Tiere einfach." Sehr pferdefreundlich, ging es mir durch den Kopf.
In der Zeit frühstückten wir erstmal gemeinsam und Martina wollte genau erfahren, was wir uns von dem Kurs erwarten, was unsere Vorstellungen und Ziele waren. Wir entschieden gemeinsam, dass wir einen Einblick in die verschiedenen Westerndisziplinen bekommen möchten und die grundlegenden Hilfen und Übungen der Westernreiterei kennen lernen sollten. Martina würde uns dazu ihre eigenen Pferde, die sehr erfolgreich auf Turnieren gelaufen sind, zur Verfügung stellen. Wir holten dann also die Pferde von der Weide und stellten fest wie ausgeglichen, umgänglich und gepflegt sich die Tiere darstellten.

Zwei sehr freundliche Mädchen und Martina halfen uns beim Aufzäumen und Satteln und erklärten gewissenhaft alles ganz genau. Nun ging es ans Reiten. Ganz in Ruhe erklärte Martina uns die Hilfen und lies uns die einzelnen Übungen ausprobieren. Zugegeben, ihre sehr fein gerittenen Pferde die über eine umfassende Bedienungsanleitung verfügen, machten es uns am Anfang nicht gerade leicht. Wir hatten Mühe alle Hilfen gleichzeitig zu beachten. Aber wenn wir es dann plötzlich nach aller Anstrengung doch schafften, dann war es ein grandioses Reitgefühl. Die Pferde hatten wirklich tolle Gänge und reagierten auf kleinste, ja fast nur gedankliche Hinweise. Toll!
Jim, der zwischenzeitlich schon leicht frustriert war, weil erstmal fast gar nichts klappte, gelang es am Ende des ersten Kurstages dann auf Martinas Quarter Horse "Fancy" einen Spin zu reiten. Da wurde er regelrecht süchtig. Ja, das war richtig Spaß! Und zunehmend klappte der Spin besser und schneller. Jim war happy. Auch die anderen Übungen, ein kleiner Trail den Martina uns aufgebaut hatte, wurde von uns allen nun schon im Großen und Ganzen gemeistert. Immer wieder bewunderten wir auch die Ruhe der Pferde in den Erklärungspausen und die Geduld die sie mit uns Westerneinsteiger hatten. Was mich persönlich auch sehr beeindruckte, war der Blick mit dem die Pferde Martina die ganze Zeit im Auge behielten. Man konnte erkennen, dass die Tiere sie als Chef absolut akzeptierten und das aber voller Vertrauen und ohne Angst. Martinas Verhalten den Pferden gegenüber zeigte sich aber auch bis ins kleinste Detail einfach Konsequent. Wir durften in den zwei Kurstagen so viel Neues lernen. Nicht nur die grundlegenden Hilfen, die Übungen, auch Cowboylongieren und Bodenarbeit war mit im Programm. Am Ende des Kurses fuhren wir mit einem ganzen Kopf voller Eindrücke, Ideen und absolut beseelt nach Hause. Und das tollste, unser Plan ist aufgegangen. Unsere Söhne haben richtig Feuer gefangen. Fanden den Kurs genauso toll wie wir und möchten nun unbedingt richtig Westernreiten lernen. Wären wir nicht so durchgefroren gewesen, wären wir wohl schon nachts in den Reitstall zu unseren eigenen Pferden gefahren um all das Erlernte auszuprobieren.
Nächsten Morgen ging es dann aber sofort ab in den Stall. Unser Reitpony musste dann schon mal für das Cowboylongieren herhalten. Es funktionierte auf Anhieb sowohl bei mir, als auch bei Jim obwohl unsere Kommandos bisher ja etwas anders waren. Aber unser "Black Chester" ist eben multilingual talentiert;) Martinas Kommandos sind aber auch sehr pferdegerecht und von Natur her verständlich. Also es klappte prima und wir haben dann auch etwas schwierigere Übungen wie etwa Schenkelweichen an der Hand geübt, das ging auch sofort. Anschließend haben wir mal Spin (langsam) an der Hand geübt und das war schon schwieriger.
Jim ist jedoch so beherzt auf Chester zugetreten, dass er wirklich gut vor ihm gewichen ist. Während ich sein Hinterbein aktivierte.
Nur das Bein, was am Platz bleiben sollte ist manchmal ein wenig zu weit weggedriftet. Aber für den Anfang war das schon okay. Unser Pony Chester fand uns an dem Tag allerdings schon ein bisschen komisch penetrant, wie wir ihm so auf die Pelle rückten. Schließlich waren wir sonst eher die gemütlichen Freizeitausreiter und stellten nur wenige Anforderungen. Zwischenzeitlich wollte er dann auch einmal lieber den Übungsplatz verlassen. Pony eben, er hat überall eine eigene Meinung zu. Letzte Woche riss er sich los, als der Tierarzt mit einer Spritze um die Ecke kam, der war noch 10 Meter entfernt! Das hat er gleich geblickt. Und den Bauern, der sich ihm in den Weg stellte, hat er dabei auch noch über den Haufen gerannt. Hat ihm letztendlich aber auch nichts genützt.
Wir haben ihn beide Male natürlich konsequent konsequent zurückgestellt. Wie wichtig konsequentes Handeln ist, daran hat uns Martina in dem Kurs noch einmal eindringlich erinnert, indem sie es vorlebte. Unser Pony hat die neuen Übungen dann aber doch noch recht gut mitgemacht. Muss halt manchmal überredet werden der Gute! Und Annette….ja, die muss wohl nun demnächst für ihren Holsteiner einen Westernsattel und eine Westerntrense besorgen. Damit liegt ihr Nikolas nun flehend in den Ohren. Alles in allem hat uns der Kurs wirklich sehr gut gefallen. Es war ein wundervolles Mutter-Sohn Erlebnis und hat uns sehr informativ in die Westernreiterei eingeführt. Alle unsere Fragen wurden beantwortet und es hat tolle Anstöße für den Umgang mit unseren eigenen Pferden gebracht. Und vor allem…. Lust auf mehr!!!
Heike Tuscher

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Tierschutz-Seminar 2012

Am 01. Februar 2012 war ich eingeladen zum Tierschutz-Seminar 2012. Es war eine Fortbildungsveranstaltung für Tierärzte und Trainer-Lizenz-Inhaber.
Solche Veranstaltungen besuche ich immer gerne, um über den Tellerrand zu blicken, doch diesmal war ich nicht nur Zuhörerin sondern Refenentin !!!
Eine suuuper Gelegenheit um unseren Westernreitsport auch mal einem ganz anderen Personenkreis nahezubringen. Der Untertitel hieß "Praxistipps und moderne Diagnosemöglichkeiten vom Tierarzt / Trainingsmethoden und Reitweisen".
Etwa 200 Interessierte trafen sich in den Holstenhallen in Neumünster im Holstenhallen-Restaurant.
Wow, ich war ziemlich aufgeregt, ob ich den Anforderungen gewachsen sein würde und vllt von den Anwesenden respektlos oder ablehnend empfangen werde. Aber ich war gut vorbereitet und so war ganz das Gegenteil der Fall.
Mit Powerpoint-Präsentationen stellten zunächst die Inhaber der Pferdekliniken Bockhorn (Traugott Röwer) und Bargteheide (Dr. Volker Sill) Praxistipps, Diagnose-Möglichkeiten und bildgebende Verfahren vor.
Das war natürlich für jeden Pferdebesitzer sehr interessant und man staunte, wie viele Geräte aus der Humanmedizin mittlerweile auch in den Pferdekliniken eingesetzt werden.
Herr Röwer konzentrierte sich zusätzlich auf das Thema "FN-Medi-Kontroll-Kit" für Dopingkontrollen auf Turnieren, auch für die Westernreiter ein wichtiges Thema.
Sehr unterhaltsam war der Vortrag von Herrn Rolf Petruschke, ehem. Leiter der hessischen Landesreit- und Fahrschule, in welchem es darum ging, Kinder und Jugendliche an den Reitsport heranzuführen unter Berücksichtigung der heutigen pädagogischen Einsichten.
Danach hatte Frau Kirstin Reese die Möglichkeit, als Horsemanship-Trainerin die vielseitige Bodenarbeit als Grundlage der breitensportlichen Pferdeausbildung vorzustellen. Sie erklärte z.B. die vier unterschiedlichen Grund-Charaktere der Pferde und die sieben Spiele um Bodenarbeit spielerisch zu trainieren.
Schließlich hatte ich die Gelegenheit, "Pferdegerechte Ausbildung im Signalreiten - Die Ausbildungsskala des Westernpferdes" zu erklären.
Im Hintergrund hatte ich eine Diashow mit Fotos vom EWU-Schaugruppen-Auftritt auf der Trabrennbahn Bahrenfeld laufen, wegen des herrlichen Wetters (und natürlich der schönen Pferde und herausgeputzten Reiter) sind das wirklich sehenswerte Bilder. Ich denke, der Vortrag ist mir gut gelungen, denn ich hatte anschließen einige Anfragen für Schnupper-Kurse (!) und eine Einladung für eine Schau-Vorführung im Ostseebad Kellenhusen.
Am nächsten Tag bekam ich noch eine nette, bestätigende Email von der hauptamtlich angestellten Breitensportreferentin des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein, Frau Maritres Hötger:

Guten Morgen Frau Sell, guten Morgen Kirstin, ich möchte mich nochmal herzlich für die gelungenen Beiträge gestern Abend bedanken. Ich saß hinterher noch eine Weile mit drei langjährigen Funktionären zusammen, die alle drei absolut klassisch ausgerichtet sind und durfte miterleben, wie sie erstaunt, aber tatsächlich überzeugt, feststellten wie viele Parallelen es doch zwischen der klassischen Reitlehre und den "alternativen" Ausbildungswegen gibt. Die Freiarbeit am Anhänger und der kleinschrittige, verhaltensbio-logisch durchdachte Weg dahin war für sie dabei ebenso beeindruckend wie die Erkenntnis, das Westernreiten auch eine Reitweise/Reitlehre mit Hand und Fuß ist und weit mehr braucht als Hut und Sporen ;)
Für die Akzeptanz des Breitensports in der klassischen Reiterei ist das ein großer Erfolg, auf dem wir hoffentlich in den kommenden Monaten und Jahren aufbauen können.
In diesem Sinne herzliche Grüße aus Bad Segeberg,
Maritres Hötger
Pferdesportverband S.-H. e.V.

So war der Abend insgesamt sehr interessant und erfolgreich!
Eure Martina Sell

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Berichte 2011

  1. Bericht zur GO von Hauke Themer.pdf
  2. German Open 2011 Mannschaftsteam ein Genuss.pdf
  3. November 2011: Abzeichenlehrgang bei der Horsemanship School Lahann.pdf
  4. August 2011: EWU meets Arche Warder.pdf
  5. Juni 2011: Bericht EWU-C-Turnier Grabau.pdf
  6. Mai 2011: Bericht EWU-C-Turnier Giekau.pdf
  7. Mai 2011: Bericht EWU-C-Turnier Boklund.pdf

Galoppwechsel-Training in Hüttblek mit Martina Sell und Horst Tegtmann

Einen fliegenden Galoppwechsel, einhändig geführt, kaum sichtbar, bequem auszusitzen. Wer träumt nicht davon?
Am 19. November dieses Jahres trafen 8 motivierte Reiter und Reiterinnen auf der Westernreitanlage von Britta Kühl-Bohnee in Hüttblek ein, die als Ziel hatten, dieses schwierige Thema -den Galoppwechsel- anzugehen.
Es fing mit einem leckeren Frühstück im Aufenthaltsraum an, in dem Martina uns anschließend von ihrem Trainingsplan erzählte und die unterschiedlichen Methoden von ihr und Horst erklärte.
Außerdem erzählte jeder seine bisherige Erfahrung mit dem Galoppwechsel bei Ihren Pferden, sowie ihre Lernziele für den Workshop.
Danach hieß es: Rauf aufs Pferd!
Nach dem Warmreiten fingen bereits die Vorübungen für den Galoppwechsel an. In der Halle waren nur Schenkel weichende und travers gerittene Pferde zu sehen- naja zugegebener Weise manchmal auch lediglich ihre Hilfen. Aber aller Anfang ist schwer. Mit der Unterstützung von Martina und Horst gelang es schließlich jedem Reiter.
Nach weiteren Übungen, u.a. auch für das Angaloppieren, gab es ein leckeres Mittagessen, welches wir bereits bei “Mundfein“ bestellt hatten.
Hier noch mal einen Dank an Laura und Xesal, die das organisiert haben.
Danach war wieder Pferdsatteln angesagt und Hü!
Der Kontergalopp wurde durch viele tolle helfende Übungen gelehrt. Nach 2,5 Stunden Training sind dann die Teilnehmer völlig erschöpft und mit neu angeregten Gedanken durch die vielen Tipps abgefahren, mit oder ohne Pferd.
Am nächsten Morgen trafen sich dann wieder alle in dem Aufenthaltsraum. Das erste Gesprächsthema: der Muskelkater, na klar! Man hörte Sätze wie "Mein Po tut mir weh" oder "Boah, ich habe totalen Muskelkater im Rücken."
Man wusste definitiv, was man am vorherigen Tag getan hatte.
Nachdem wir uns mit Brötchen gestärkt und heißem Kaffe gewärmt haben, begann das weitere Training.
Am Vormittag 2 Stunden und nach dem Mittagessen noch einmal 2,5 Stunden.
Dabei wurde am Vortag angeknüpft und individuell auf jedes Problem eingegangen. Am Sonntagnachmittag kam es dann zu den ersten Galoppwechsel.
Ganz toll hat mir gefallen, dass alle Übungen mit verschiedenem Schwierigkeitsgrad geübt werden konnten und dass jedem Reiter individuell geholfen wurde. Gleichzeitig wurde aber trotzdem sehr viel geritten und es entstanden nur wenig Pausen, in denen man warten musste. Das fand ich wirklich klasse -und das kann ich ganz bestimmt im Namen aller sagen.
Auf jeden Fall wurden alle Probleme von Martina und Horst mit dem jeweiligen Reiter und Pferd angegangen, sei es bei den Grundlagen für den Galoppwechsel oder sei es beim Galoppwechsel selbst.
Ich denke wir alle haben sehr, sehr viel an diesem Wochenende gelernt, wir sind ein großes Stück weiter gekommen und unserem Ziel etwas näher gekommen.
Wir danken Martina und Horst ganz herzlich für den tollen Kurs und auch dafür, dass wir den wahrscheinlich langen und kalten Winter mit vielen tolle Übungen von euch überbrücken können.
Anabel Frauendorf

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Der Landeskader Hamburg/ Schleswig Holstein auf den German Open 2011

Auf den Deutschen Meisterschaften der EWU Deutschland war auch der Kader unseres Landesverbands vertreten.
Die meisten Teilnehmer reisten am Samstag an, um die Eingewöhnungszeit und die Paid Warm ups ideal nutzen zu können.
Nach etlichen Waschvorgängen, Mähnegrooming und Abreiten in den zahlreichen Hallen der Anlage waren sowohl Pferd als auch Reiter ideal auf den Beginn der Einzelvorläufe eingestellt, die Montag morgens um 6.30 Uhr begannen.
Der strömende Regen am Sonntag und Montag war aufgrund der anlagenbedingten Gegebenheiten für niemanden ein Grund zur Störung, was einen weiteren Vorteil des Gut Matheshof herausstellt. Von Stallgasse bis zur Showarena muss man fast nicht das Freie betreten. Eine Bedingung, von der wir auf unseren AQ Turnieren in Schleswig Holstein bisher nur träumen können. So starteten also Montag die German Open mit den Einzelvorläufen. Die Reiter des Nordens schlugen sich insgesamt gut durch die Vorläufe, die Woche verging schneller als gedacht und der Tag der Mannschaftsmeisterschaften stand an. Bei strahlendem Sonnenschein präsentierten sich die einzelnen Landesverbände auf die unterschiedlichste Art und Weise. Auch der Landesverband Hamburg – Schleswig Holstein war nicht nur mit den entsprechenden Landesflaggen ausgestattet, sondern auch eingekleidet mit Hemden und Slinkys in den Landesfarben, die von Nili Siebler geschmackvoll entworfen und geschneidert worden waren. Von allen Seiten gab es für diese einzigartige Kreation große Bewunderung. Außerdem waren die Kaderjacken diesmal rot, natürlich mit beiden Flaggen auf der Front, organisiert von Anna Kiersch. Nach Mannschaftsaufmarsch und Vorstellung hatte unser Fanblock, der übrigens erfreulich stark besetzt war, leider eine längere Pause, da in diesem Jahr bedauerlicherweise kein Jugendkader zustande gekommen ist. Dieser bedenklichen Entwicklung ist entgegenzuwirken. Wir suchen dringen Jugendliche, welche Engagement, Ehrgeiz und Erfolg vereinen, eben die Eigenschaften, die einen Reiter des Landeskaders ausmachen.
Daher scheut euch nicht, auf die Kaderchefin Amrei Plewe zuzugehen.
Wie Regina bereits berichtete, verlief der Mannschaftswettbewerb für Hamburg/ Schleswig Holstein sehr gut, so dass an dieser Stelle zwar nicht weiter auf die Einzelergebnisse eingegangen werden soll, allerdings möchte ich aus Teilnehmersicht nochmals betonen, dass zum Einen die Konkurrenz sehr stark war und zum Anderen auch das jeweilige Gemüt der Pferde zu beachten ist. Nicht jedes Pferd konnte leicht mit der Atmosphäre von 1500 Zuschauern in einer derart großen Halle umgehen. Dennoch sollen sich mehr Reiter, insbesondere Jugendliche, motiviert fühlen, ebenfalls mehr sportlich ambitionierten Einsatz zu zeigen und nach Kreuth zu reisen, wenn sie sich gut qualifiziert haben. Es herrschen in Kreuth ideale Trainings- und Vorstellungsmöglichkeiten, hervorhebenswerte Unterbringung von Reiter und Pferd und die lange Anfahrt hat bisher dem Großteil der Reiter und Pferde nicht mehr zugesetzt als eine Fahrt nach Niedersachsen oder ähnliches.
Abschließend ist festzuhalten, dass der Landeskader eine schöne, Alles in Allem erfolgreiche Woche erlebt hat und bereits in den Vorbereitungen für die nächste Saison steckt, damit das Ergebnis noch positiver ausfällt.
Hauke Themer

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November 2011: 1.Bliedersdorfer Reiterrallye

Am dritten Oktoberwochenende fand auf dem Hof Dohrenblick in Bliedersdorf die erste Reiter- Rallye statt. Die Breitensportabteilung der EWU Hamburg/ Schleswig-Holstein und der auf dem Hof ansässige Western Trainingsbetrieb Western Haflinger Horses hatten die Rallye initiiert. So gingen bei schönstem Oktoberwetter 14 Erwachsenenteams und 3 Kinderteams an den Start.


Geritten wurde eine abwechslungsreiche Geländestrecke mit Feld – und Waldabschnitten die von vier Stationen, an denen die Reiter Aufgaben und Spiele absolvieren mussten, unterbrochen wurde. Nach dem ca. zweieinhalbstündigen Geländeritt wartete auf dem Außenplatz ein besonderer Trailparcour auf die Teilnehmer, der nicht einfach nur durchritten werden musste, sondern durch den auch noch ein großer Gymnastikball mit Hilfe eines Besens dirigiert werden sollte.


Es galt also Pferd und Ball durchs Tor, über eine Brücke, durch einen Slalom, eine Stangengasse und durch ein Flattertor zu manövrieren. Hier zeigten die Teilnehmer viel Ehrgeiz und Ideenreichtum beim bewältigen der Aufgabe. Nachdem der letzte der insgesamt 36 Reiter den Trailparcour ab- solviert hatte, begann das große Auszählen der Punkte und das Warten auf die Siegerehrung.



Für die ersten drei Plätze gab es Schleifen und Sachpreise, sowie einen Pokal für das erstplatzierte Team. Bei den Kindern siegte Emma Otten, die Tochter unserer ersten Vorsitzenden Andrea. Sieger bei den Erwachsenen wurden die Schwestern Janet und Jaqueline Suchland.Als Sponsor konnte die Stader Saatzucht gewonnen werden, die den ersten Platz bei den Erwachsenen mit Futtergutscheinen belohnte. Die übrigen Sachpreise , Schleifen und Pokale lieferte die Sponsorengemeinschaft aus EWU und Western Haflinger Horses.


An dieser Stelle möchten wir uns bei Kristin und Gerd Höper vom Hof Dohrenblick, sowie unseren fleißigen Helfern Ulrike, Sandra, Frauke, Heike, Britta, Richard, Marco, Dirk und ganz speziell Helmut und Edith Pollok für ihre Unterstützung bedanken.


Nachdem die Premiere nun geglückt ist, wird es wohl nächstes Jahr eine Fortsetzung geben.

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November 2011: Abzeichenlehrgang bei der Horsemanship School Lahann

Wir gratulieren unseren erfolgreichen Abzeichen-Prüflingen 2011
Montag, 17.10.2011 10:00:

Start in Oldendorf bei Silke und Kai mit
Organisation, Kennlernen usw. ...
… und gleich folgt die erste Theorieeinheit.
Kurze Mittagspause, danach auf zur Halle und ein Nachmittag Reiten.
Es folgenden vier Tage "Stress pur":
Start um 08:00 Uhr morgens:
· 2 x täglich trockene Theorie pauken …
· - 2 x täglich reiten. Gruppe, Horsemanship, Trail oder Gelände
· - nicht zu vergessen: zwischendurch die Pferde versorgen
Der Zeitplan sagte jeweils ein Ende zwischen um 17:00-18:00 Uhr voraus.
Obwohl wir Dank der tollen aktiven Mitarbeit aller "Kursis" selbst mit unseren Theorieeinheiten
(bekannt für Überziehungen) in der geplanten Zeit blieben, war dann das Tagesende meist doch um 30-60 Minuten verspätet.
Trotzdem hatten alle offenbar alle Spass und noch genug Zeit sich auf die Prüfung einzustimmen.
Die "Generalprobe" am Freitag Nachmittag tat, was Generalproben tun sollen:
Das eine und andere ging schief ...
Samstag – Prüfungstag - morgens 10:00 Uhr:
· Allgemeines Kennenlernen und aufmunternde Worte von den Prüfern Dietmar Boyks (EWU) und Egbert Röschmann (FN).
· Danach Theorie:
· Zuerst „schriftlich“ für das WRA III und – parallel dazu – mündlich „Basispass Pferdekunde“
· danach mündlich „WRA IV“ und dann „WRA III“
· Soweit so „gut“ – die Noten reichen, wir machen weiter.
Der Tross macht sich auf zur Reithalle ...
· Zunächst „Gruppe“ für WRA IV.
2 x 3 statt 1 x 6 weil leider eines unserer Lehrgangspferde lahm ist und deshalb ein anderes zwei Reiterinnen durch die Prüfung trägt.
Kai als „Ansager“ gefällt das gemeinsame Grüßen nicht – die Prüfer grüßen zurück und grinsen (wahrscheinlich eher über Kai als über die Reiterinnen …) freundlich.
· Es folgen Horsemanship WRA IV + WRA III, danach:
immer noch nette Gesichter bei den Prüfern, offenbar alles ok.
· Dann Trail für WRA IV + WRA III, danach:
nun soll ja der Geländeritt folgen …
· ABER da ist ja noch der Mann von der Presse, der noch Fragen hat und ein Gruppenfoto machen soll.
Also vereinnahmen wir nun auch noch den Aussenreitplatz für das Gruppenfoto.
· Direkt im Anschluss machen Prüfer und WRA III-Prüflinge auf dem Platz mit der Geländeritt-Theorie weiter – wir werden gefragt, ob wir bitte zumindest den Hufschlag freigeben könnten.
Ein kurzer Hinweis an die Prüfer genügte, natürlich können wir den Platz verlassen.
· An die Reiter auf dem Platz:
Noch einmal herzlichen Dank für das Verständnis und Entschuldigung dafür, dass Ihr uns bitten musstet, zu gehen.
· Nun geht’s zum „Geländeritt“
Strasse ok, rechts abbiegen ok, Trab in der Gruppe auch kein Problem, Gruppengalopp ist aufgrund des nassen Bodens nicht möglich.
Herr Röschmann sagt dazu:
„Egal … mich interessiert in erster Linie, ob jemand alleine von der Gruppe wegreiten kann, damit er Hilfe holen kann.“ Cool, das macht Sinn!
Auf dem Rückweg kommen neben reiten auf der Strasse nun auch noch „Strasse kreuzen“ und „im Verband links abbiegen“.
Prüfer und Ausbilder waren im Gespräch über das, was den Tag über gelaufen war, als der Ruf kam „Sind wir fertig, dürfen wir absteigen?“.
Natürlich ist ein Ausritt beendet, wenn man heil und sicher zuhause angekommen ist :-)
Geschafft!!!
Auch der letzte Prüfungsteil wurde wie die vorherigen von allen Teilnehmern sicher und souverän absolviert.
·
Endlich kam der wichtige Teil, die Auswertung.
Alle haben bestanden!
Dietmar Boyks lobte die sehr gute und lockere Stimmung und den Teamgeist der Teilnehmerinnen.
Am 22. Oktober 2011 wurden dann folgende Abzeichen verliehen an:
· Basispass Pferdekunde
Malin Creydt (11), Oldendorf
· Basispass Pferdekunde & WRA IV
Sarah Hauschildt (15), Winseldorf
· WRA IV
Zora Glänzer (13), Wilster
Kira Zornig (15), Oldendorf
Kim Falendieck (15), Oldendorf
Melissa Volland (16), Oldendorf
Lea Karwoth (15), Oldendorf
· WRA III
Lara Sommer (16), Bokel
Petra Sommer (48), Bokel
Merve Delfs (42), Rodenbek
Wir haben die Prüfer nicht nach Noten gefragt, sie sprachen uns gegenüber aber durchgehend von „guten“ Leistungen.
Wir gratulieren all unseren „Prüflingen“ zur bestandenen Prüfung!
Wir hoffen, Ihr macht so weiter …
Wir danken Dietmar Boyks und Egbert Röschmann für die super „Prüfungsstimmung“.
Silke & Kai Lahann

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Berichte 2010

  1. Oktober 2010: Horse and Dog Trail Kurs in Hüttblek am 09./10. Oktober 2010
  2. Juli 2010: Ein Mädchentraum wird wahr oder Turnierpferde im Urlaub!
  3. August 2010: Neue Trainer-C und B- Westernreiten - Prüfung am 12.08.2010 in 23847 Schiphorst
  4. Juli 2010: Die nicht nur mit den Pferden flüstert - Interview mit Hundetrainerin Mareike Linsner
  5. Juli 2010: Bericht vom 1. Kadertraining in Grabau
  6. Juni 2010: Teilnehmerbericht vom C Turnier in Grabau von Kirsten Krüger
  7. Juni 2010: Luhmühlen oder: Ein sehr vielseitiges Turnier
  8. Juni 2010: Trailkurs am 6. Juni 2010 mit Olaf Illner auf der Reitanlage Schliecker in Emsen
  9. Juni 2010: Neue Inhaber der Abzeichen Basispass Pferdekunde, WRA Kl. IV, WRA Kl. III und DLA Kl. IV
  10. Mai 2010: Bericht über das EWU C-Turnier am 15. und 16. Mai 10 in Boklund bei Roger`s Area
  11. Mai 2010: Bericht über das EWU-C-Turnier am 1. und 2. Mai 2010 in Giekau
  12. Mai 2010: Richtig Angaloppieren – Grundlage für jede weitere Ausbildung
  13. April 2010: Western Allround-Kurs Negernbötel 24./25.4.2010
  14. April 2010: Ein perfektes Wochenende auf der Hansepferd
  15. April 2010: Kurs „Turniervorbereitung“
  16. März 2010: Hausturnier mit Workshops am 27. – 28.3.2010 auf dem Hof Wüstenkate
  17. Februar 2010: Westernsattel-Seminar in Schnakenbek
  18. Februar 2010: Eckart Meyners in Ammersbek
  19. Januar 2010: Kurs Trail für Jungpferde am 23.01.2010 bei Helga Hommel

  20. Archiv: Berichte 2009

Oktober 2010: Horse and Dog Trail Kurs in Hüttblek am 09./10. Oktober 2010

Meinen ersten Kontakt mit der schönen Disziplin hatte ich als Zuschauer beim Landesbreitensportturnier 2010 in Bad Segeberg. Da nur 3 Teams gestartet sind, ( und das auch nur, weil eine Reiterin mit 2 Pferden und 2 Hunden nacheinander an den Start ging) habe ich beschlossen, selber einmal mitzumachen! Noch in der darauf folgenden Woche sicherte ich mir einen Kursplatz bei dem Ehepaar Lahann.


Ich gebe aber zu, dass mir mit Näherrücken des Kurstermins immer mulmiger zumute wurde. Und als ich auch noch realisiert hatte, dass der Veranstaltungsort ein professioneller Stall sein würde, ist mir vollends die Fantasie durchgegangen!


Ich sah mich mit meinem Anhänger aus der Nachkriegszeit auf den Platz rollen und unter den Augen der Showcracks mit ihren wunderschönen Hochleistungspferden meinen zotteligen Freizeit – Hafi ausladen…Natürlich würde ich herausstechen wie das sprichwörtliche hässliche Entlein, meine Reitkünste sich als verheerend erweisen und mein armer, angekleideter Boxer – Bub unter all den hochintelligenten Collies wie ein Verlierer dastehen…
Zum Glück war mein anfänglichen Bauchgrimmen dann doch gänzlich unbegründet!


Zwar stieß ich tatsächlich auf eine Riege glattfelliger, edler und wertvoll ausgerüsteter Rösser, tatsächlich ritten gut die Hälfte der Teilnehmer auf Turnieren und bis auf einen Labrador, einen Parson Jack Russel und einen Mischling mit Schmetterlingsöhrchen, waren sämtliche Hunde sogar wirklich Border Collies oder Australian Shepherds. Aber die Reiter erwiesen sich als nette Mitstreiter und selbst unter den Pferden konnte mein Hafi mit seiner Coolness punkten. Der ein oder andere edle Vertreter seiner Rasse hatte dagegen gewisse Vorbehalte gegenüber schaurigen Toren, grausigen Stangen oder dem entsetzlichen Hundetunnel.


Alles in allem war mein Dreier – Team durchaus vorzeigbar, trotz all seiner kleinen Defizite!


Da man bei dieser Art von Trail zum Glück auch nicht stumm sein muss, konnte ich meinen jungen Rüden wie gewohnt mit lautem Anfeuern und Gequietsche motiviert und fröhlich durch den Parcours bringen. Entgegen meinen Befürchtungen war er keineswegs ungeeigneter als die schlauen Hütehunde und hatte ebenso viel Spaß wie diese.


Silke und Kai Lahann waren sehr geduldige und ruhige Trainer und sehr nett. Wir haben gute Tipps bekommen und standen bei den zu bewältigenden Aufgaben unter keinerlei Druck. Eines der Highlights war für mich die Foto – Session der von uns geschossenen Bilder und die Ansicht und Analyse des aufgenommenen Abschluss – Trails. Trotzdem Pferd und Hund – oder auch mal der Reiter – nicht immer alles perfekt hinbekommen haben, konnte aufgrund der vielen witzigen Aktionen der beteiligten Vierbeiner kein Frust aufkommen. Ich glaube, ich habe an dem Wochenende mehr gelacht als gesprochen!


Ich denke, dass jeder von uns den Kurs sehr genossen und auch viel Nützliches mit nach Hause genommen hat. Ich bin auf jeden Fall auf den Geschmack gekommen und trotz der zauseligen Erscheinung meines kleinen Teams fest entschlossen, ab kommendem Jahr auch in Sachen Horse – and – Dog – Trail unterwegs zu sein!


Zum Schluss noch vielen herzlichen Dank meinerseits an die Reiter und Reiterinnen des Stalles von Helga Hommel für die freundliche Aufnahme der fremden Pferde, Reiter und Hunde! Ich habe in größeren (Turnier-)Ställen schon einen ganz anderen Umgang mit „Fremdlingen, die die Halle blockieren“ erlebt und war sehr angenehm überrascht. Mit einem letzten Gruß an Tillman, den dort entdeckten, anderen sehr reizenden  Boxer, verabschiede ich mich und hoffe, den einen oder anderen Kursteilnehmer als Konkurrenten einmal wieder zu treffen!
Anna Lenser

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Juli 2010: Ein Mädchentraum wird wahr oder Turnierpferde im Urlaub!

Die Lahanns aus Oldendorf, bekannt für lustige und gut durchorganisierte Aktionen, luden im Juli zu
einem Kurzurlaub mit eigenem Pferd auf Neuwerk.


Nun, ich überlegte ca. 2 Sekunden und beschloss, dass ich dabei bin. Der einzige Haken an der Sache
war allerdings, dass ganz „old school“ jeder seinen Kram für drei Tage auf das Pferd binden und dieses
mit eigenen Hufen zum Urlaub laufen musste. Nur eine Tasche mit den wichtigsten Dingen wurde von
den Wattwagen mit nach Neuwerk genommen.


Gesagt getan, morgens um halb vier glaubten unsere Ponys, Scheijtan und Lucky Luke Olena, beide bekannte Turnierzausel, ihren Augen nicht, als wir (Sandra Bleher und ich) sie fröhlich auf der Weide einsammelten. Beide sind „Kummer“ ihrer Reiter gewohnt, aber so früh…!
Kurzer Hand, nach Irreführung durch unser Navi, fanden wir uns gegen 07:00 Uhr morgens in Sahlenburg zum Wattreiten ein. Die Tide ist unbarmherzig auch Urlaubern gegenüber und so ritten wir mit zehn Reitern in den Sonnenaufgang.


Fröhlich und neugierig trabten unsere Ponys durch das seichte Wasser unserem Urlaub entgegen. Der erste Priel trennte dann allerdings zügig Spreu von Weizen und so mussten die erfahrenen Trailponys die Wasserlage checken. Wer braucht schon ‘nen Reiner im Watt??
Erst als die Wassermonster keine Tribute forderten, gingen alle Pferde flott durch das teilweise bis zum Bauch reichende Wasser.


Kurz vor Erreichen der Insel fing es ganz plötzlich so sehr an zu regnen, dass alle innerhalb kürzester Zeit bis auf die Unterhose nass waren. Herr Fock, der Chef des Hofes, bei dem wir uns im Heuhotel, Bettenlager bzw. Hotelzimmer eingemietet hatten, empfing uns unbürokratisch und verständnisvoll mit den Worten: „Legt erstmal eure Seepferde trocken, dann gibt’s was zu essen!“


Gesagt, getan… Ponys versorgt, Frühstücksbuffet genossen und erst 10:00 Uhr morgens! Das Wetter verwandelte sich plötzlich zum Sommerfeeling pur, so dass wir eigentlich den ganzen Tag irgendwo im Garten oder am Deich entspannten. Abends drehten wir wieder eine schnelle Runde im Watt.


Der folgende Tag war ebenso sommerlich. Also beschlossen wir in der Nordsee baden zu gehen.
Einfach so kann ja jeder – also nahmen wir kurzer Hand unsere Ponys mit. Ein Mädchentraum wird wahr!!

Ich gehe im Badeanzug mit meinem Mops in der Nordsee baden! Idealerweise empfand mein Pony genauso und obwohl er schwimmen nicht kannte, zog er sofort ins tiefe Wasser und schwamm!!
Die anderen Ponys schwammen hinterher und eines beschloss selbstständig zur Gruppe zu schwimmen, anstatt auf sein Herrchen zu warten. Bei Gelegenheit könnt ihr Thorge Steffens ja mal fragen, wie sein Pferd Blitz „schwallopieren“ kann und wieso er seinen Poseidon ähnlichen Haffi nicht normal zu uns geritten hat … ;-)


Nun ja, ereignisreiche Tage gingen zu Ende, wir hatten alle einen schönen Teint, drei Tage gut gegessen
und viele neue Eindrücke im Gepäck. Die Rücktour verlief ebenso feucht wie die Hintour, wenn auch das
Wasser diesmal nur von unten spritzte und die Priele noch nicht ganz so leer waren wie beim Hinritt!


Ich bin trotz der aufwendigen Anfahrt nach Cuxhaven und mehrfacher komplett Naturdusche sehr froh an dem Kurzurlaub teilgenommen zu haben und freu mich auf ein neues Abenteuer aus dem Hause Lahann!!

 

Silke Jaworofski

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August 2010: Neue Trainer-C und B- Westernreiten - Prüfung am 12.08.2010 in 23847 Schiphorst

Die Prüfung fiel dieses Mal auf einen Donnerstag. Das lag daran, dass ich für das Wochenende keine Richter mehr buchen konnte, da alle schon auf Turnieren verpflichtet waren. Erst dachte ich als Ersatz an den Freitag, das wäre aber ein „Freitag der 13.“ gewesen und ich befürchtete, dass sich dann kaum jemand zum Lehrgang anmelden würde…

 

Nach einem anstrengenden  Lehrgang, der auf zwei Blöcke aufgeteilt war, bestanden folgende Teilnehmer ihre Prüfung:

 

Trainer-C-Westernreiten

 

- Michaela Lemke, 22946 Brunsbek
- Nadine Chamier, 22081 Hamburg
- Tanja Wollenstein, 21629 Neu Wulmstorf
- Sabrina Pfitzner, 22415 Hamburg
- Sabine Grebe, 64546 Mörfelden-Walldorf
- Eileen Geßner, 57399 Kirchhundem
- Dominique Altmann, 25355 Lutzhorn

 

Trainer-B-Westernreiten

 

- Isabel Hübner, 22397 Hamburg
- Kristin Schlüter, 24106 Kiel
- Melanie Roch, 07426 Königsee

 

Herzlichen Glückwunsch Euch allen!!!

 

Drei Teilnehmern half es jedoch leider nichts, dass ich „Freitag den 13.“ frei gehalten hatte. Ihre Leistungen in der Prüfung reichten nicht aus, was die anderen Teilnehmer und auch ich als Kursleiterin sehr bedauerten. Eine weitere Teilnehmerin hatte selbst kein geeignetes Pferd und kam auch mit den zur Verfügung gestellten Pferden nicht zurecht.


Den drei Prüfern Dietmar Boyks, Ingo Hirschkorn und Egbert Röschmann entgeht nun mal keine Schwäche. Außerdem werden die Prüfungsritte seit diesem Jahr „ge-scored“, was die Sache für die Reiter nicht leichter macht.
Manch ein Teilnehmer fand mich während des Lehrgangs sicher sehr penibel, aber in den Prüfungen wurde deutlich, warum ich bei bestimmten Dingen nicht locker lasse, bis sie sitzen. Ganz gleich, ob wir hier vom Reiten oder vom Unterrichten reden.

 

 

Mein Ziel ist es jedenfalls immer, dass alle nach dem Kurs genauso fröhlich, freundlich und motiviert auseinander gehen, wie sie anfangs begonnen haben – und ich hoffe, dass mir dies auch weiterhin gelingt.

 

 

Eure Martina Sell

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Juli 2010: Die nicht nur mit den Pferden flüstert - Interview mit Hundetrainerin Mareike Linsner

Mareike ist eine der wenigen Westernreiterinnen, die neben dem Reiten sich auch professionell mit Hundetraining auseinandersetzt. Im Jahr 2007  übernahm sie bei Peter Raabe auf der Wittmoor Ranch in Norderstedt (bei Hamburg) die Verantwortung für die professionelle Ausbildung von Hund und Halter. Die Idee dabei war, neben der Reitanlage eine Hundeschule mit integrierter Pension anzubieten. Mit Mareike Linsner und Peter Raabe haben sich somit auf der Wittmoor Ranch zwei Profis zu einer Gemeinschaft verbunden.

 

Mareike, wann hast Du die Entscheidung getroffen, Hundetrainerin zu werden und wie kam es dazu?

 

Schon in frühen Jahren trainierte ich mit meinen eigenen Hunden unter Anleitung intensiv. Das Training mit den Hunden bereitete mir großen Spaß und ich entwickelte zunehmend den Wunsch, mich mehr mit diesem Thema zu beschäftigen. Während meiner Tätigkeit als Tierarzthelferin habe ich von dem einzigartigen Studiengang Kynologie im Canis Zentrum gehört und habe mich sofort beworben. Nach dem Auswahlpraktikum war alles klar: Ich werde Hundetrainerin!

 

Im Canis Zentrum für Kynologie in Bad Bramstedt hast Du mehrere Jahre studiert. Kannst Du uns bitte erläutern, was das Canis Zentrum für Kynologie ist und wie deine Ausbildung dort verlaufen ist?

 

Das Canis Zentrum bietet ein Studium im Bereich Kynologie (Lehre vom Hund) an. Das dreijährige Studium beinhaltet vielfältige theoretische Einheiten. Hinzu kommen Workshops und Praktika, sodass Theorie und Praxis sinnvoll miteinander verbunden werden. Die Studienjahre, in denen ich Erfahrungen mit zahlreichen Hunden verschiedenster Rassen, Problemen und Lebensgeschichten gesammelt habe, waren sehr lehrreich. Nebenbei arbeitete ich in einer Tierheim AG für schwer vermittelbare Hunde. Hier habe ich meine Affinität für Problemhunde entdeckt. Eine unglaublich tolle Erfahrung war es jedesmal, wenn ein Problemhund von mir erfolgreich trainiert und vermittelt wurde.

 

Du hast bereits vor der deiner Tätigkeit auf der Wittmoor Ranch in der Hundeschule „Hundeleben“ des renommierten Ausbilders Michael Grewe gearbeitet. Was hat Dich dazu bewogen, Dich selbstständig zu machen? Profitierst Du heute noch von den Erfahrungen, die Du damals gemacht hast?

 

Vor allem hat mich dazu bewogen ein eigenes Konzept der Hundeausbildung in Zusammenarbeit mit dem Pferd zu realisieren. Jetzt hatte ich endlich die Möglichkeit, Pferd und Hund zu vereinen. Natürlich profitiere ich auch noch heute von den gesammelten Erfahrungen und es macht mich stolz, mit einem so renommierten Hundeausbilder wie Michael Grewe gemeinsam gearbeitet zu haben. In der Zusammenarbeit mit Hund und Pferd sammele ich täglich neue Erfahrungen. Man lernt natürlich nie aus, deswegen bilde ich mich auch stetig weiter.

 

Auf der Wittmoor-Ranch bietest Du ein vielseitiges Angebot von Welpengruppen über das Training mit Problemhunden bis zur Gehorsamsprüfung an. Kannst Du uns deine Ziele als Ausbilderin von Hunden erläutern?

 

Jede Hund-Halter-Beziehung ist natürlich individuell, da darf ich nicht von meinen eigenen Zielen sprechen. Ich habe immer gemeinsame Ziele mit Besitzer und Hund, auf den jeweiligen Ausbildungsstand zugeschnitten. Der Hund sollte das Leben eines Menschen bzw. einer Familie bereichern und nicht ein Problem darstellen. Hierfür ist es aber zunächst notwendig, dass der Mensch die Biologie des Hundes versteht und akzeptiert. Es muss erkannt werden, dass die Grundvoraussetzung für ein harmonisches Miteinander ist, dass der Status des Menschen in der Beziehung geklärt ist. Ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund geklärt, entsteht ein sehr direktes Miteinander, das den Reiz von Hundehaltung ausmacht und es zudem auch so schwer, den Hund nicht zu vermenschlichen.

 

Für Reiter/innen besonders interessant dürfte sein, dass Du neben der traditionellen Hundeausbildung auch Reitbegeleithunde ausbildest. Welche Voraussetzungen sollte ein zukünftiges Pferd- Hunde-Team mitbringen, wenn es zu Dir ins Training geht?

 

Viel Humor und Lernbereitschaft sollte jeder Teilnehmer mitbringen. Vor allem natürlich auch Geduld. Es ist aber ganz gleich, auf welchem Ausbildungsstand sich das Hund/Pferd/Halter-Team befindet oder
welcher Rasse es angehört – lernen kann jeder!

 

Neben einem harmonischen Miteinander und gemeinsamen Ausritten mit Pferd und Hund wünschen sich zunehmend mehr Reiter/innen, auch auf Turnieren ihr Zusammenspiel mit Pferd und Hund in Prüfungen vorzustellen. Seit einigen Jahren besteht bei der EWU auch diese Möglichkeit in Form eines Horse and Dog Trails. Kannst Du kurz erläutern  was ein Horse and Dog Trail ist?

 

Horse und Dogtrail ist das Ergebnis langer Trainingseinheiten. Hier müssen Hund, Pferd und Reiter so perfekt zusammen spielen, dass sie gemeinsam einen Parcour mit verschiedensten Hindernissen, wie Brücke oder ein Tor, bewältigen.

 

Vom 11-12.September bietest Du gemeinsam mit Peter Raabe erstmals einen speziellen Kurs für die Disziplin Horse and Dog Trail auf der Wittmoor Ranch an. Kannst Du uns sagen, für wen der Kurs ist, wie viel er kostet und welche Inhalte schwerpunktmäßig behandelt werden?

 

Der Kurs richtet sich an jeden, der gemeinsam mit Pferd und Hund lernen möchte. Vorgesehen sind drei Etappen: Training Hund und Halter; Training Pferd und Reiter – und dann in der dritten Etappe wird alles zusammengeführt. Der Kurs kostet für zwei Tage 150,00 EUR – Getränke inklusive. Ein paar Plätze sind noch frei, die gerne noch belegt werden dürfen. Weitere Informationen gibt es auf unserer Homepage www.wittmoor-ranch.de oder ruft mich gerne an (0170/20 54 73 9).

 

Mit einem Kurs ist vielleicht ein erster Grundstein für ein Horse and Dog Trail Team gelegt, stehst Du nach dem Kurs auch den Teilnehmer/innen zur Verfügung und sind weitere Kurse geplant?

 

Natürlich beraten wir als Team nach dem Kurs alle Teilnehmer noch gerne weiter. Einzelstunden, in denen an individuellen Schwierigkeiten und Herausforderungen gearbeitet wird, biete ich auch nach Absprache an. Weitere vertiefende Kurse auf der Wittmoor Ranch sind in Planung. Zudem können Interessierte auch Tages- oder Wochenendkurse mit uns auf ihrer eigenen Anlage buchen. Wir helfen gern!

 

Vielen Dank für das gemeinsame Gespräch.

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Juli 2010: Bericht vom 1. Kadertraining in Grabau

Am 24/25.07.2010 fand das  erste Kadertraining auf dem Pferdehof Ramm statt!
Pünktlich ab 9:00 trudelten alle, von unserer Kaderchefin Amrei Plewe vorerst auserwählten, Reiter ein.Einige eingeladene Reite haben aus Urlaub- oder Krankheitsgründen abgesagt. Dabei waren:


Katrin Langenbeck,Katharina Dahm, Hauke C. Themer, Nili Siebler,Wencke Rohwedder, Marisa Bartusch,  Felix Taubenheim, Katharina Ramm, Gordon Dubau und Nicole Maaß.  


Es erwartete uns eine sehr schöne  Anlage mit großen,  gepflegten Boxen für unsere Sportpartner!


Nachdem sich alle sortiert hatten; d.h Pferd untergebracht, Sattelzeug vor die Boxen, H änger weggestellt,einen leckeren Kaffee getrunken hatten, wurden wir, den einzelnen Disziplinen entsprechend, eingeteilt. Für die erste Unterrichtseinheit sollten sich die für HMS und WPL vorgesehenen Pferd/Reiterkombis fertig machen, am Nachmittag wurde dann der Trail in´s Auge genommen!


Nachdem sich alle Teilnehmer der ersten Gruppe aufgewärmt hatten, zog Thorsten Heier uns erst einmal allen die Beine lang!! Puh… o.k, HMS-Sitz , aber Hilfengebung ohne Sporen nur mit der Wade ohne das Knie hochzuziehen….wir gaben alle unser Bestes und Thorsten nahm sich jeden Reiter einzeln zum korrigieren, helfen  und erklären. Dann baute er uns eine kleine Pattern auf , erst mit, dann ohne Pylonen!! Da merkt man erstmal wie fixierend  diese kleinen Hütchen doch sind. Zum Schluß  noch eine Runde  Pleasure, auch dort gab es einige kleine, aber sehr entscheidende Tips  von ihm.


Das Mittagessen nahmen wir dann in dem sehr gemütlichen Reiterstübchen zu uns und wurden abwechselnd zum Jacken und Größen  anprobieren gebeten, die dieses Jahr von  Western Enterprise „Pucki“ gesponsert werden! Während dessen trugen sich die Trailreiter ihre Stangen in die Halle und Thorsten baute viele „lustige“ Stangenkombinationen auf!


Für den Sonntag war dann WR und Reining training angesagt, zu dem ich nicht zugegen war und deshalb nur über den Samstag sagen kann: Kreuth zieh Dich warm an, Schleswig-Holstein hat spitzen Reiter am Start!
Müde, aber mit vielen Tricks in der Tasche ging´s dann nach hause...


Danke Amrei für die Organisation es hat super  viel Spaß gemacht!
Nili Siebler

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Juni 2010: Teilnehmerbericht vom C Turnier in Grabau von Kirsten Krüger

Schland, o Schland & Gewitter

 

Selbst der hundertjährige Kalender hatte vor dem Wochenende vor Reif und Frost gewarnt, die aktuellen Wetterberichte munkelten etwas von Gewitter und Sturmböen. Doch durch solch vage Vermutungen lassen sich die positiv denkenden Turnierreiter zum Glück von nichts abhalten.

 

Am Freitag ging es los gen Grabau, wir hatten gegen Mittag die Ponies auf den Anhänger gepackt und kamen bei Sonnenschein an. Die Anlage sah - wie immer – TipTop aus, die Plätze waren schon perfekt abgezogen und die Boxen waren sofort einzugsbereit und einladend eingestreut. Und was ein echtes Pony, fühlt sich hier schließlich sofort (zumindest solange es etwas zu fressen gibt) Zuhause.

 

Während weitere bekannte Gesichter eintrudelten und wir die Zeit zum ersten Reiten nutzen, hatte die Meldestelle schon gut zu tun. Ich  muss jedoch sagen, daß ich das Gefühl habe, daß sich jedes Jahr wieder etwas in Grabau steigert. Und seien es in manchen Augen nur Kleinigkeiten, aber man merkt einfach, daß die Liebe im Detail steckt (was trotzdem jede Menge Arbeit erfordert). So bekam z.B. dieses Jahr jeder einen Hufkratzer von der Ramm-Ranch bzw. Western Enterprise – Tolle Idee, danke!

 

Am Freitag abend standen dann die Rinderklassen auf dem Programm oder auch – jede Menge Spaß, nicht nur für die Teilnehmer. Es kam eine beachtliche Anzahl an Team Penning- und Cutting- Reitern zusammen. Während ich selbst jedoch zuschaute und mich ärgerte. Warum hatte ich bloß nicht auch genannt?! So manches Rind hinterließ schließlich auch noch einen bleibenden Eindruck, nicht nur bei den Teilnehmern, sondern auch z.B. an der Bande..

 

Nächstes Mal weiß ich das definitiv besser. Denn es wird sicherlich ein nächstes Jahr in Grabau geben. Für mich – und wie ich immer wieder von anderen höre – ist Grabau eines dieser besonderen Turniere auf einer tollen Anlage mit einer Spitzen-Atmosphäre. Und auch diejenigen, die noch nicht in Grabau waren, sind neben den beiden genannten Punkten auch gerade davon angetan, daß überall Helfer sind, die nicht nur jederzeit bereit stehen sondern auch noch herausragend fröhlich bei der Sache sind – ein dickes Lob hiermit an das gesamte Helferteam.

 

Am Samstag (wie auch am Sonntag) begann der Morgen früh, sicherlich für die Teilnehmer, aber noch sicherer für die Helfer. Der Samstag war windig und nachdem die größte Klasse (Lk3A) den Trail geschafft hatte, bekamen wir doch noch eine morgendliche Dusche während der Siegerehrung. Danach hatten wir allerdings erstmal Ruhe, auch wenn sich hier und da noch ein kleiner Schauer blicken ließ, blieben wir vor dem angekündigten Regen und dem Unwetter verschont – wenn Engel eben reiten.

 

Vor allem sollte erwähnt werden, daß alle maßgeblich und aktiv am guten Wetter mitarbeiteten, wir hatten ja auch jeden Grund dazu. Nicht nur der ausladende Western-Barbeque Grill, der neben dem herausragenden Angebot einfach sehr leckere Sachen anzubieten hatte, sondern natürlich auch das oft gerühmte Kuchen-Buffet. So mussten wir uns erst eines der begehrten Kuchen-Stücke sichern (die besten sind schnell weg!), um dann noch beim Grill etwas einzusammeln und uns danach zu überlegen, ob nicht doch noch Platz für ein weiteres Stück Kuchen sei...oder doch eine frische (unglaublich lecker-lockere) Waffel? Zum Glück läuft oder reitet man sich die meisten Kalorien auf einem Turnier wieder schnell ab.

 

Oder man nutzte den Verdauungsspaziergang für einen Bummel durch die Stände. Auch dieses Jahr waren vielfältige Angebote zu sehen wie selten auf einem anderen Turnier, von Zubehör und Sätteln (Western Enterprise) über Maßsättel (Sattlerei Gieseke), handgefertigten Lederwaren (Stefan Breywisch) und den inzwischen bekannt-/begehrten Holzarbeiten von Dettmer Deko hin zu Schmuck und sogar einem Anhängerhersteller (Böckmann).

 

Zu den Partynächten in Grabau braucht man eigentlich nicht viel sagen (wer dabei war – weiß bescheid. Wer nicht dabei war – selbst schuld ;-). Nur, daß immer viel zu wenig Zeit dafür ist, da der Morgen immer sehr früh beginnt und auch am Sonntag gleich um 7.00 Uhr wieder eine Showmanship auf dem Programm stand.


Und irgendwann ist immer das erste Mal, aber auch hier zeigt sich, wie freundschaftlich und toll die Atmosphäre ist. Wer seine Nummer vergessen hat, ist raus. Dachte ich. Zum Glück war laut Zeitplan genau eine Minute Zeit, die Richterin super-tolerant, die Ansage lautete nur – „Lauf!“. Das Pony wurde kurzerhand jemandem in die Hand gedrückt, im Sprint war die Nummer an der richtigen Stelle, die Helfer wiesen grinsend den Weg. Danke & dickes Sorry an dieser Stelle an die Mitstreiter, diese Lektion ist noch nie vorgekommen, war erstrecht nicht beabsichtigt, ist dafür jetzt aber definitiv gelernt ;-)

 

Das wichtigste am Schluss – es hat Spaß gemacht. Und das auch gerade wegen des Richterteams. Auf Turnieren ist es oftmals schwierig für Teilnehmer nachzuvollziehen, wie bewertet wird oder wie man etwas besser machen kann. Doch nicht hier – Andrea Scheper hat Spaß an ihrem Job, das sieht und vor allem merkt man, da sie jederzeit ein offenes Ohr hat, Fragen gerne beantwortet und von sich aus nach jedem Ritt noch kleine Tipps gibt. Und ganz nebenbei schafft sie es auch noch jedem Teilnehmer ein positives Gefühl und eine große Portion Motivation mit auf den Weg zu geben und trotzdem klar, fair und nachvollziehbar für alle zu richten. Danke an Andrea Scheper  und ihre Tochter!

 

Aber zurück zur Überschrift – was war denn nun mit „Schland o Schland“ und dem Gewitter? Kein Gewitter weit und breit, Petrus sei dank. Und auch wenn es tatsächlich sehr frostig war, so ließen wir uns die überragend gute Laune davon nicht vermiesen. Und ‘Schland? Auch wenn sie am Freitag gespielt haben (und auch wenn nicht so besonders gut), so war unsere Aufmerksamkeit ganz woanders, denn wir hatten Abseits des Fußballrummels ganz einfach ein tolles Wochenende.

 

Danke!
Sagt  Kirsten Krüger

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Juni 2010: Luhmühlen oder: Ein sehr vielseitiges Turnier

Vom 11. bis zum 13.06.2010 fand, nach einer Pause von immerhin 10 Jahren, wieder ein Turnier im Ausbildungszentrum Lühmühlen statt. 160 Pferd-Reiter Kombinationen aus 3 Landesverbänden traten in diesem AQ & C Turnier an, um neben Schleifen und Pokalen auch Qualifikationen für die German Open zu erreiten.
Aus meiner Sicht war es ein Turnier, dass unter dem Motto: „Noch ist nicht alles perfekt, aber das Potential ist klar ersichtlich“ stand.

 

Bereits am Donnerstag reisten die ersten Teilnehmer und natürlich der harte Kern des Organisationsteams nach Luhmühlen und nahmen die Anlage in Augenschein. Viel war im Vorfeld über die „Baustelle Luhmühlen“ gesprochen und diskutiert worden, endlich war der Zeitpunkt gekommen um Klarheit zu schaffen.

 

Bei der Einfahrt auf das Gelände des Ausbildungszentrums sah ich als erstes eine kleine Reithalle mit angrenzendem Stallgebäude. Als nächstes erblickte ich eine zur Hälfte abgerissene Reithalle die von einem Bauzaun umgeben war. Nur der Anhänger unseres lieben Pucki, sowie die anderen Verkaufswagen deckten den Blick ein wenig ab. Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße, standen auf einer großen Koppel schon die ersten Paddocks, Zelte, Wohnmobile und natürlich Pferde, die sich das Luhmühlener Gras schmecken ließen.

 

Der Beschilderung in Richtung Meldesetelle folgend, kam ich in Rosis Paradise. Neben der Meldestelle gab es hier eine Bar, einen Verkaufsstand der EWU, einen Verpflegungsraum für die fleißigen Helfer, den Richter, die Ringstewardess und natürlich eine Menge Tische und Stühle die einen perfekten Blick über die 25m x 65 m Reithalle mit Tribüne für 400 Zuschauer ermöglichten. Neben der Reithalle befand sich die 2. Baustelle. Hier konnte man lesen und auch sehen, dass eine Menge geplant ist. Neben Modernisierungen an den vorhandenen Gebäuden, Neubau von Stallgebäuden und Seminarräumen soll eine 30m x 60m Halle mit einem, für Reining geeigneten Boden sowie eine 16m x 32m Halle entstehen.

 

Nach einer recht kurzen Nacht, begannen am Freitag um 8 Uhr die Prüfungen. Diesmal wurden wir allerdings nicht durch den berühmten Weckruf von Laberbärchen Stefan in den Tag geführt, sondern durch das ohrenbetäubende hämmern eines Baggers mit Presslufthammer begrüßt. Noch bevor irgendjemand von uns wirklich reagieren konnte, war auch schon der Anlagenbetreiber vor Ort und ordnete an, die Bauarbeiten für die Dauer des Turniers auf geräuschlose Arbeiten zu beschränken. So kam es, dass die ersten Zuschauer bei den Prüfungen am Freitag ein paar ziemlich interessierte Bauarbeiter waren.

 

Bei Sonneschein fanden alle Prüfungen, mit Ausnahme der Reining, in der Reithalle statt. Der Boden der Reithalle besteht aus einem Sand-Vlies-Gemisch welches eine Reining unmöglich macht. Daher hieß es für die Reining ab nach draußen zu den Reitplätzen.

 

Dank des Richters Rolf Diekwisch, der Ringstewardess Regina Jentsch und des gesamten Helferteams konnte der gesamte Zeitplan das ganze Wochenende beinahe minutiös eingehalten werden. An dieser Stelle geht mein spezieller Dank an Martin Otremba, der nicht auf den Fahrer des Treckers warten wollte, sondern sich frei nach dem Motto „Cowboys do it better“ auf den Trecker schwang und den Platz für die Reining abzog.

 

An diesem Wochenende gab es die Möglichkeit viele schöne Ritte zu sehen. Ich hatte die Möglichkeit viele Schleifen und  Pokale an die glücklichen Platzierten zu verteilen.

 

Mein persönliches Highlight an diesem Wochenende war die Qualifikationsklasse Senior Reining von Felix Taubenheim auf A General.  Allen Kommentaren über die Qualität und Reitbarkeit des Außenplatzes zum Trotz, zeigte Felix eine Reining die allen zeigte, wie reitbar dieser Boden ist. Ein Score von 73 die blaue Schleife sowie ein Pokal waren sie Belohnung für diesen Ritt.

 

Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr, wenn die neuen Hallen und Plätze fertig gestellt sind. Ich hoffe, dass wir im Jahr 2011 ein weiteres Turnier im Ausbildungszentrum Lühmühlen veranstalten werden. Egal ob es nun ein C, B, AQ oder gar eine GO sein sollte.

 

Eurer Turnierwart
Michael Schiewe

 

 

Hier noch ein paar Eindrücke aus dem Winsener-Anzeiger. Leider wurden die Disziplinen ein wenig vertauscht!

 

Westernreiter erobern das AZL

wa Luhmühlen.

 

Loubega war nicht ganz bei der Sache. Deshalb musste sich Hauke Christoph Themer in der Trail-Prüfung mit dem vierten Platz begnügen. „Bei Pferden kann man halt nie planen, das ist von der Tagesform abhängig“, nahm der Pönitzer es sportlich und blickte zuversichtlich auf die folgenden Prüfungen. Immerhin war das Westernriding nur eine von insgesamt 62 Prüfungen, die jetzt im Ausbildungszentrum Luhmühlen (AZL) im Rahmen eines großen Turniers im Wes­ternreiten absolviert wurden.

Die Erste Westernreiter Union (EWU) Hamburg-Schleswig-Holstein hatte zu einem Turnier der Klassen A/Q und C eingeladen. Es war das dritte Mal, dass die EWU Hamburg-Schleswig-Holstein zu einem Turnier nach Luhmühlen eingeladen hatte. 1998 und 1999 fanden in Luhmühlen bereits die Landesmeisterschaften statt. Wo sonst die Vielseitigkeit zuhause ist, stellten sich diesmal insgesamt 169 Westernreiter aus fünf verschiedenen Bundesländern dem Urteil von Richter Rolf Diekwisch. Neben einer Demonstration der breiten Vielfalt an Westernreitdisziplinen, die sich auch in Deutschland einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreuen, hatten die Starter der Leistungsklassen eins und zwei die Gelegenheit, erforderliche Qualifikationspunkte für die Deutsche Meisterschaft zu erwerben.

„Das Tor muss eng durchritten werden, da sonst die Kühe weg sind“, erklärt Turnierwart Michael Schiewe zur Disziplin Trail. Der Trail ähnelt dem Geländeritt der Cowboys. Dabei wird auf einem Hindernisparcours die Arbeit der Cowboys simuliert. „Ähnliche Anforderungen also wie im offenen Gelände“, so Schiewe weiter. Das Westernreiten hat seine Wurzeln in der Arbeit der Cowboys und wird heute als Turniersport europaweit durchgeführt. Das Reining soll demnächst olympische Disziplin werden. „Es ist die Dressur im Westernsport und wird ausschließlich im Galopp durchgeführt“, erläutert der Turnierwart. Besonders beeindruckend seien sogenannte Spins, die Drehungen auf der Hinterhand im Kreis.

Bei der Horsemanship-Prüfung galt es zwischen Pylonen im Abstand von zehn Metern jeweils einen Galoppwechsel zu schaffen. Mit der Startnummer 135 siegte Christin Hansen aus Lathendorf. Auch dabei mit der Startnummer 13: Katharina Dahm und ihre zwölfjährige Painthorse-Stute Midnight Serenade aus Holm-Seppensen. In verschiedenen Disziplinen wurden sie 2009 deutsche Meister, zwei Mal Vizemeister und sind zweifache Landesmeister. Diesmal lief es trotz der Startnummer 13 für die beiden nicht ganz rund. Beim Trail am Morgen erreichten sie den dritten Platz. „Das war okay, aber wir können es besser“, motivierte Dahm ihr Pferd.

Doch nicht nur beim Zuschauen bekamen die Besucher eine Menge geboten. Zahlreiche Aussteller in und um die Kurt-Günter-Jagau-Halle, die künftig häufiger derartige Veranstaltungen zu Gast haben soll, boten Nützliches und Schönes rund ums Thema Westernreiten.

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Juni 2010: Trailkurs am 6. Juni 2010 mit Olaf Illner auf der Reitanlage Schliecker in Emsen

Am Sonntag, den 6. Juni 2010 fanden sich 10 motivierte buntgemixte Reiter (8 Westernreiter und 2 Klassischreiter - darunter Freizeitreiter sowie Turnierreiter) zu früher Stunde um 9:00 Uhr in der Reithalle ein. Nach einer ausführlichen Vorbesprechung wurden 2 Gruppen mit jeweils 5 Reitern eingeteilt und es konnte endlich losgehen.

 

Olaf baute zu Anfang nur wenige Trailhindernisse (Brücke, Tor und Stangen) auf, damit auch die Einsteiger unter den Kursteilnehmern sich und die Pferde an die Hindernisse gewöhnen konnten. Jedes Hindernis wurde genau erklärt und dann ging es erst mal an das „Lösen“ der Pferde. Auch in dieser Phase war Olaf nie müde, Tipps und Anregungen zu geben um die Pferde (und auch so manchen Reiter) lockerer zu bekommen.

 

Jede Gruppe ritt 1 1/2 Stunden und somit war der Vormittag schnell rum. Da der Tag sehr heiß und sonnig war, freuten sich die Reiter auf ein schattiges Plätzchen und die Pferde auf eine erfrischende Dusche.

 

Das leckere Mittagessen (Chilli sowie Backkartoffeln mit Sourcreme) wurde von Anja Becker liebvoll gekocht und zubereitet.

 

Nachdem wir uns alle den Bauch vollgeschlagen hatten ging es auch schon weiter mit der ersten Gruppe. Wieder wurden bei nun tropischen Temperaturen 1 1/2 Stunden zugehört und geritten.

 

Am Ende jeder Gruppe durfte jeder Teilnehmer einen ganzen Trailparcours durchreiten und wurde von Olaf – nach Richteraspekt – bewertet. Schwachpunkte wurden nochmals sehr anschaulich besprochen und Trainingstipps gegeben.

 

Olaf war nie müde, jedes noch so kleine Detail genau zu erklären und setzte sich auch auf das ein oder andere Pferd, um zu korrigieren und Hilfestellungen zu geben.

 

Nachdem beide Gruppen erfolgreich den Trailkurs absolviert hatten, traf man sich noch bei leckerem Kuchen zu einem Abschlussklönschnack.

 

Allen Kursteilnehmern hat dieser Tag gut gefallen und so einige sind mit einem „Aha-Erlebnis“ aus der Halle geschwebt.

 

Der Dank gilt ganz besonders Familie Becker, die diesen Kurs organisiert hatten und auch für das leibliche Wohl der Reiter zuständig war (Frühstück, Mittag, Kuchen und Getränke). Vielen Dank auch an den Hausherren der Anlage, Peter Schliecker, der flugs für die Teilnehmer noch eine tolle Trailbrücke baute und die Reithalle zur Verfügung stellte.

 

Vielen Dank lieber Olaf, für diesen interessanten Kurs !

 

Angela Stein & Socke (SR Refundosox)
www.reitanlageschliecker.de

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Juni 2010: Neue Inhaber der Abzeichen Basispass Pferdekunde, WRA Kl. IV, WRA Kl. III und DLA Kl. IV

Herzlichen Glückwunsch!

 

Neue Inhaber der Abzeichen Basispass Pferdekunde, Westernreitabzeichen
Kl. IV, Westernreitabzeichen Kl. III und Deutsches Longierabzeichen Kl. IV

 

Kombinierter Lehrgang mit Prüfung am 06. Juni 2010

 

Unter der Leitung der Trainerinnen Martina Sell und Fenja Knispel fand über drei Wochenenden ein kombinierter Abzeichen-Lehrgang in Schiphorst statt. Bei mir (Martina) hatten sich so viele Interessenten angemeldet, dass ich mal wieder eine Co-Trainerin suchte. Da bot es sich geradezu an, meinen Kurs mit dem von Fenja zusammenzulegen, der fast zeitgleich laufen sollte.
Aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen verteilten wir das Training auf 3 Wochenenden und es wurde wie verrückt geritten, longiert und Theorie geübt.

 

Für ihren Fleiß wurden folgende Reiterinnen belohnt:

 

Basispass Pferdekunde
Daniela Hien
Svenja Hirsch
Clarissa Stamer
Kathrin Gunkel
Ruth Oetjen

 

Westernreitabzeichen Kl. IV
Daniela Hien
Miriam Stege
Svenja Hirsch
Merlina Eder

 

Westernreitabzeichen Kl. III
Karen Strehlow

 

Deutsches Longierabzeichen Kl. IV
Anja Marquardt
Kerstin Meusel
Laura Sülejmanova
Xezal Cosman
Karen Strehlow
Miriam Stege
Karin Werner
Nadine Chamier
Dominique Altmann
Tanja Wollenstein

 

Übrigens sind davon  10 (!) Teilnehmerinnen mit Schulpferden erfolgreich angetreten.
Richter/Prüfer: Dietmar Boyks und Rolf Siebenmark

 

Eure Martina Sell im Juni 2010
www.Martina-Sell.de

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Mai 2010: Bericht über das EWU C-Turnier am 15. und 16. Mai 10 in Boklund bei Roger`s Area

Mein erster Besuch auf der Ranch-Anlage und wir wurden auch gleich von einem gut gelaunten Roger auf dem ATV am Freitagabend, herzlich empfangen.


Eine gepflegte Weide lud ein zum Paddock bauen und der Wettergott meinte es auch noch gut mit uns. Unsere Anhänger und Wagenburg konnte den doch sehr kalten Wind ein wenig abhalten. Dann ging es auch erst einmal mit den Pferden in die Reitarena. Tiefer Sand stand in der Ausschreibung. „Man, da habt Ihr noch nicht meinen Reitplatz Zuhause gesehen“. Also angenehm überrascht ging es dann weiter auf den Trailplatz. Wie alles bei Roger ist auch dieser kreativ, nett, rustikal angelegt und überzeugte uns optisch nicht gleich davon, dass die Brücke und die Treppen auch wirklich hielten. Aber keine Sorge, der Schein trug.


Am Abend gab es noch bei Roger vor dem Saloon ein gemütliches Lagerfeuer, an dem sich alle ihren kalten Ars……. wärmen durften.


Samstagmorgen erschallte dann auch wieder unser allseits geliebter Weckruf des Laberbärchens, mit „ Guten Morgen Boklund!“ und AC/DC`s „Hell`s bells“.


Windig aber trocken ging es dann auch ab 9:00 Uhr an den Start. Gut gelaunt und mit einem Lächeln empfingen uns die Richterin Carmen Voigtland und  Ringstuart Regina Jentsch.


Mit einem super genauem Zeitplan begann dann als letzte Prüfung des Tages die Sonderprüfung: Super Ranch Trail. Bunt gewürfelt gingen 6 3er-Teams an den Start um den von Roger`s Team ausgefeilten Trail zu bestreiten. Über Fragebogen beantworten, Reining reiten, Holzbündel hinterher ziehen, Fahne hissen, Zäune ziehen, Wassergräben durchqueren, einsame Cowboys einsammeln und Kühe Ropen, kämpften alle Teams mit viel Ehrgeiz und noch mehr Spaß um diese Prüfung. Mit Carmen Voigtland hatten wir eine ganz tolle Richterin, die auch diesen Trail mit viel Humor und Gedult bis zum Ende richtete, obwohl uns allen der kalte Wind das Ende dieses Tages lang erscheinen ließ.


Am Abend gab es dann die „berühmt-berüchtigte“ Ranch Party mit Livemucke. Es war eine tolle Party mit gutgelaunten Leuten in einer super „Western Atmosphäre“ und fairen Getränkepreisen, sodass wir mit gutem Verzehr bis zum Ende durchhielten und uns Roger mit dem Besen raus kehren musste.


Aber dann hatten wir den Salat. Am späten Abend fing es an zu Regnen und hörte die ganze Nacht nicht wieder auf. In Orkan-Böen drückte das Wasser wirklich überall hin und die Pferde standen, trotz dicker Decken, bibernd in den Paddocks. Am Morgen fing sich das Wetter zwar ein bisschen und es Regnete nur noch zwischen durch, aber für den Reitplatz war es dennoch zu viel. Das Wasser stand und vermischte sich mit dem Sand zu einer totalen Matsch-Schluppe.


Einige packten ein und fuhren mit Ihren durchgekühlten Pferden lieber nach Hause um deren Muskeln und Sehnen für die noch anstehende  Turniersaison lieber zu schonen.


Aber wieder wurden wir von einer lächelnden Carmen Voigtland in der Showarena empfangen. Beherzt stiefelte Sie durch den Matsch, stellte Pylonen auf, richtete im Regen und ermutigte Reiter.


Überhaupt habe ich mich sehr über die Carmen Voigtland gefreut. Immer die Ruhe bewahrend und mit einem Lächeln, half Sie Reitern, deren Pferde nicht durch den Matschgraben zum Trailplatz wollten, in dem Sie eine längere Umgehung vorschlug. Das alle die Matscharena noch einmal abreiten durften, um sich mit den Bodenverhältnissen vertraut zu machen und richtete die Sonderprüfungen mit großer Genauigkeit und viel Humor. Dafür noch einen Großen Dank !!!!


Einen Großen Dank auch an das Roger-Team, die dann auch noch halfen Pferdeanhänger von der aufgeweichten Weide zu ziehen und Autos zu bergen.

 

Alles in allem ein sehr gelungenes Wochenende, das auch das besch…. Wetter nicht richtig schlecht machen konnte.

Maike Kühne

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Mai 2010: Bericht über das EWU-C-Turnier am 1. und 2. Mai 2010 in Giekau

Guten Morgen Giiiiekau!
Da war er wieder, der langezogene Weckruf unseres Laberbärchens. Dazu ließ Stefan AC/DCs ‚Hell’s bells’ dröhnen. Spätestens jetzt mußte jeder Eingeweihte wissen: die Turniersaison hat wieder begonnen.  Endlich!!!

 

Und so trafen sich am vergangenen Wochenende 125 Pferd/Reiter-Kombinationen und Ihre treue Fangemeinde auf der Galloway Star Ranch von Karl Ludwig (KaLu) von Hollen und seiner Josefine (Fine) in Gottesgabe bei Giekau, eingebettet in schöner Natur, nahe des Selenter Sees in der Holsteinischen Schweiz.

 

Das meiste auf der Ranch wirkt neu. Die große helle Reithalle, der fest umzäunte Abreiteplatz, der gräumige Slide In – Saloon mit der überdachten Terasse. KaLu und Fine  hatten sich einiges für ihre Gäste einfallen lassen. Für das leibliche Wohl war mehr als ausreichend gesorgt. Die kleinen Zuschauer konnten Ponyreiten und die großen Helden durften sich abends beim Bullenreiten messen. Zehn Interssierte hatten sich dazu angemeldet, nur  wenige haben es probiert.

 

Auf großen Pferden wurde zwischendurch auch geritten. Aufgrund eines (noch?) fehlenden Außenplatzes fand alles in der Halle statt. Die Starterliste war lang und die Zeit knapp. Die Führzügelklasse fiel dem Streichstift zum Opfer. Weil wir den Trail-Parcours immer wieder um- und zurückbauen mußten, der Boden für die Reining-Klassen mehrmals abgezogen werden mußte, gerieten wir bald in Zeitverzug. So konnten wir am Samstag das erste Feierabendbier erst nach 21:00 Uhr genießen.

 

Am Sonntag rief Stefan dann schon um 7:00 Uhr zum Start. Der Wettergott hatte es gut mit uns gemeint. Anders als angekündigt, fielen in Gottesgabe nur wenige Regentropfen vom Himmel. Dafür war es ssssaukalt und beim Frühstück am Sonntagmorgen berichteten einige von Nachtfrost und verkühlten Nasen. Dennoch hat das Turnier allen wieder Freude bereitet. Es gab hübsche Pokale mit dem Ranchlogo und Extrapreise, gestiftet von den Ausstellern, zu gewinnen. Bei den Reining-Klassen überwog sogar mal die Anzahl der männlichen Reiter. Und Zuschauer waren auch sehr viele anwesend. Manche drängten sich dann sogar vor dem Einreitetor zur Halle und wir mußten sie höflich aber bestimmt von dort verweisen.

 

KaLu und Fine hatten ein super Team zusammengestellt. Und nach leichten Anfangsschwierigkeiten haben der Parcourdienst bzw. die Schleifenmädchen Kira, Anna, Johanna und Amber einen tollen Job gemacht. KaLu, selbst ein alter Reiner, war immer sofort zur Stelle, wenn die Halle abgezogen werden sollte. Auch Richter Ingo Hirschkorn und seine linke Hand, Andrea Schütte, sei Dank für die gute Zusammenarbeit.

 

Kritik gab es am Ende auch. Die Anwohner haben beklagt, dass Stefans Weckruf nicht korrekt gewesen sei. Wir wären doch in Gottesgabe und nicht Giekau! Ich denke, Stefan wird es beim nächsten mal berücksichtigen. Denn KaLu hat schon signalisiert, dass es ein nächstes mal geben wird.

 

Nochmals vielen Dank an KaLu, Fine und das tolle Team der Galloway Star Ranch.
Es hat wirklich viel Spaß gemacht bei Euch.

Rolf Taube

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Mai 2010: Richtig Angaloppieren – Grundlage für jede weitere Ausbildung, im Reiterzentrum Hanstedt

Obwohl ich überzeugte Westernreiterin bin, schaue ich gerne über den Tellerrand und folge gerne auch den Einladungen des „Klassischen Lagers“.

 

Also führen meine Freundin Petra und ich voller Vorfreude zu der og. Veranstaltung. Da ich vorher mal wieder einen turbulenten Tag hatte, hab ich gar nicht in den Plan geschaut, einfach mein Navi angeschaltet und gedacht, „Henstedt wird ja irgendwo nördlich von Hamburg liegen, Nähe Henstedt-Ulzburg“.
Dementsprechend überhörte ich zunächst die ständigen Proteste meines Navis, doch endlich kehrt zu machen, weil ich meinte, einen besseren Weg, am Berufsverkehr vorbei, zu wissen…
Tja, dann ging uns doch irgendwann auf, dass Hanstedt weit weg ist von Henstedt….
Dann noch Stau auf der Autobahn und gesperrte Ausfahrt und so kamen wir auf den absolut letzten Drücker vor Ort an. Schade, denn man konnte auch im Vorbeirennen sehen, dass es eine großartige, hochwertige Reitanlage ist, am Waldrand gelegen und top gepflegt.
Aber für einen Rundgang war definitiv keine Zeit mehr. Mist.

 

Auf der mit Teppichboden ausgelegten Tribüne hatten sich reichlich Zuhörer eingefunden und schon begann die Vorstellung. Zunächst stellte sich Herr Hinnemann vor, ein international erfolgreicher Reiter, Trainer und Züchter, vom Krüsterhof am Niederrhein. www.johann-hinnemann.de
Insgesamt wurden nacheinander 6 Dressurpferde vorgestellt, von professionellen Bereitern.
Der Ausbildungsstand steigerte sich von 4-jährig in der Grundausbildung bis zu Pferden die bereits auf Kandare auf S-Niveau vorgestellt wurden. Das letzte Pferd war in Vorbereitung für den Grand Prix.
Wer nun aufgrund des Themas „Richtig Angaloppieren“ auf Tipps zur Hilfengebung oder auf Tipps zur Problemkorrektur gehofft hatte (wie wir beispielsweise, wir wollten einfach wissen, ob die „Engländer“ vielleicht noch andere Lösungswege kennen als wir), der wurde zum einen enttäuscht, zum anderen dennoch fasziniert.
Leider wurde nicht einmal die Hilfe zum Angaloppieren definiert und keines der Pferde machte Fehler…
Es wurden viele Übungen rund ums Angaloppieren demonstriert, aber immer fehlte das „indem Du…“. Der Kursleiter ging offensichtlich davon aus, dass sämtliche Anwesenden nicht nur sicher den Kontergalopp sondern natürlich auch Traversalen, sowie Seriengaloppwechsel beherrschen.
So bekamen die Anwesenden tolle, anspruchsvolle  Übungen vorgestellt. Schritt-Galopp-Übergänge, Handgalopp- Kontergalopp-Wechsel über einfache Galoppwechsel, Galopp-Traversalen, Dreier-Wechsel auf der Diagonalen und auf der Mittellinie und Entwicklung der Pirouette („einfach immer wieder Angaloppieren…“ – „aha, also gaaanz einfach…“)

 

Der Unterricht von Herrn Hinnemann war großartig, für mich verständlich und nachvollziehbar. Die Reiter, die von ihm „bearbeitet“ wurden, verbesserten sich durch seine Anweisungen deutlich. Sehr angenehm fand ich, dass seine Anweisungen nicht einfach heruntergespulte FN-Richtlinien-Zitate waren, sondern dass er mit ganz eigenen Worten und Beschreibungen verständlich machte, was er erreichen wollte. Auch seine ruhige, besonnene Art, mit der er auch viel Lob ausgab, war sehr sympathisch.
Ich glaube dennoch, dass nicht jeder Anwesende alles verstehen konnte, da man schon einige Erfahrung mit diesen Lektionen haben musste, um zu wissen, worauf er hinaus wollte.
Ich kann ja nur für mich sprechen und muss sagen, dass ich vielleicht nie nach Alternativen zum Dressurreiten gesucht hätte, wenn ich vor 25 Jahren solchen Unterricht auf solchen Pferden bekommen hätte. Meine reiterlichen Anfänge auf Klassischen Schulpferden waren mit viel Gebrüll, Tränen, Muskelkrämpfen und Blasen an den Händen verbunden. Erfolgserlebnisse oder Lob fehlten völlig, ein Erfolg war, wenn man nicht angebrüllt worden war und nicht runtergefallen war…
Mir hat dieser Vortrag viel Spaß gemacht, auch wenn ich mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt hatte.

 

Eure Martina Sell
www.Martina-Sell.de
Trainerin-A-Westernreiten

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April 2010: Western Allround-Kurs Negernbötel 24./25.4.2010

Wenn Dressurreiter ausziehen, das Westernreiten zu lernen…

 

…Und ohne Trainer  ihre Ponys selber „umgestellt“ haben, dann sollten sie vielleicht irgendwann Nägel mit Köpfen machen.


So kam es, dass wir am Freitagabend die Pferde (ein Haflinger, ein Knabstrupper)  in den Anhänger luden und los fuhren. Die Boxen standen schon auf der riesigen und topgepflegten Anlage bereit. Die Pferde fühlten sich auf Anhieb wohl und waren Samstag früh zum Kursbeginn mit Sicherheit ausgeschlafener als wir.

 

Und dann kam es dicke: Hilfe, Herr Angeli meint „allround“ ernst: Alles einmal rundum – wir lernten, ein für uns völlig neues System zu reiten – und zu denken. Hier war Köpfchen gefragt. Nachdenken, fühlen, was das Roß bewegt und logisch reagieren. Den Reitern qualmten Kopf und Po. Die Pferde lernten erheblich schneller als wir. Mein nach französischem System Dressur gerittenes Pferd hatte es deutlich leichter als das „deutsch“ vorgebildete Pony meiner Freundin, völlig auf „Anlehnung“ zu verzichten. Die beiden haben sich am Samstag vor allem mental ziemlich gequält. Dafür musste nach über 30 Jahren „Nun sei mal energischer!“ und „Setz Dich durch!“ ich mir sagen lassen: „You are not very nice to your horse.“ Und Herr Angeli hatte Recht damit: Wenn ich denke und tue, wie ich sollte, muss ich gar nicht  „energisch“ werden, um zum Ziel zu kommen. Allerdings hatte mein Pferd ihn auch stehenden Fußes ins Herz geschlossen und hätte wahrscheinlich Kopfstand für ihn gemacht…

 

Am Sonntag fingen meine Freundin und ihr Pony an, sich in dem für sie neuen System komfortabeler zu fühlen und mein sonst eher mal stoffeliges Pferd hatte sich in ein mit Feuereifer arbeitendes verwandelt.

 

Auf der Heimfahrt erst fiel uns auf, dass wir die einzigen Nicht-Westernpferde zum Kurs geschleppt hatten und zudem noch die einzigen Nicht-Turnier-Reiter-/ Pferde waren. – Damit von allen Teilnehmern und vom Trainer so nett aufgenommen zu werden, wäre vice versa in einem entsprechend hochkarätigen Dressurkurs wohl nicht geschehen…

 

Unser Fazit: Meine Freundin wird wohl eher bei einem Trainer, dessen System dem deutschen Dressurreiten ähnlicher ist, glücklich werden. Ich habe mit dem jetzt gelernten einen hervorragenden Leitfaden zum Weiterarbeiten und werde definitiv beim nächsten Angeli-Kurs in Negernbötel wieder das Niveau durch meine Anwesenheit runterziehen.

 

Monika Neumann

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April 2010: Ein perfektes Wochenende auf der Hansepferd

Am Donnerstag haben Britta und Evelyn unseren neuen Messestand aufgebaut und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein neuer Blickfang der EWU. Vielen Dank an Andrea Jacob! Die ganze Atmosphäre in der Halle A2 war schön. Der Westernzirkel war größer als sonst und mit Holz eingezäunt. Die ganze Deco war super,  der Saloon war auch ein Highlight, obwohl manchmal ein bisschen laut…aber der Jim Beam war lecker…!

An den Messetagen ging es dann los. Der Messestand wurde von Britta Peters ,Evelyn Martens, Andrea Duckstein-Otten,  Ayala Behrman, Janine Helling und Magda Engelke betreut. Es gab an den Tagen viel zu tun für unser Messepersonal!

Das es so viel zu tun gab haben wir auch unseren Reitakteuren zu verdanken. Morgens und gegen Abend waren wir auf dem Rassenring vertreten. Silke Lahann mit(QH) Matthews Tivio, Britta Kühl-Bohnee mit (PH) Blue Bird Hancock und Vanessa Pomp mit( App) Surprise. Die typischen 3 Westernpferderassen wurden dort vorgestellt und es wurde auch gezeigt was Westernpferde so drauf haben .(Sorry an Vanessa, das ich schon wieder Appi-Witze erzählt habe)Viele Besucher dort am Rassenring hatten noch viele Fragen zum Westernreiten.

Am Nachmittag waren wir in der Showarena mit einer buntgemischten Gruppe. Es wurden verschiedene Pferderassen und verschiedene Reitdisziplinen vorgestellt. Silke Lahann, Britta Kühl-Bohnee, Gisela Karbe-Grabowski mit Tomte zeigten Trail. Vanessa Pomp und Rena Valett mit Yukon zeigten Horsemanship. Patricia Roth mit Jack the Flash Sparrow zeigte Reining. Alle Reiterinnen haben eine tolle Show abgeliefert!!! Die ganze Vorführung wurde in einem Interview moderiert, auch nach diesem EWU - Aufritt war die Nachfrage am EWU-Messestand groß.

Etwas später gab es in der Westernshowarena noch eine Horse and Dog Vorführung von Silke und Kai Lahann. Es kamen noch ihre Hunde Jana und Teddy mit ins Spiel. Kai moderierte sehr anschaulich diese Showvorführung während Silke Pferd und Hunde im Griff hatte. Es war eine super Show und wurde auch dort vom Publikum sehr gut angenommen!

Alles in allem war es ein perfektes Hansepferd-Wochenende. Am Ende der Messe konnten wir 30(!) neue Mitglieder begrüßen.

Ich kann nur allen Reiterinnen meinen Dank aussprechen! Es war super mit Euch zusammen zu Arbeiten!
Danke auch an das Messepersonal, ihr seit ein tolles Team!
Danke auch an Britta Peters, die alles organisiert hat und wie eine „Mutter“ für uns da war!
Danke auch an die Mitarbeiter von der Hamburg- Messe, tolle Zusammenarbeit!
Ich hoffe das die nächste Hansepferd wieder so ein Erfolg wird.

So long Euer Laberbärchen Stefan

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März 2010: Hausturnier mit Workshops am 27. – 28.3.2010 auf dem Hof Wüstenkate

Gut, wollen wir beginnen, ich berichte über ein fabelhaftes Wochenende mit Workshop und tags darauf ein kleines Hausturnier auf dem Hof Wüstenkate bei Britta Kühl-Bohnee. Es begann am Samstag mit dem Workshop. Zwei Stunden Horsemanship- & Pleasuretraining mit 16(!!!) Pferden in der Bahn. Das war schon mal richtiges Turnierfeeling. Das Chaos, mit dem man schon manchmal konfrontiert wurde, blieb aber aus.

Britta ließ zum aufwärmen sicherheitshalber zwei Go-rounds reiten. Die Schecken im ersten, die einfarbigen im zweiten. Danach übten wir fleißig die Horsemanshippattern und im Line-up warten. Letzteres erwies sich für mein Pferd Whisper als das allerschwerste. Um 11:00 Uhr begann dann der Trail. Nachdem jeder einmal seinen Stand mit einer Pattern gezeigt hatte, wurde an den einzelnen Problemen gearbeitet. Britta begleitete alles mit ruhiger, konstruktiver Kritik, lobte auch und übermittelte nützliche Tricks fürs Turnier. Nach vier Stunden im Sattel durften alle, Pferd und Reiter, sich einer kleinen Pause erfreuen. Bei den Menschen sorgten Crêpes, Bratwürste und Hotdogs fürs Überleben.

Das Showmanshiptraining im Anschluss wurde von uns geschwänzt, aber bei der Reining fehlten wir nicht. Diese wurde nun von Annabella van Afferden geleitet. Hier wurden erstmal die persönlichen Problemchen angeschnitten und danach ritt jeder die Pattern.  Annabella  spielte dabei äußerst authentisch einen Richter, der den Ritt aber hilfreich kommentierte. Ein anstrengender aber gelungener Tag endete.

Über das Turnier am Sonntag kann ich nur sagen: wie alle Turniere begann es wieder in aller Frühe mit der Showmanship at Halter. Die Teilnehmer striegelten ihre sowieso schon wunderschönen und sauberen Pferdchen. Es begann mit den Erwachsenen, bei denen Whisper und ich noch hoffnungsfroh zusahen. Gerichtet wurde vom allseits bekannten Peter Raabe, der am Ende der Prüfung noch einmal auf ein paar zu verbessernde Mängel hinwies. Bei mir und Whisper verlief die Showmanship dann zwar nicht ganz nach Plan, aber ich war trotzdem stolz auf sie. Auch durch die anderen Prüfungen wurden die insgesamt 36 Teilnehmer durchkatapultiert. Der Zeitplan wurde ausnahmsweise ohne Probleme eingehalten, was die ganze Situation entspannt machte und nur wenige huschten plötzlich hektisch von einem zum andern Fleck. Zwischendurch hatte man immer noch die eine oder andere kleine Esspause. Insgesamt ein wundervolles Wochenende…  

Pferdezeitschriften verleihen des öfteren Sternchen, Pferdchen oder ähnliches an Reitschulen und Wanderreitstationen. Wir vergeben gaaaaaaaaanz viele an Brittas Workshop + Turnier für:

    die freundliche Begrüßung und gute Unterbringung,

    informative Workshops in ruhiger Atmosphäre,

    konstruktive Kritik,

    Eingehen auf besondere, individuelle Probleme (bei uns Klatschen und Lautsprecher :-) )


Heike, Merle, Gabi & Joana

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April 2010: Kurs „Turniervorbereitung“

Endlich können nach dem langen Winter die Trainingsdefizite wieder aufgeholt werden und einige Reiter bereiten sich so langsam auf die ersten Turnierstarts vor.

 

So traf sich ein Grüppchen motivierter Teilnehmer auf dem Hof der Familie Sell in Schiphorst, um am Ostersonntag und Ostermontag gemeinsam zu trainieren.

 

Es wurde, wie gewohnt, sehr zielorientiert gearbeitet. So gab es Reiter, die schon Turniererfahrung hatten, sich nun aber auf ihren ersten Turnierstart in der Disziplin  Reining vorbereiteten, Reiter die überhaupt zum ersten mal auf Turnieren antreten wollten und sich für den ersten Versuch für die Disziplin Western Pleasure entschieden hatten.
Außerdem bereitete sich eine Teilnehmerin auf ihre Prüfung zum Trainer-C-Westernreiten vor. Für die praktische Prüfung im Trail sind seit diesem Jahr feste Pattern vorgegeben und so wurden die verschiedenen Trails auf einem Schulpferd ausprobiert.

Auch ein 4-jähriges Jungpferd war dabei, dessen Tauglichkeit für die Jungpferde Basis beurteilt werden sollte.

 

Nach individuellem Training für jeden überprüfte Dietmar Boyks am Ostermontag unsere Arbeit und gab noch einige Tipps zur Verbesserung mit auf den Weg. Außerdem konnten bei Kaffee, Kuchen und Ostereiern einige offene Fragen zum Bewertungssystem geklärt werden.

 

Wenn die Teilnehmer es nun noch schaffen, die Tipps von der Theorie in die Praxis umzusetzen und zu festigen, steht der Turnier-Saison nichts mehr im Wege!

 

Eure Martina Sell
Im April 2010

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Februar 2010: Westernsattel-Seminar in Schnakenbek

Viele kennen die „Kaqu-Ranch“ von Kathi Holmlund durch ihre kleine, aber feine Quarter-Horse-Zucht und ihren jährlichen „Ranch-Day“ (www.Kaqu-Ranch.de). Irgendwann entstand dann die Idee, doch mal ein Sattelseminar abzuhalten, weil sich früher oder später jeder Reiter mit diesem Thema befassen muss. Sei es beim Kauf eines neuen Pferdes, durch die körperliche Entwicklung von jungen Pferden oder die Veränderungen, die sich durch vermehrtes Training oder auch durch Krankheit ergeben.


Also wurde Harry Meins, vielen eher bekannt als „Pucki“ von Western Enterprise aus Schönberg eingeladen. Nachdem der Termin aufgrund der Wetterlage schon einmal verschoben werden musste, war es am 21. Februar 2010 endlich soweit. Man traf sich um 14 Uhr und 25 Reiter fanden sich ein, um ihr Wissen zu erweitern. Kathi hatte ihren Saloon vorbereitet, Getränke und Gebäck serviert. Auch Pucki war sehr gut vorbereitet, schleppte nicht nur Sättel sondern auch viele unbezogene Bäume in den Raum.


Die Gruppe der Anwesenden setzte sich zusammen aus Reitern, Trainern, Hufschmied und Züchtern und zu unserer großen Überraschung erklärte Pucki zunächst, dass es sein Debüt sei, solch ein Seminar abzuhalten.
Wenn man selbst einen neuen/anderen Sattel benötigt und Pucki Anproben im heimatlichen Stall macht, bekommt man natürlich eher Situationsbezogene Informationen. Daher war es sehr interessant, mal allgemeines Wissen zu
erhalten um den Horizont zu erweitern. Ein wichtiges Thema waren die flexiblen Sattelbäume, die eher kritisch zu betrachten sind. Viele Passformen wurden gezeigt und Materialien und Verarbeitungsmöglichkeiten vorgestellt. Interessant war auch, dass Pucki einige rechtliche Fragen anschnitt, in Sachen Gewährleistung und auch wirtschaftliche Einblicke gab. Sehr sympatisch fand ich, dass Pucki nicht nur seine eigenen Interessen, sondern auch die wirtschaftlichen Interessen seiner Kunden im Visier hat. Das sollte zwar selbstverständlich sein, aber manch einer kann da ja durchaus auch unschöne Beispiele liefern…


Nach einer kleinen Pause ging es raus in die Sonne, ans Pferd. Kathi stellte ihren 3-jährigen, grauen Flashy zur Verfügung, so dass auch noch auf das Thema eingegangen werden konnte, welche Veränderungen durch Wachstum und Training zu erwarten sind. Umringt von den Teilnehmer stand er brav da, ließ sich auf- und absatteln, rührte sich nicht und nagte nur gelangweilt ein wenig an seinem Führstrick herum. Eben eine richtig coole Socke.


Mir persönlich hat es auch Spaß gemacht, viele bekannte Gesichter wieder zu treffen, hier und da einen kleinen Klönschnack abzuhalten und Neuigkeiten auszutauschen.


Wenn wir uns das nächste Mal treffen, ist der Winter hoffentlich vorbei! Kathi freut sich immer über Besucher und Pucki wird wie gewohnt mit seinem mobilen Shop auf den meisten unserer EWU-Turniere und einigen Messen anzutreffen sein.


Eure Martina Sell
www.Martina-Sell.de

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Februar 2010: Eckart Meyners in Ammersbek

Vielen ist der Name Eckart Meyners mittlerweile bekannt durch sein Buch „Das Bewegungsgefühl des Reiters“ (Kosmos Verlag) und seine DVD „Bewegungsgefühl für Reiter“ (pferdia TV).


Ich selbst habe zum ersten Mal auf meinem Trainer-A-Lehrgang in Warendorf in 2006 von ihm gehört, uns wurden dort durch die Kursleiter einige seiner Ideen vorgestellt und es hieß: „Wenn ihr mal die Gelegenheit habt, ihn live zu erleben, solltet Ihr das nicht verpassen“. Das alles hatte ich noch im Ohr, als ich eine Einladung erhielt für einen Lehrgang am 18.02.2010 nach Ammersbek in den Reitstall Timmermann. Dort konnten wir Eckart Meyners in relativ kleinem Rahmen persönlich erleben.


Eigentlich, so berichtete er, hält er diese Vorträge in kleinem Rahmen für Reiter, nur noch sehr selten ab. Da er für alle Sparten des Sports tätig ist, dort mit Spitzensportlern arbeitet und ansonsten Bücher und Abhandlungen schreibt, bleibt für so etwas wenig Zeit. Insgesamt hat er bereits 32 Bücher zum Thema Bewegungslehre / Bewegungsgefühl und ähnliches geschrieben. Er bezeichnet sich als „Bewegungswissenschaftler“.


Auch für persönliche Trainingseinheiten kann man ihn normalerweise nicht buchen. Wer nach seinen Ideen unterrichtet (bzw. bearbeitet) werden möchte, kann sich an einige wenige Reitlehrer wenden, die sich entsprechende Lizenzen erworben haben. Also war es wirklich interessant, ihn persönlich bei seiner Arbeit erleben zu können.


Die Veranstaltung fand in der großen Reithalle der Anlage statt, vorbereitet mit Sitzmöglichkeiten für die über 100 Teilnehmer, Speis und Trank und Info-Stand, Organisiert von Astrid Corzillius.


Eingemummelt in Abschwitzdecken hörten wir uns die Theorie an, zu der z.B. auch die „Ausbildungsskala des Reiters“ gehörte. Immer wieder wurden wir durch kleine Bewegungs-Übungen einbezogen und konnten am eigenen Körper erstaunliche Veränderungen beobachten. Die Erklärungen von Herrn Meyners waren nicht nur witzig und charmant verpackt, sondern auch gut verständlich. Etwas, das er – wie er erläuterte – insbesondere durch die Reiter gelernt hatte. Manche Zusammenhänge wären, mit Fachsprache vorgetragen, von kaum jemandem verstanden worden.


Nach einer Pause kamen wir zum praktischen Teil. Einige Reiter und Pferde hatten sich als „Aktive Teilnehmer“ angemeldet. Allesamt auf M-Niveau, sehr schöne, rittige Pferde, die von ihren Reitern so gut vorgestellt wurden, dass wir wohl von „Jammern auf hohem Niveau“ reden konnten. Die Reiter wurden zunächst in den Grundgangarten auf ihren Sitz hin beobachtet und eingeschätzt. Dann mussten sie mehrfach absteigen, auf der Bodenmatte bestimmte Gymnastikübungen machen, wieder rauf auf die geduldigen Pferde und uns das veränderte Bewegungsgefühl beschreiben. Auch uns Betrachtern fielen nicht nur Verbesserungen in der Beweglichkeit und Geschmeidigkeit der Reiter auf, sondern auch die damit verbundenen Verbesserungen an den Pferden. Herr
Meyners betonte, dass er kein Reitlehrer sei, und doch verbesserte er die Leistungen der Pferd-Reiter-Kombinationen deutlich.


Also wirklich interessant für jeden, der seine Reiterei verfeinern möchte. Was aber auch klar wurde: Der Wissensschatz von Herrn Meyners ist riesig. Es ist sicher nicht ratsam, ohne Anleitung an Gelenken zu drehen und Bändern und Sehnen zu ziehen. Wer dieses Wissen an sich selbst anwenden möchte, sollte sich an autorisierte Lehrer wenden. Was bei M. so einfach aussah, basiert auf umfangreichem Fachwissen.


Leider hat Eckart Meyners keine Homepage, auf der man sich seine Abhandlungen durchsehen oder bestellen kann. Auch gibt es keinen Verlag, der auf Werke von M. ausgerichtet ist. Daher ist googlen angesagt, wenn man mehr erfahren möchte. Auch die Ausbildung zum Lizenz-Trainer steht nicht jedem offen. Nur Pferdewirtschaftsmeister können sich um einen Studienplatz bei ihm bewerben.


Wie bereits oben erwähnt:
„Wenn ihr mal die Gelegenheit habt, ihn live zu erleben, solltet Ihr das nicht verpassen“.


Eure Martina Sell
Trainerin-A-Westernreiten
www.Martina-Sell.de

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Januar 2010: Kurs Trail für Jungpferde am 23.01.2010 bei Helga Hommel

Das Thermometer zeigte –11 Grad Celsius an, dick eingepackt trafen sich 8 Teilnehmer in der Reithalle von Helga Hommel, um in ihre Spezialdisziplin „Trail“ eingeweiht zu werden.

Es nutzen Reiter mit Jungpferden, wie auch Einsteiger auf super ausgebildeten Schulpferden die Möglichkeit einen Tag das 1 x 1 in dieser Disziplin zu erlernen. Helga verstand es, alle so zu beschäftigen, das Reiter und Pferd bei den Temperaturen kaum zum Stillstand kamen, aber auch keiner in Schweiß ausbrach, was alle dankbar umsetzten.

Ein großer Teil der heutigen Trails besteht ja ausschließlich aus „Stangensalat“, so war das auch Hauptthema am morgen. Dabei stellten alle fest, das es nicht nur hieß, keine Stangen zu berühren, sondern vor allem die Lenkung klappen musste. Hierfür hatte Helga genug Aufgaben und wertvolle Tipps. Der Vormittag wurde dann mit einem erfrischenden Galopp beendet, wo auch hier wieder der Schwerpunkt Trail lag, im Parcours von A nach B zu kommen.

Nach dem Mittag ging es weiter mit einem kurzen Theorieteil. Anschließend wurde unter dem Sattel an der Hinterhandkontrolle gearbeitet, die Stangenarbeit verfeinert und die Pferde an das Tor gewöhnt.
Helga ging auf jede Reiter und Pferde-Kombination ein und überblickte sofort die Stärken und Schwächen der Paare, um individuell Anregungen mitzugeben, wie man ggf. zu Hause weiterarbeiten kann.

Vielen Dank im Namen aller Teilnehmer für den trotz Rekord Temperaturen tollen und lustigen Kursus.

Britta Peters

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